Rolf Mützenich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rolf Mützenich (* 25. Juni 1959 in Köln) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1978 begann Mützenich 1979 ein Studium der Politikwissenschaft, der Geschichte, und der Wirtschaftswissenschaft, welches er 1990 als Diplom-Politologe beendete. 1991 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Bremen mit der Arbeit „Atomwaffenfreie Zonen und internationale Politik – historische Erfahrungen, Rahmenbedingungen, Perspektiven“. Anschließend trat Mützenich als Referent in den Dienst des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Ab 1993 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen tätig, bis er 1998 als Leiter des Referates „Grundsatzfragen der Landessozialpolitik“ in das nordrhein-westfälische Sozialministerium zurückkehrte. Von 2001 bis 2002 war er schließlich Leiter des Büros des Präsidenten des nordrhein-westfälischen Landtages.

Rolf Mützenich ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon als Schüler wurde Mützenich 1976 Mitglied der SPD. Er engagierte sich zunächst bei den Jusos und war zuletzt deren stellvertretender Vorsitzender im Unterbezirk Köln. Von 1989 bis 1993 gehörte Mützenich der sicherheitspolitischen Kommission des SPD-Bundesvorstandes und von 2001 bis 2005 der Bundeskontrollkommission der SJD – Die Falken an. Von November 2009 bis Dezember 2013 war Mützenich außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag. Seit Dezember 2013 ist er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zuständig für die Bereiche Außen-, Verteidigungs- und Menschenrechtspolitik. [1]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 ist Mützenich Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von Januar bis November 2005 Sprecher der Arbeitsgruppe „Abrüstung und Rüstungskontrolle“ der SPD-Bundestagsfraktion. Von 2009 bis 2013 war er außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, seit Dezember 2013 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender für den Bereich Außen-, Verteidigungs- und Menschenrechtspolitik.[2][3]

Von November 2005 bis November 2009 war Mützenich Vorsitzender der Deutsch-Iranischen Parlamentariergruppe und Sprecher des SPD-Fraktionsgesprächskreises Naher und Mittlerer Osten. Seit 2009 ist er Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe.[2][4] Außerdem ist er ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung, im Stiftungsrat der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin und Vorsitzender des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln.[5]

Rolf Mützenich ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Köln III in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte er hier 35,9 % der Erststimmen, bei der Bundestagswahl 2013 39,32 %[6] und bei der Bundestagswahl 2017 32,3 %.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. rolfmuetzenich.de, Beruflicher und politischer Werdegang
  2. a b Mützenich, Dr. Rolf. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 14. November 2016]).
  3. Fraktionsvorstand. In: SPD-Bundestagsfraktion. 12. Januar 2012 (spdfraktion.de [abgerufen am 14. November 2016]).
  4. Deutsch-Japanische Parlamentariergruppe
  5. Rolf Mützenich Website
  6. Internetauftritt Stadt Köln Bundestagswahl 2013, abgerufen am 24. September 2013
  7. Internetauftritt des Bundeswahlleiters, abgerufen am 28. September 2017