Ron Miles

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Ron Miles bei einem Konzert mit Bill Frisell. Innsbruck, 2009

Ron Miles (* 9. Mai 1963 in Indianapolis) ist ein US-amerikanischer Trompeter des Modern Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Miles wuchs in seiner Jugendzeit in Denver auf und begann mit der Trompete unter dem Einfluss der Musik von Dizzy Gillespie und Maynard Ferguson. Er studierte und arbeitete 1981 bis 1985 an der University of Colorado mit John Gunther, und 1986 graduierte er an der Manhattan School of Music. Er wurde dann Assistant Professor für Musik an Denvers Metropolitan State College. 1986 nahm er zwei Alben unter eigenem Namen auf (Distance for Safety und Witness). 1992 spielte er in einem Theater-Orchester, das durch Italien tourte und dann in dem von Mercer Ellington geleiteten Ellington Orchestra. Ab Mitte der 1990er Jahre arbeitete er mit Ginger Baker (Coward of the County, 1999) sowie mit Bill Frisell auf dessen Album Quartet (1996) und 1999 auf The Sweetest Punch mit Frisells Arrangements von Kompositionen Elvis Costellos und Burt Bacharachs. 2001 dann nahm er mit Frisell das Duo-Album Heaven (auf dem Label Sterling Circle). Im gleichen Jahr wirkte er auf The Anomaly von DJ Logic mit. 2002 folgte Laughing Barrel in Quartettbesetzung mit dem Gitarristen Brandon Ross, dem Bassisten Anthony Cox und dem Schlagzeuger Rudy Royston. Miles nahm außerdem Alben mit dem Tenorsaxophonisten Fred Hess, dem Sänger Joe Henry und Wayne Horvitz auf.

Die Autoren Richard Cook und Brian Morton sehen keine ausdrücklichen Bezüge beim „Namensvetter“ Miles Davis; vielmehr integriere Ron Miles besonders auf seinem Quartett-Album Laughing Barrel, das sie mit der höchsten Bewertung auszeichneten, Einflüsse von Joe Oliver (Parade) bis zu Dave Douglas.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

  • My Cruel Heart (Gramavision, 1996)
  • Woman's Day (Gramavision, 1997)
  • Ron Miles Trio (Capri, 2000).
  • Heaven (Sterling Circle, 2001) mit Bill Frisell
  • Laughing Barrel (Sterling Circle, 2002)
  • Blossom/Stone (Sterling Circle, 2006)
  • Quiver (Enja, 2012)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]