Rolf Peter Sieferle

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Rolf Peter Sieferle (* 5. August 1949 in Stuttgart; † 17. September 2016 in Heidelberg) war ein deutscher Historiker, der sich um die Umweltgeschichte verdient gemacht hat. Zunächst an der Universität Mannheim tätig, war er von 2005 bis 2012 ordentlicher Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Sein postum (2017) veröffentlichtes Buch Finis Germania löste einen Skandal aus.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieferle wurde in Stuttgart geboren und wuchs mit seiner Mutter in Heidelberg auf.[1] Nach einem Internatsbesuch[1] studierte er ab 1968 Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Heidelberg und Konstanz, einer Reformuniversität. In Heidelberg war er zeitweise Vorstand des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS); die Studentenbewegung hielt er dennoch später für eine Illusion.[1] 1977 wurde er an der Philosophischen Fakultät der Universität Konstanz mit einer Dissertation über den Revolutionsbegriff in der Theorie von Karl Marx[2] zum Dr. phil. promoviert. Die zwei Jahre später in die durch Dieter Groh herausgegebene Ullstein-Reihe Sozialgeschichtliche Bibliothek aufgenommene Arbeit galt Helmut Berding als „immanent-kritische Rekonstruktion der Marx'schen Revolutionstheorie“[3]. Seine Einführung zu Karl Marx von 2007 wird in der Literatur empfohlen.[4]

Nach seiner Promotion übersetzte er eine sozialgeschichtliche Monographie von David F. Crew über die Industriestadt Bochum aus dem Englischen, wobei seine Arbeit positiv aufgenommen wurde.[5] 1980 wurde er Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Umwelt, Gesellschaft, Energie an der Universität-Gesamthochschule Essen, die von Meyer-Abich als „Abkömmling“ des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt bezeichnet wurde.[6] Von 1980 bis 1984 war er dort am von Klaus Michael Meyer-Abich und Bertram Schefold geleiteten und im Auftrag[7] des Bundesministeriums für Forschung und Technologie durchgeführten Forschungsprojekts „Die Sozialverträglichkeit verschiedener Energiesysteme in der industriegesellschaftlichen Entwicklung“ beteiligt.[8] Als Mitarbeiter von Meyer-Abich wirkte er seinerzeit auch an der vom Deutschen Bundestag eingesetzten Enquete-Kommission „Zukünftige Kernenergie-Politik“ mit.[9] Sein 1982 erschienenes Werk Der unterirdische Wald. Energiekrise und industrielle Revolution, eine Publikation der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, gilt bisweilen als Standardwerk für den Übergang vom Energieträger Holz auf die Steinkohle und die so mögliche Industrialisierung.[10] Ernst Langthaler bezeichnete das Werk als „Pionierarbeit des ‚energetischen‘ Ansatzes in der Umweltgeschichte“.[11] Fast zwanzig Jahre danach erschien die leicht überarbeitete englische Übersetzung beim auf Umweltthemen spezialisierten britischen Verlag White Horse Press.[12] Im Kontext des Essener Forschungsprojekts[13] entstand ebenso eine Überblicksdarstellung zu den Archegeten der Umweltbewegung in Deutschland (Fortschrittsfeinde? Opposition gegen Technik und Industrie von der Romantik bis zur Gegenwart), nach Frank Uekötter einer „energetischen Weltgeschichte“[14]. 1984 habilitierte sich Sieferle in Konstanz für das Fach Neuere Geschichte. In den 1980er Jahren veröffentlichte er auch populärwissenschaftliche Beiträge in der Zeitschrift Bild der Wissenschaft.[15] Im Auftrag des Verbandes der Chemischen Industrie legte er 1987 die Schrift Wege aus der Krise? Alte und neue Muster der Technikkritik vor; dort beschreibt er „die Gesellschaft als hin und hergerissen zwischen Zukunftshoffnung und Krisenfurcht.“ „Naiverweise“, so meint er nach Dieter Imbodens Urteil, werde „dieses Gleichgewicht … wesentlich durch kulturelle Prozesse in der Gesellschaft bestimmt.“[16]

