Romano-Briten

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Der Begriff Romano-Briten beschreibt die romanisierte Kultur in Britannien und der Herrschaft des Römischen Reichs, als römische und christliche Kultur umfassend in das Leben der einheimischen keltisch sprechenden Bevölkerung Britanniens eingedrungen war.

Zum römischen Einfluss auf das britische Leben gehörte die Gewährung des römischen Bürgerrechts. Anfangs wurde hier sehr selektiv vorgegangen: Ratsmitglieder bestimmter Gruppen oder Orte, die dadurch zu Bürgern wurden; Veteranen, entweder Legionäre oder Soldaten aus Hilfstruppen; sowie eine Anzahl von Einheimischen, deren Schirmherren in der Lage waren, es für sie zu erlangen – einige der regionalen keltischen Könige, zum Beispiel Togidubnus, bekamen das Bürgerrecht auf diese Weise. Demnach wuchs die Zahl der römischen Bürger ständig, das Bürgerrecht wurde vererbt, und weitere Bewilligungen ausgesprochen. Schließlich wurde allen, die keine Sklaven oder ehemalige Sklaven waren, im Jahr 212 durch die Constitutio Antoniniana das Bürgerrecht gegeben.

Die übrigen Bewohner Britanniens, die keine Bürgerrechte genossen, waren peregrini, die weiter unter dem Recht ihrer Ahnen lebten. Die Hauptnachteile für sie waren:

  • Sie konnten kein Land nach italienischem Recht besitzen
  • Sie konnten nicht als Legionäre in der Armee dienen
    • obwohl sie bei den Hilfstruppen sein und Bürger aufgrund ihrer Entlassung werden konnten
  • Sie konnten nicht von römischen Bürgern erben.

Für die gewaltige Masse der britischen Einwohner, die an die Scholle gebundene Bauern waren, hätte das Bürgerrecht keine dramatischen Veränderungen in ihrem täglichen Leben gebracht.

Britannien war ferner eine Reihe von Jahren unabhängig vom Rest des Römischen Reichs, erst als ein Teil des Imperium Galliarum, dann ein paar Jahrzehnte unter den Usurpatoren Carausius und Allectus.

Das Christentum kam im 3. Jahrhundert nach Britannien. Eine frühe Persönlichkeit darin war Sankt Alban, der in der Nähe der römischen Stadt Verulamium (in der Gegend des heutigen St Albans) getötet wurde, der Überlieferung nach während der Regierungszeit des Kaisers Decius.

Nach dem Rückzug der römischen Truppen in der Zeit des Kaisers Honorius waren die Romano-Briten gezwungen, ihre romanisierte Zivilisation mit eigenen Mitteln zu verteidigen. Die Plünderungen der Pikten brachte sie dazu, auf dem Festland germanische Sachsen und Angeln als Söldner anzuwerben, die wiederum Land für ihre wachsende Bevölkerung suchten. Nach dem Sieg über die Pikten wandten sich die Angeln und Sachsen gegen ihre Gastgeber und beschränkten die Romano-Briten auf den Westteil der Insel, vor allem Wales und Cornwall.

Die Kämpfe dieser Zeit spiegeln sich in den Legenden um Uther Pendragon und Artus wider. Manchmal wird gesagt, dass Ambrosius Aurelianus, der Anführer der romano-britischen Kräfte, die Vorlage für den ersteren abgab, und dass Artus' Hof in Camelot eine idealisierte Erinnerung an die vor-sächsische romano-britische Zivilisation darstellt.