Rolf Oesterreich (Eiskunstläufer)

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Rolf Oesterreich Eiskunstlauf
Rolf Oesterreich und Romy Kermer, 1974
Nation Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
Geburtstag 28. November 1952
Geburtsort Rostock
Größe 184 cm
Gewicht 75 kg
Karriere
Disziplin Paarlauf
Partner/in Marlies Radunsky,
Romy Kermer
Verein SC Dynamo Berlin
Trainer Heidemarie Walther
Status zurückgetreten
Karriereende 1976
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 Innsbruck 1976 Paare
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
0Bronze0 München 1974 Paare
0Silber0 Colorado Springs 1975 Paare
0Silber0 Göteborg 1976 Paare
ISU Eiskunstlauf-Europameisterschaften
0Silber0 Zagreb 1974 Paare
0Silber0 Kopenhagen 1975 Paare
0Silber0 Genf 1976 Paare
 

Rolf Oesterreich (* 28. November 1952 in Rostock) ist ein ehemaliger deutscher Eiskunstläufer, der im Paarlauf für die DDR startete.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolf Oesterreich begann mit dem Eiskunstlaufen in Berlin. Er trat im Paarlauf zunächst mit Marlies Radunsky an. Mit ihr wurde er 1971 und 1972 Dritter bei den DDR-Meisterschaften hinter Manuela Groß und Uwe Kagelmann sowie Anette Kansy und Axel Salzmann. Sie nahmen in diesem Zeitraum an Europameisterschaften teil und wurden Sechste bzw. Siebte.

1972 wechselte Oesterreich die Partnerin und lief fortan mit Romy Kermer. Er startete für den SC Dynamo Berlin und trainierte dort bei Heidemarie Steiner-Walther.

An der Seite von Romy Kermer wurde er 1973 in Abwesenheit von Groß/Kagelmann auf Anhieb DDR-Meister. Bei ihrem Europameisterschaftsdebüt in Köln belegten Oesterreich und Kermer den sechsten Platz und bei ihrem Weltmeisterschaftsdebüt in Bratislava den fünften Platz. 1974 gewannen sie ihre ersten internationalen Medaillen. In Zagreb wurden sie Vize-Europameister hinter Irina Rodnina und Alexander Saizew und schlugen dabei überraschend Ljudmila Smirnowa und Alexei Ulanow aus der Sowjetunion sowie die amtierenden DDR-Meister Groß und Kagelmann. Bei der Weltmeisterschaft in München mussten sie sich zwar Smirnowa und Ulanow geschlagen geben, blieben aber wiederum vor ihren Landsleuten und gewannen somit die Bronzemedaille. 1975 wurden Rolf Oesterreich und Romy Kermer zum ersten Mal DDR-Meister in Anwesenheit von Groß und Kagelmann. Sie verteidigten den Titel ein Jahr später. Bei der Europameisterschaft 1975 in Kopenhagen wie auch bei der Weltmeisterschaft 1975 in Colorado Springs gewannen sie die Silbermedaille hinter Rodnina und Saizew. Silber war auch die Farbe für Oesterreich und Kermer im letzten Jahr ihrer Karriere, 1976. Sowohl bei der Europameisterschaft in Genf wie auch bei den Olympischen Spielen in Innsbruck und der Weltmeisterschaft in Göteborg mussten sie sich lediglich dem überragenden Paar Rodnina/Saizew aus der Sowjetunion geschlagen geben.

1976 wurde Rolf Oesterreich bei einer zentralen Ausreisekontrolle der DDR positiv auf anabole Steroide getestet und durfte erst zu den Olympischen Spielen nach Innsbruck reisen, als keine verbotenen Substanzen mehr nachweisbar waren.[1][2]

Romy Kermer und Rolf Oesterreich heirateten nach ihrer aktiven Eiskunstlaufzeit. Oesterreich wurde Trainer, unter anderem beim TuS Stuttgart. Von 2012 bis 2015 trainierte er die Nachwuchsläufer des ERC Ingolstadt[3]. Mit der Saison 2015/16 wechselt er zum EV Dornbirn[4].

Oesterreich und Kermer, 1972
Oesterreich und Kermer bei den DDR-Meisterschaften 1975

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paarlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(bis 1972 mit Marlies Radunsky, ab 1973 mit Romy Kermer)

Wettbewerb / Jahr 1971 1972 1973 1974 1975 1976
Olympische Winterspiele 2.
Weltmeisterschaften 5. 3. 2. 2.
Europameisterschaften 6. 7. 6. 2. 2. 2.
DDR-Meisterschaften 3. 3. 1. 2. 1. 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rolf Österreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schatten auf dem Eis
  2. Eine bittere blaue Pille
  3. Trainingsplan des ERC Ingolstadt (PDF; 366 kB), abgerufen am 21. Oktober 2013
  4. Neue Saison - Neuer Trainer