Rolls-Royce Phantom VI

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Rolls-Royce
Rolls-Royce Phantom VI

Rolls-Royce Phantom VI

Phantom VI
Produktionszeitraum: 1968–1991
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Pullman-Limousine, Landaulet
Motoren: Ottomotoren:
6,25–6,75 Liter
Länge: 6045[1] mm
Breite: 2007[1] mm
Höhe: 1753[1] mm
Radstand: 3683[1] mm
Leergewicht: etwa 2500[1] kg
Vorgängermodell: Rolls-Royce Phantom V
Nachfolgemodell: keines
Phantom VI beim Windsor Castle
Landaulet

Der Rolls-Royce Phantom VI war eine luxuriöse Chauffeurlimousine, die der britische Automobilhersteller Rolls-Royce von 1968 bis 1991 anbot. Das Fahrzeug folgte dem Phantom V und hatte den Motor des Silver Shadows. Die meisten Karosserien wurden von Mulliner Park Ward produziert.

Geschichte und Technik[Bearbeiten]

Der Phantom VI folgte 1968 als Weiterentwicklung des seit 1959 angebotenen Phantom V. Das Fahrzeug hatte eine abgeänderte Fahrzeugfront und den Motor des zeitgenössischen Silver Shadow. 1979 wurde der Hubraum auf 6.750 cm³ vergrößert und eine dreistufige anstatt der bis dahin gelieferten vierstufigen Automatik eingeführt. Der letzte Rolls-Royce mit separatem Rahmen wurde bis 1991 angeboten. Das Fahrwerk hatte Schraubenfedern vorne und hinten und Trommelbremsen an allen vier Rädern.

Die Karosserien wurden in der Regel von Mulliner Park Ward gebaut, meistens Pullman-Limousinen, aber auch einige Landaulets. Der Phantom VI hat einen V8-Motor mit 90° Zylinderwinkel und einem Hubraum von 6.230 cm³ (Bohrung x Hub = 104,14 mm x 91,44 mm). 1982 wurde der Hubraum auf 6750 cm³ erhöht, als man den Motor des Silver Spirit übernahm. Zwei SU-Vergaser wurden angebracht. Ursprünglich hatte der Wagen eine vierstufige Automatik, aber 1979 wurde eine dreistufige Automatik mit Drehmomentwandler eingeführt.

Die Automobilflotte der britischen Königin Elisabeth II. enthält zwei Phantom-VI-Modelle, die Sonderausführung Silver Jubilee Car, die ihr die britische Automobilindustrie 1977 zum 25-Jährigen Thronjubiläum schenkte, und ein Standardmodell von 1986. Das Silver Jubilee Car mit dem erhöhten Dach und den größeren Fenstern war bis zur Einführung der beiden Bentley State Limousines 2002 die Staatskarosse Nr. 1. Wie die anderen britischen Staatskarossen haben die Phantom VI kein amtliches Kennzeichen und sind zum Anbringen der königlichen Standarte und des königlichen Wappens vorbereitet. Wenn die Königin selbst den Wagen benutzt, wird Spirit of Ecstasy durch eine besondere Figur des heiligen Georg mit dem Drachen aus massivem Silber ersetzt.

Nachfolgemodell[Bearbeiten]

In den 1970er-Jahren gab es Überlegungen zu einem Nachfolger Phantom VII auf Basis der Karosserie des Silver Shadow, aber diese Pläne wurden fallen gelassen; dieses Fahrzeug wurde nie realisiert. Es gab davon keine Prototypen. Erst im Jahr 1998 begann unter der Ägide von BMW eine Neukonzeption, die seit 2003 unter der Bezeichnung Rolls-Royce Phantom produziert wird. Technisch hat das 2003er-Modell jedoch nichts mit dem namensverwandten Rolls-Royce Phantom VI gemeinsam. Da das 2003er-Modell bereits das siebte Fahrzeugmodell mit dem Namen Rolls-Royce Phantom ist, wurde es oft fälschlicherweise als Phantom VII bezeichnet. Einige Händler im Ausland verkaufen ihn tatsächlich unter diesem Namen.

Produktionszahl[Bearbeiten]

Bis 1991 wurden 374 Exemplare gebaut. Der Londoner Karosseriebauer Mulliner Park Ward wurde 1991 geschlossen. Vor der Aufgabe der Geschäftstätigkeit wurde noch eine große Anzahl von Karosserieblechen hergestellt. Daher verfügt Rolls-Royce für den Phantom VI über viele Ersatzteile. Zwischen 1995 und 1997 wurden für den Sultan von Brunei drei optisch ähnliche Fahrzeuge namens Cloudesque hergestellt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • David Culshaw, Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975. Veloce Publishing plc., Dorchester 1997, ISBN 1-874105-93-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rolls-Royce Phantom VI – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Cardew, Basil: Daily Express Review 1975 Cars, Beaverbrook Newspapers Ltd., London (Oktober 1974)
  2. Rolls-Royce Cloudesque (1995-1997)