Rom (Mecklenburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Rom führt kein Wappen
Rom (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rom hervorgehoben
Koordinaten: 53° 27′ N, 11° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Parchimer Umland
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 33,68 km2
Einwohner: 802 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19372
Vorwahl: 038731
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 120
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Walter-Hase-Straße 42
19370 Parchim
Webpräsenz: www.amt-parchimer-umland.de
Bürgermeister: Dr. Volker Toparkus
Lage der Gemeinde Rom im Landkreis Ludwigslust-Parchim
BrandenburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis NordwestmecklenburgBanzkowPlatePlateSukowBengerstorfBesitz (Mecklenburg)BrahlstorfDersenowGresseGreven (Mecklenburg)Neu GülzeNostorfSchwanheideTeldauTessin b. BoizenburgBarninBülow (bei Crivitz)CrivitzCrivitzDemenFriedrichsruheTramm (Mecklenburg)ZapelDömitzGrebs-NiendorfKarenz (Mecklenburg)Malk GöhrenMallißNeu KalißVielankGallin-KuppentinGischowGranzinObere WarnowGehlsbach (Gemeinde)KreienKritzowLübzLübzMarnitzPassow (Mecklenburg)SiggelkowSuckowTessenowGehlsbach (Gemeinde)Werder (bei Lübz)Goldberg (Mecklenburg)DobbertinGoldberg (Mecklenburg)MestlinNeu PoserinTechentinGoldberg (Mecklenburg)BalowBrunowDambeckEldenaGorlosenGrabow (Elde)Karstädt (Mecklenburg)KremminMilow (bei Grabow)Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim)MuchowPrislichGrabow (Elde)ZierzowAlt ZachunBandenitzBelschBobzinBresegard bei PicherGammelinGroß KramsHoortHülseburgKirch JesarKuhstorfMoraasPätow-SteegenPicherPritzierRedefinSetzinStrohkirchenToddinWarlitzAlt KrenzlinBresegard bei EldenaGöhlenGroß LaaschLeussowLübesseLüblowRastowSülstorfUelitzWarlowWöbbelinBlievenstorfBrenz (Mecklenburg)Neustadt-GleweNeustadt-GleweCambsDobin am SeeGnevenPinnow (bei Schwerin)Langen BrützLeezen (Mecklenburg)Pinnow (bei Schwerin)Raben SteinfeldDomsühlDomsühlObere WarnowGroß GodemsZölkowKarrenzinLewitzrandRom (Mecklenburg)SpornitzStolpe (Mecklenburg)ZiegendorfZölkowBarkhagenGanzlinGanzlinGanzlinPlau am SeeBlankenberg (Mecklenburg)BorkowBrüelDabelHohen PritzKobrowKuhlen-WendorfKloster TempzinMustin (Mecklenburg)SternbergSternbergWeitendorf (bei Brüel)WitzinDümmer (Gemeinde)HolthusenKlein RogahnKlein RogahnPampowSchossinStralendorfWarsowWittenfördenZülowWittenburgWittenburgWittenburgWittendörpGallinKogelLüttow-ValluhnVellahnZarrentin am SchaalseeBoizenburg/ElbeLudwigslustLübtheenParchimParchimParchimHagenowKarte
Über dieses Bild

Rom ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Parchimer Umland mit Sitz in Parchim verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehem. Haltepunkt Rom (Meckl)

Die Gemeinde liegt 7 km östlich von Parchim und sieben Kilometer westlich von Lübz. Die Bundesstraße 191 verläuft durch die Gemeinde. Die Bundesautobahn 24 ist über die Anschlussstelle Parchim erreichbar (18 km). Das Gemeindegebiet wird südlich von der Müritz-Elde-Wasserstraße begrenzt. Im nördlichen Teil befindet sich das Darzer Hochmoor und das Wockertal. Der Haltepunkt Rom (Meckl) lag an der Bahnstrecke Parchim–Neubrandenburg.

Zur Gemeinde Rom zählen die Ortsteile Darze, Klein Niendorf, Lancken, Paarsch, Rom und Stralendorf.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lancken als das älteste Dorf der Gemeinde Rom wurde im Jahr 1229 erstmals urkundlich erwähnt.[3] Aus einer ehemaligen Meierei (um 1700) des Gutes Greven entstand ein Gut der Familien von Hammerstein (ab 1800), von Soden (ab 1806), Ritter von Henckel (nach 1824) sowie der Familien Blanck, Stucken und bis 1945 Wesendorf. 1830 erfolgte der Abriss des alten Gutshauses, unter der Familie Blanck wurde das noch existierende Herrenhaus, ein Backsteinbau mit Krüppelwalmdach, 1846 fertiggestellt. Ab 1960 diente es als Schule, ab 1984 als Kinderferienhaus und befindet sich heute in Privatbesitz.[4]

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rom wird 1310 villa Rome, 1320 Roma,[5] 1329 Rome und 1621 Rohm genannt. Der Name stammt aus dem slawischen und bezieht sich auf den Lokator: Ort des Rom.[6]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1951 wurde Stralendorf nach Darze eingemeindet. Am selben Tag kam Lancken zur Gemeinde Rom.

Am 13. Juni 2004 wurde Stralendorf eingemeindet.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Weltzien (1873–1944), Buchhändler, Literaturhistoriker und Redakteur der Parchimer Norddeutschen Post, wurde vor allem durch seine Tätigkeit für John Brinckman bekannt

Romersche Kikker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im mecklenburgischen Rom entstand um 1800 die lokale Apfelsorte Romersche Kikker. Eine synonyme Bezeichnung für den sehr süßen und saftigen Apfel lautet Goldrenette Romersche Kikker. Die Sorte galt einst als guter Tafel- und Wirtschaftsapfel, ist aber heute fast verschwunden.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rom (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung der Gemeinde.
  3. Mecklenburgisches Urkundenbuch I, hrsg. vom Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, in Kommission der Stiller'schen Hofbuchhandlung, Schwerin 1863, S. 356, Urk. 370: 1229. Juni 4. Parchim. Johann, Fürst von Meklenburg, bekennt, in den Dörfern Damm, Klokow, Lanken und Möderitz dem Kirchspiel Parchim 4 Capellen errichtet, und zur Entschädigung des Pfarrers zu Parchim die BurgCapelle daselbst mit 6 Hufen in Bök, welche Gerard von Malin geschenkt hatte, bewidmet zu haben.
  4. Gutshaus Lancken bei www.gutshaeuser.de
  5. Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (Hg.): Mecklenburgisches Urkundenbuch, Bd. 6: 1313–1321. Baerensprung, Schwerin 1870, S. 542, Urkunde Nr. 4199.
  6. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (Hg.): Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 46, 1881, S. 3–168.
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004.
  8. Landeshauptstadt Potsdam (Hg.): Obstatlas der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam : Ein pomologischer Führer. Potsdam 2012, S. 157.