Rollwerk

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Dieser Artikel beschreibt die Dekorationsform, für das Zerkleinerungswerk zur Schwarzpulverherstellung siehe Pulvermühle.
Mann über einer Rollwerk­kartusche, Schloss Fontainebleau

Das Rollwerk ist eine Dekorationsform, die hauptsächlich in der deutschen Renaissance des 16. und frühen 17. Jahrhunderts vorkommt. Verschlungene und aufgerollte, plastisch wirkende Bandformen sind ihre Merkmale, die vor allem bei Wappen und Kartuschen vorkommen. Daher wird das Rollwerk auch als Kartuschenwerk bezeichnet.[1] Die Hierarchie zwischen den Begriffen Kartusche und Rollwerk ist in der Literatur allerdings uneinheitlich, so dass die Kartusche teilweise auch als Kleinform des Rollwerks aufgefasst wird.[2] Häufig tritt das Rollwerk in Kombination mit dem Beschlagwerk auf.[3]

Entwickelt wurde das Rollwerk in der Schule von Fontainebleau, weiterentwickelt wurde es in den Niederlanden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lotte Pulvermacher: Das Rollwerk in der süddeutschen Skulptur und seine Entwicklung bis ca. 1620. J. H. E. Heitz, Straßburg 1931.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann, Stichwort „Rollwerk“
  2. Ornamentik und Buchkunst aus: Philipp Luidl, Helmut Huber: Ornamente. Novum Press. Bruckmann, München 1983
  3. Stilentwicklung und Verbreitung im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit - Was war die Renaissance? (PDF) Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen, S. 72. Abgerufen am 20. Juni 2016.