Rondonópolis

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Município de Rondonópolis
„Cidade Marechal Rondon“
„Roo“
„Princesinha do Sul“
Rondonópolis
Rondonópolis bei Nacht
Rondonópolis bei Nacht
Rondonópolis (Brasilien)
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Koordinaten 16° 28′ S, 54° 38′ WKoordinaten: 16° 28′ S, 54° 38′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Mato Grosso
Lage des Munizips im Bundesstaat Mato Grosso
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Gründung 10. Dezember 1953 (Stadtrecht)
10. August 1915 (Besiedlungsdekret)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Mato Grosso
Região intermediária Rondonópolis (seit 2017)
Região imediata Rondonópolis (seit 2017)
Höhe 227 m
Gewässer Rio Vermelho
Klima tropisch, Aw
Fläche 4.686,6 km²
Einwohner 195.476 (2010[1])
Dichte 41,7 Ew./km²
Schätzung 228.857 (1. Juli 2018)
Gemeindecode IBGE: 5107602
Zeitzone UTC–4
Website www.rondonopolis.mt.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Zé Carlos do Pátio (2017–2020)
Partei SD
Kultur
Schutzpatron Johannes der Täufer
Wirtschaft
BIP 9.418.111 Tsd. R$
43.025 R$ pro Kopf
(2016)
HDI 0,755 (2010)
Rathaus von Rondonópolis
Rathaus von Rondonópolis

Rondonópolis, amtlich Município de Rondonópolis, ist eine Großstadt im Süden des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso mit 195.476 Einwohnern (Volkszählung 2010). Zum 1. Juli 2018 schätzte das Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) die Einwohnerzahl auf 228.857 Bewohner, die Rondonopolitaner (rondonopolitanos) genannt werden.[1] Die Bevölkerungsdichte liegt wegen der sehr großen Gemeindefläche rechnerisch bei 47 Einwohnern je km².

Rondonópolis ist das Wirtschafts- und Versorgungszentrum und Verwaltungssitz der Region Südost-Mato Grosso und seit 1959 der Sitz des Bistums Rondonópolis-Guiratinga. Die Entfernung zur Hauptstadt Cuiabá beträgt 227 km.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rondonópolis wurde am Ufer des Rio Vermelho gegründet, einem Nebenfluss des Rio São Lourenço. Das Stadtzentrum liegt in einer Höhe von 227 m. Das Gemeindegebiet erstreckte sich 2010 über 4159,118 km², 2018 wurden 4686,622 km² bekannt gegeben.[1] Die urbane Fläche des Ortes selbst ist 38,7 km².[2]

Nachbarstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Rondonópolis grenzt direkt an folgende Städte: Juscimeira, Poxoréo, Itiquira, São José do Povo, Pedra Preta und Santo Antônio do Leverger.

Naturraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rondonópolis liegt im Hochland von Mato Grosso (Planalto do Mato Grosso) im Übergang der Feuchtsavanne (Campos cerrados) zum Tropischen Regenwald. Im Südwesten schließen sich die ausgedehnten Sümpfe des Pantanal an. Der Boden ist teils mit Terra Roxa Estruturada bedeckt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. August 1915 wurde per Dekret eine Siedlung am Rio Vermelho gegründet. Die Siedlung, Kern der späteren Stadt, wurde 1918 nach dem brasilianischen Pionier und späteren Marschall Cândido Rondon benannt.[3] Stadtrechte als sich selbstverwaltendes Munizip erhielt Rondonópilis am 10. Dezember 1953.

Seit den 1940er Jahren wächst Rondonópolis beständig durch Zuwanderung aus den anderen Bundesstaaten in den Mittelwesten Brasiliens.

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtpräfekt (Leiter der Exekutive) für die Amtszeit 2013 bis 2016 wurde nach der Kommunalwahl in Brasilien 2012 Percival Muniz von dem Partido Popular Socialista (PPS).[4] Er unterlag bei der Kommunalwahl in Brasilien 2016 Zé Carlos do Pátio, Mitglied der Partei Solidariedade (SD). Seine Amtszeit als Bürgermeister dauert von 2017 bis 2020.[5]

Die Legislative liegt bei der Câmara Municipal, der Stadtverordnetenkammer, die von 29 Stadträten (vereadores) gebildet wird.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rondonópolis ist in zahlreiche Stadtviertel (bairros) zergliedert, bekanntere sind:[6] Cidade Alta, Cidade Salmen, Vila Verde, Jardim das Palmeiras, Jardim Serra Dourada, Jardim Eldorado, Jardim Ipanema, Jardim Itapuâ, Jardim Liberdade, Jardim Luz da Yara, Jardim Maria Tereza, Jardim Mato Grosso, Jardim Padre Rodolfo, Jardim Pioneiros, Jardim Rui Balbosa, Jardim Sumaré, Planvile, Residencial Sagrada Família, Conjunto São José, Vila Esperança, Vila Rica, Vila Rosely, Vila Santo Antonio, Vila Operária, Jardim Carlos Bezerra, Cidade de Deus, Bairro Ananias filho, Bairro João de Barro, Bairro Alfredo de Castro, Jardim Padre Lothar.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den ausgehenden 1940er Jahren ist ein stetiger Bevölkerungsanstieg zu verzeichnen. Rondonópolis ist heute die drittgrößte Stadt des Bundesstaates Mato Grosso.

  • 1960: 022.554 Einw.
  • 1970: 062.551 Einw.
  • 1980: 082.293 Einw.
  • 1991: 126.082 Einw.
  • 2000: 150.227 Einw.
  • 2010: 195.476 Einw.
  • 2018: 228.857 Einw. (Schätzung)

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptanbaufrüchte des Landwirtschaftsgebietes im Norden sind Reis und Baumwolle. Auch Ölpalmen sind verbreitet. Seit den 1980er Jahren setzt die Landwirtschaft immer mehr auf Soja. Rondonópolis hat sich seither zu einem Zentrum der Soja-verarbeitenden Industrie entwickelt. Besonders groß parzellierte Äcker befinden sich südwestlich der Stadt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum treffen sich die Staatsstraßen BR-163 und BR-364, die die Bundeshauptstadt Brasília mit den Hauptstädten Cuiabá im Norden bzw. Campo Grande (Mato Grosso do Sul) im Süden verbinden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luci Léa Martins Tesoro: Rondonópolis-MT. Um entroncamento de mão única. LLLMT, São Paulo 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rondonópolis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Rondonópolis – Panorama. Abgerufen am 3. Juli 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Urbanização das cidades brasileiras. Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, abgerufen am 30. Juli 2008.
  3. História de Rondonópolis auf den Webseiten der Stadtpräfektur. Abgerufen am 18. September 2014 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Eleições 2012: Percival Muniz auf der Website www.eleicoes2012.info. Abgerufen am 18. September 2014 (brasilianisches Portugiesisch).
  5. UOL Eleições 2016 Rondonópolis/MT: Apuração de votos, resultado, prefeito e vereadores eleitos. In: com.br. UOL, abgerufen am 5. Juli 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  6. Bairros de Rondonópolis/MT. In: blog.br. 2014, abgerufen am 3. Juli 2019 (brasilianisches Portugiesisch).