Von 1988 bis 1993 war Sieferle Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Jahre 1989 erhielt er eine Privatdozentur an der Universität Mannheim, 1991 wurde er außerplanmäßiger Professor ebendort. Gastprofessuren hatte er in Zürich (ETH) und in Wien inne. In den nun folgenden Jahren befürwortete er im Umfeld einer Forschergruppe des Wiener Instituts für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, aus der das Wiener Institut für Soziale Ökologie hervorging, „eine umfassende Quantifizierung der gesellschaftlichen Stoff- und Energieströme“ (MEFA-Ansatz).[17] Dieter Schott zählte Sieferle zu den herausgehobenen Vertretern einer interdisziplinär ambitionierten „historische[n] Ökologie“ (Umweltgeschichte).[9]

Sieferle hatte spätestens in seinem Buch Epochenwechsel. Die Deutschen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert (1994) die Perspektive in Richtung Zukunftsforschung verändert und war „auf einem explizit politischen Feld“ tätig; er diagnostizierte zukünftige Problemlagen, neben krisenhaften Umweltproblemen auch das Zuwanderungsproblem, das die Krise des Sozialstaats weiter verschärfe.[18] Diese Vielzahl von Krisen lasse sich Sieferle zufolge nicht mehr mit den Mitteln des „humanitären Universalismus“, sondern nur noch partikularistisch lösen. Ludger Heidbrink konstatierte als Mangel der Studie, dass „sie all das mit einem Bannspruch belegt, was früher einmal zur ‚linken‘ Aufklärungstradition gehörte, um nun unzählige Klischees einer ‚rechten‘ Aufklärungskritik zu präsentieren, anstatt nach möglichen Vermittlungen zu suchen und praktikable Vorschläge für die politische Gestaltung des Epochenwechsels zu präsentieren.“[19]

1995 veröffentlichte er „fünf biographische Skizzen“ zu Paul Lensch, Werner Sombart, Oswald Spengler, Ernst Jünger und Hans Freyer, die er der sogenannten „Konservativen Revolution“ zurechnete. Im Februar 1996 wurde die Arbeit auf Platz 5 der Sachbücher des Monats empfohlen.[20] In unmittelbar danach erschienenen Feuilletons gab es zunächst unterschiedliche Ansichten über die Stoßrichtung des Buches.[21] Später wurde das Werk in Fachrezensionen (German History, Politische Vierteljahresschrift) mit Nachdruck kritisiert.[22] So tadelte Claudius R. Köster (1997) die „skizzenhaft[en]“ Darstellungen in methodisch-theoretischer und inhaltlicher Hinsicht. Er erkannte eine „politisch-agitatorische Absicht“ des seiner Meinung nach distanzlosen Autors.[23] Für Armin Pfahl-Traughber handle es sich um tendenziell „essayistische“, wenn auch aufschlussreiche Beiträge. Letztlich problematisch seien die Auswahl der Skizzen und die „unkritische Darstellung“, speziell unter demokratietheoretischen Gesichtspunkten, wie er in einer kommentierten Bibliographie anmerkte.[24] Nach Dirk Kretschmer und Siegfried Jäger vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung versuchte der „Nolte-Schüler“ in seinem Werk gar „den Nazi-Schatten, der auf den geschätzten präfaschistischen Autoren lastet, zu verwischen.“[25] Für Volker Weiß (2017) handelte es sich um eine „apologetische Textsammlung zu Autoren des Weimarer Nationalismus“.[26] Im Jahre 1996 gehörte er dann auch zu den Beiträgern eines vielbeachteten[27] Handbuchs zur Völkischen Bewegung, das durch Uwe Puschner et al. herausgegeben wurde;[28] sein Aufsatz „Rassismus, Rassenhygiene, Menschenzuchtideale“ wurde positiv aufgenommen.[29]

