Rollwerk

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Mann über einer Rollwerk­kartusche, Schloss Fontainebleau

Das Rollwerk ist eine Dekorationsform, die hauptsächlich in der deutschen Renaissance des 16. und frühen 17. Jahrhunderts vorkommt. Verschränkte und aufgerollte, durchgesteckte und mehrschichtige, plastisch wirkende Bandformen sind ihre Merkmale, die vor allem bei dekorativen Rahmungen, bei Wappen und Kartuschen vorkommen. Daher wird das Rollwerk auch als Kartuschenwerk bezeichnet, entsprechende Gebilde als "Rollwerkkartuschen".[1] Häufig tritt das Rollwerk in Kombination mit dem Beschlagwerk auf.[2]

Entwickelt wurde das Rollwerk um 1520 in der Schule von Fontainebleau, weiterentwickelt wurde es in den Niederlanden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lotte Pulvermacher: Das Rollwerk in der süddeutschen Skulptur und seine Entwicklung bis ca. 1620. J. H. E. Heitz, Straßburg 1931.
  • Günther Irmscher: Ornament in Europa, Köln 2005, S. 95.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann, Stichwort „Rollwerk“
  2. Stilentwicklung und Verbreitung im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit - Was war die Renaissance? (PDF) Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen, S. 72. Abgerufen am 20. Juni 2016.