Rolf Zick

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Rolf Zick 2013 im Niedersächsischen Landtag
Rolf Zick beim Interview im Plenarsaal in Hannover (2013)

Rolf Zick (* 16. April 1921 in Dransfeld) ist ein deutscher Journalist.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zick entstammt einer Lehrerfamilie. 1939 legte er sein Abitur am Martino-Katharineum Braunschweig ab und wurde zur Wehrmacht eingezogen.[1][2] Als Flakkommandant erlebte er 70 Luftangriffe auf Hannover.[3] Nach Angaben von Rolf Zick wurde seine Schwester während der Zeit des Nationalsozialismus in der Euthanasie ermordet und sein Vater degradiert und zwangsversetzt.[4] Nachdem er im April 1948 aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft, wo er nach Angaben des Presse Clubs für medizinische Versuche missbraucht wurde[5], zurückgekehrt war,[6] begann Zick seine journalistische Laufbahn als Lokalreporter in Göttingen.[7]

1960 kam er nach Hannover und berichtete von da an Jahrzehnte lang über niedersächsische Landespolitik. 1974 gründete er das selbstständige Pressebüro „Nordreport“. Er war Chefredakteur des Nord-Report.[8] Von 1971 bis 1988 und von 1989 bis 1990 war er Vorsitzender der niedersächsischen Landespressekonferenz. Rolf Zick ist seit 2011 Ehrenvorsitzender der niedersächsischen Landespressekonferenz und des Presse Club Hannover.[9][10]

Zicks Tochter Anne-Maria Zick führt den Nordreport weiter, der mit dem "Rundblick" zusammengelegt ist.[11][12]

2011 wurde ihm die höchste Auszeichnung Niedersachsens, die Niedersächsische Landesmedaille, durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister verliehen, weil er „mit seinem umfangreichen publizistischen Schaffen für das Land Niedersachsen Außergewöhnliches geleistet“ habe.[13]

2020 stellte er sein letztes Buch Der letzte Zeitzeuge fertig.[14]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (mit Burkhard Nowotny): Hörfunk in Grossbritannien. Privater Lokalrundfunk, Verband Nordwestdeutscher Zeitungsverleger, 1980
  • (mit Maria Haldenwanger, Rolf Manfred Hasse): Kostbarkeiten in Bibliotheken Niedersachsens, Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken in Niedersachsen, Hannover 1996
  • Ich war dabei und habe überlebt (Eigenverlag), ISBN 3-00-002062-4, 1997 (5. Auflage, 2002)[15]
  • Die Landespressekonferenz am Puls des Geschehens, LPK, Hannover, 1997, ISBN 3-00-002338-0
  • Landesverkehrswacht Niedersachsen: 50 Jahre jung – Eine Dokumentation, Landesverkehrswacht Niedersachsen, 2001
  • Die CDU in Niedersachsen, Sankt Augustin, Konrad-Adenauer-Stiftung, 2008 ISBN 978-3-94095528-9
  • 60 Jahre Zahnärztekammer Niedersachsen – Eine Chronik 1949-2009, Zahnärztekammer Niedersachsen, 2009
  • Walter Hirche – Ein Liberaler aus Niedersachsen, Georg Olms Verlag, 2014, ISBN 978-3-487-08534-0

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kontroverse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2020 wurde bekannt, dass im Bundesarchiv zwei Karteikarten in der Orts- und der Gauleiter-Kartei der NSDAP Zick als Parteimitglied ausweisen. Zick gab daraufhin an, nichts von der Mitgliedschaft zu wissen, da er nie einen Antrag gestellt habe.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rolf Zick – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]