Im Jahre 1995 übernahm er die Leitung des historischen Förderungsschwerpunkts der Stuttgarter Breuninger Stiftung. Entsprechende Aufsatzsammlungen (u. a. zum Thema „Kulturen der Gewalt“) wurden von Rolf Peter Sieferle und Helga Breuninger in den nun folgenden Jahren in deutscher und englischer Sprache herausgegeben.[30] Matthias Schmolz stellte in seiner Besprechung des ersten Sammelbandes Markt und Macht in der Geschichte (1995) heraus, dass Sieferle „herausfordernd pessimistische Prognosen“ über die Zukunft abgebe.[31] Im Auftrag der Stiftung verantwortete Sieferle von 2000 bis zu seinem Weggang in die Schweiz das „bislang einzige[], größere[] deutschsprachige[] Forschungsprojekt“ zur Materie Europäischer Sonderweg (Reihe: „Der Europäische Sonderweg“). Vergleichende Arbeiten entstanden u. a. über die Landwirtschaft, Familienstrukturen und das internationale Transportwesen.[32]

Sein 1997 veröffentlichtes Buch Rückblick auf die Natur: Eine Geschichte des Menschen und seiner Umwelt gilt Verena Winiwarter als essayistisch. Es hätte einen populären Ansatz, „ohne den nötigen Tiefgang zu vermissen“.[33] In einem bei der European Society for Environmental History erschienenen Nachruf würdigte sie ihn als einen der „wichtigsten Pioniere“ der „europäische[n] Umweltgeschichte“, der allerdings dem „internationalen Konferenztourismus“ fernblieb, was seiner öffentlichen Wahrnehmung abträglich war.[34]

Von 2000 bis 2004 war er ständiger Gastprofessor an der Universität St. Gallen, wo er 2005 ordentlicher Professor für Allgemeine Geschichte wurde. Sieferle wurde in dieser Zeit u. a. Mitherausgeber der Reihe Umwelthistorische Forschungen (Böhlau Verlag).[35] 2010 legte er eine von drei externen Expertisen für das Hauptgutachten Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen vor. 2012 erfolgte die Emeritierung. Sieferles Arbeitsschwerpunkte waren Struktur- und Ideengeschichte der Industrialisierung sowie Umwelt- und Universalgeschichte. Er war u. a. Mitherausgeber der Fachzeitschrift Gaia (oekom verlag).

Gustav Seibt, der auch einen Nachruf in der Süddeutschen Zeitung verfasste, hielt Sieferle für „ein[en] interessante[n] Stiliste[n]“ mit „eine[r] große[n] erzählerische[n] und theoretische[n] Formulierungsfreudigkeit“. Seine letzte Schaffensphase sei allerdings durch „wüstes Schimpfen und Primitivität“ geprägt, wodurch seine „Differenzierungsfähigkeit“ abhanden kam. Seibt attestierte Sieferle zuletzt einen „gnadenlose[n] Zynismus“.[36] Nach Jan Grossarth (FAZ) „galt [er] als ein außergewöhnlich feingeistiger Historiker“. Grossarth merkt zugleich jedoch kritisch an, dass er zuletzt „giftige, rechtsradikale Bücher“ geschrieben habe.[1]

Sieferle war verheiratet und lebte zuletzt wieder in Heidelberg, wo er 2016 Suizid verübte.[1]

Auseinandersetzung um Finis Germania[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Finis Germania

Postum veröffentlichte der neurechte Verlag Antaios den Titel Finis Germania. Das Buch wurde auf Platz neun der Juni-Liste der „Sachbücher des Monats“ des NDR und der Süddeutschen Zeitung aufgeführt. Auf diese Liste gelangte es, weil einer der fünfundzwanzig Juroren – wie sich bald erwies: der Spiegel-Redakteur Johannes Saltzwedel – seine anonym vergebenen zwanzig Stimmpunkte, die normalerweise auf drei oder vier Titel verteilt werden, auf dieses eine Buch kumuliert hatte.[37][38] Obwohl formal zulässig, löste dies im Falle von Sieferles Buch einen Skandal aus.[37][39]

Im Juli 2017 wurde Finis Germania zunächst auf der Spiegel-Bestsellerliste von Heft 29 für Sachbücher an sechster Stelle gelistet.[40] In der darauffolgenden Woche wurde es nicht mehr in der Bestsellerliste aufgeführt, obwohl es nach den Verkaufszahlen dort hätte angegeben werden müssen.[41]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • Die Revolution in der Theorie von Karl Marx (= Ullstein-Bücher, Nr. 3584 / Sozialgeschichtliche Bibliothek). Ullstein, Frankfurt am Main [u. a.] 1979, ISBN 3-548-03584-1 (zugl. Diss., Univ. Konstanz, 1977).
  • Der unterirdische Wald. Energiekrise und industrielle Revolution. [Eine Publikation der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)] (= Die Sozialverträglichkeit von Energiesystemen. Bd. 2 / Beck’sche schwarze Reihe. Bd. 266). Beck, München 1982, ISBN 3-406-08466-4.
  • englische Übersetzung von Michael P. Osman: The subterranean forest: energy systems and the industrial revolution. White Horse Press, Knapwell, Cambridge 2001, ISBN 1-874267-47-2.
  • Fortschrittsfeinde? Opposition gegen Technik und Industrie von der Romantik bis zur Gegenwart (= Die Sozialverträglichkeit von Energiesystemen. Bd. 5). Beck, München 1984, ISBN 3-406-30331-5.
  • Wege aus der Krise? Alte und neue Muster der Technikkritik. VCI, Frankfurt am Main 1987.
  • Die Krise der menschlichen Natur. Zur Geschichte eines Konzepts (= Edition Suhrkamp 1567 = N.F., Bd. 567). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-518-11567-7.
  • Bevölkerungswachstum und Naturhaushalt. Studien zur Naturtheorie der klassischen Ökonomie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-518-58070-1.
  • Epochenwechsel. Die Deutschen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Propyläen, Berlin 1994, ISBN 3-549-05156-5.
  • Die Konservative Revolution. Fünf biographische Skizzen (= Fischer 12817: Geschichte). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-12817-X.
  • Rückblick auf die Natur: Eine Geschichte des Menschen und seiner Umwelt. Luchterhand, München 1997, ISBN 3-630-87993-4.
  • Der Europäische Sonderweg. Ursachen und Faktoren (= Der europäische Sonderweg. Bd. 1). Breuninger-Stiftung, Stuttgart 2000. (2. erweiterte Auflage 2003).
  • englische Ausgabe: Europe's special course: outline of a research program (= Der europäische Sonderweg. Vol. 1). Breuninger Stiftung, Stuttgart 2001.

Herausgeberschaften

  • Fortschritte der Naturzerstörung (= Edition Suhrkamp 1489 = N.F., Bd. 489). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-518-11489-1.
  • mit Günter Figal: Selbstverständnisse der Moderne: Formationen der Philosophie, Politik, Theologie und Ökonomie (= Bibliothek Metzler. Bd. 1). Metzler, Stuttgart 1991, ISBN 3-476-00734-0.
  • Natur. Ein Lesebuch (= Beck’sche Reihe 430). Beck, München 1991, ISBN 3-406-34022-9.
  • mit Helga Breuninger: Markt und Macht in der Geschichte. DVA, Stuttgart 1995, ISBN 3-421-05014-7.
  • mit Helga Breuninger: Kulturen der Gewalt. Ritualisierung und Symbolisierung von Gewalt in der Geschichte. Campus-Verlag, Frankfurt am Main [u. a.] 1998, ISBN 3-593-35952-9.
  • mit Helga Breuninger: Natur-Bilder. Wahrnehmungen von Natur und Umwelt in der Geschichte. Campus-Verlag, Frankfurt am Main [u. a.] 1999, ISBN 3-593-36327-5.
  • mit Marina Fischer-Kowalski, Eugene A. Rosa, Barbara Smetschka: Nature, Society and History. Long Term Dynamics of Social Metabolism (= Innovation: The European Journal of Social Sciences. Special Issue 2). ICCR, Wien 2001.
  • mit Helga Breuninger: Agriculture, population and economic development in China and Europe (= Europe ́s Special Course. Vol. 10). Breuninger Stiftung, Stuttgart 2003.
  • Familiengeschichte: Die europäische, chinesische und islamische Familie im historischen Vergleich (= Der Europäische Sonderweg. Bd. 2). Lit Verlag, Wien [u. a.] 2008, ISBN 978-3-8258-1503-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Jan Grossarth: Am Ende rechts. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Mai 2017, Nr. 110, S. 18.
  2. Groh gab zuvor als ihren Titel „Die Konstitution des Proletariats als Subjekt der Revolution bei Karl Marx“ an; vgl. Dieter Groh: Basisprozesse und Organisationsproblem. Skizze eines sozialgeschichtlichen Forschungsprojekts. In: Ulrich Engelhardt, Volker Sellin, Horst Stuke (Hrsg.): Soziale Bewegung und politische Verfassung. Beiträge zur Geschichte der modernen Welt (= Industrielle Welt. Sonderband). Klett, Stuttgart 1976, ISBN 3-12-901850-6, S. 415–431, hier S. 428.
  3. Helmut Berding, Stefan Breuer: Die Krise der Revolutionstheorie / Rolf Peter Sieferle, Die Revolution in der Theorie von Karl Marx. In: Historische Zeitschrift 232 (1981) 2, S. 377 f.
  4. Michael Berger: Karl Marx (= UTB S 3010). W. Fink (UTB), Paderborn 2016, ISBN 978-3-8252-3010-4, S. 9; vgl. auch Frank Schale: Rezension zu: Rolf Peter Sieferle: Karl Marx zur Einführung, Hamburg: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 16. August 2007.
  5. Vgl. Dirk Blasius: David F. Crew, Town in the Ruhr. In: Die Verwaltung 15 (1982) 1, S. 134–137.
  6. Vgl. Klaus Michael Meyer-Abich: Praktische Naturphilosophie. Erinnerung an einen vergessenen Traum. [Im Rahmen des Forschungsprojektes „Kulturgeschichte der Natur“ entstanden] (= Kulturgeschichte der Natur in Einzeldarstellungen). Beck, München 1997, ISBN 3-406-41990-9, S. 473.
  7. Bertram Schefold: Der Alptraum eines Technokraten. In: Klaus M. Meyer-Abich, Reinhard Ueberhorst (Hrsg.): Ausgebrütet – Argumente zur Brutreaktorpolitik (= Policy-Forschung Bd. 1). Birkhäuser, Basel [u. a.] 1985, ISBN 3-7643-1701-9, S. 48–65, hier S. 50.
  8. Annegret Witt-Barthel: Chancen sozialorientierter Technikgestaltung. Mit einer Fallstudie zur Informatisierung der sozialen Sicherung (= Studien zur Sozialwissenschaft. Bd. 119). Westdeutscher Verlag, Opladen 1992, ISBN 3-531-12406-4, S. 52.
  9. a b Dieter Schott: Einführung: Energie und Stadt in Europa. Von der vorindustriellen ,Holznot' bis zur Ölkrise der 1970er Jahre. In: Ders. (Hrsg.): Energie und Stadt in Europa. Von der vorindustriellen „Holznot“ bis zur Ölkrise der 1970er Jahre. Beiträge auf der 3. Internationalen Stadtgeschichts-Konferenz in Budapest 1996 = Energy and the city in Europe (= Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beihefte, Nr. 135). Steiner, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07155-5, S. 7–42, hier S. 11.
  10. Vgl. Dirk Neuber: Energie und Umweltgeschichte des Niedersächsischen Steinkohlebergbaus. Von der Frühen Neuzeit bis zum Ersten Weltkrieg (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 206). Hahn, Hannover 2002, ISBN 3-7752-6006-4, S. 15.
  11. Ernst Langthaler: Agrarsysteme ohne Akteure? Sozialökonomische und sozialökologische Modelle in der Agrargeschichte. In: Andreas Dix, Ernst Langthaler (Hrsg.): Grüne Revolutionen. Agrarsysteme und Umwelt im 19. und 20. Jahrhundert (= Jahrbuch für Geschichte des ländlichen Raumes 2006). Studienverlag, Innsbruck [u. a.] 2006, ISBN 978-3-7065-4235-7, S. 216–238, hier S. 238.
  12. Vgl. Fredric L. Quivik: The Subterranean Forest: Energy Systems and the Industrial Revolution by Rolf Peter Sieferle. In: Technology and Culture 44 (2003) 1, S. 216–218.
  13. Annegret Witt-Barthel: Chancen sozialorientierter Technikgestaltung. Mit einer Fallstudie zur Informatisierung der sozialen Sicherung (= Studien zur Sozialwissenschaft. Bd. 119). Westdeutscher Verlag, Opladen 1992, ISBN 3-531-12406-4, S. 130.
  14. Frank Uekötter: Umweltgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert (= Enzyklopädie deutscher Geschichte. Bd. 81). Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-57631-3, S. 61.
  15. Vgl. Martin Henkel: Zunftmissbräuche. „Arbeiterbewegung“ im Merkantilismus (= Campus Forschung. Bd. 608). Campus, Frankfurt am Main [u. a.] 1989, ISBN 3-593-34059-3, S. 325.
  16. Dieter Imboden: Von der Industriellen Revolution zu den Grenzen des Wachstums. In: Peter Donath u. a.: Wissenschaft in Sorge um die Umwelt (= ETH-Forum für Umweltfragen). Birkhäuser, Basel [u. a.] 1990, ISBN 3-7643-2521-6, S. 37–52, hier S. 49.
  17. Frank Uekötter: Umweltgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert (= Enzyklopädie deutscher Geschichte. Bd. 81). Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-57631-3, S. 59.
  18. Dirk van Laak: Epochenwechsel. Die Deutschen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. In: Politische Vierteljahresschrift 35 (1994), S. 766 f.
  19. Vgl. Ludger Heidbrink: Frontenwechsel. In: Die Zeit, Nr. 44, 28. Oktober 1994, S. 48.
  20. Sachbücher des Monats Februar. In: Süddeutsche Zeitung, 10. Februar 1996.
  21. Vgl. Tilman Fichter: Die „Konservative Revolution“ – ein Trugbild?. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. April 1996, Nr. 86, S. 9; Joachim Perels: Inniges Verstehen. In: Die Zeit, 24. Mai 1996, Nr. 22.
  22. Vgl. dazu u. a. Matthias Uecker: Book Review: Die Konservative Revolution. Fünf biographische Skizzen / The Conservative Revolution in the Weimar Republic. In: German History 16 (1998) 2, S. 275–277.
  23. Vgl. Claudius R. Köster: Die Konservative Revolution. Fünf biographische Skizzen von Rolf Peter Sieferle. In: Politische Vierteljahresschrift 38 (1997) 1, S. 175–177.
  24. Armin Pfahl-Traughber: Konservative Revolution und Neue Rechte. Rechtsextremistische Intellektuelle gegen den demokratischen Verfassungsstaat. Leske & Budrich, Opladen 1998, ISBN 3-8100-1888-0, S. 238.
  25. Dirk Kretschmer, Siegfried Jäger: Mehr Autorität im Inneren. Ein kurzer Blick auf neu-rechte Argumentationen im Diskurs der politischen Wissenschaften. In: Siegfried Jäger, Dirk Kretschmer, Gabriele Cleve, Birgit Griese, Margarete Jäger, Helmut Kellershohn, Coerw Krüger, Frank Wichert: Der Spuk ist nicht vorbei. Völkisch-nationalistische Ideologeme im öffentlichen Diskurs der Gegenwart. Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, Duisburg 1998, ISBN 3-927388-63-7, S. 32–53, hier S. 38.
  26. Volker Weiß: Furor Teutonicus. In: Jüdische Allgemeine, Nr. 27, 6. Juli 2017, S. 17.
  27. Vgl. dazu u. a. Armin Pfahl-Traughber: Handbuch zur „Völkischen Bewegung“ 1871–1918 von Uwe Puschner; Walter Schmitz; Justus H. Ulbricht. In: Politische Vierteljahresschrift 39 (1998) 3, S. 669–670; Enrico Syring: Handbuch zur »Völkischen Bewegung« 1871–1918 von Uwe Puschner; Walter Schmitz; Justus H. Ulbricht. In: Zeitschrift für Politik N.F. 46 (1999) 2, S. 240–242; Bernd Sösemann: Handbuch zur „Völkischen Bewegung“ 1871–1918 von Uwe Puschner; Walter Schmitz; Justus H. Ulbricht. In: Historische Zeitschrift 266 (1998) 1, S. 229–231.
  28. Jost Hermand: Handbuch zur „Völkischen Bewegung“ 1871–1918. In: Monatshefte 90 (1998) 4, S. 552 f.
  29. Vgl. Wolfgang Hardtwig: Vom Zisterzienser zum Hochstapler. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Mai 1998, Nr. 121, S. 11.
  30. Vgl. dazu u. a. Bernd-Stefan Grewe: Rezension zu: Sieferle, Rolf Peter: Transportgeschichte. Münster 2008, in: H-Soz-Kult, 4. September 2008; Ralf-Peter Fuchs: Rezension zu: Sieferle, Rolf Peter; Helga Breuninger (Hrsg.): Kulturen der Gewalt. Ritualisierung und Symbolisierung von Gewalt in der Geschichte. Frankfurt am Main 1998, in: H-Soz-Kult, 21. Januar 2000.
  31. Matthias Schmolz: Spannungsverhältnis Markt und Macht: Kultur- und wirtschaftsgeschichtliche Betrachtungen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. April 1996, Nr. 111, S. 14.
  32. Marcus Popplow: Technik als Faktor des Europäischen Sonderwegs in die Industrialisierung. Neuere Publikationen zu einer offenen Frage. In: Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin 20 (2012) 2, S. 91–105, hier S. 92.
  33. Vgl. Verena Winiwarter: Zwischen Gesellschaft und Natur. Aufgaben und Leistungen der Umweltgeschichte. In: Ernst Bruckmüller, Verena Winiwarter (Hrsg.): Umweltgeschichte: Zum historischen Verhältnis von Gesellschaft und Natur (= Schriften des Institutes für Österreichkunde 63). öbv und hpt, Wien 2000, S. 6–20, hier S. 14 f.
  34. Verena Winiwarter: Lehren aus der Vergangenheit –Nachruf auf Rolf Peter Sieferle, eseh.org, Wien, Oktober 2016, abgerufen am 29. Juli 2017.
  35. Reihe aus dem Fachbereich Geschichte, boehlau-verlag.com, abgerufen am 12. Juli 2017.
  36. Nicole Dittmer und Julius Stucke (Moderation): SZ-Literaturkritiker Gustav Seibt über „Finis Germania“: „Ein erschreckender Absturz“, Deutschlandfunk Kultur, 12. Juni 2017, abgerufen am 12. Juli 2017.
  37. a b Jan Grossarth: Wer gab die rechtsextreme Leseempfehlung?, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Juni 2017.
  38. Kritik an der Jury der „Sachbücher des Monats“ – NDR Kultur geht auf Distanz, boersenblatt.net, 12. Juni 2017, abgerufen am 12. Juni 2017
  39. Lothar Müller: Empfehlung nach Punkten. In: sueddeutsche.de. 11. Juni 2017, abgerufen am 23. Juni 2017.
  40. Bestseller: Sachbuch. In: Der Spiegel, 15. Juli 2017, S. 124.
  41. Rainer Moritz: Weil dem «Spiegel» ein Buch nicht passt, wird es klammheimlich von der eigenen Bestsellerliste gestrichen. In: www.nzz.ch. 25. Juli 2017, abgerufen am 10. August 2017.