Ronja von Rönne

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Ronja von Rönne auf der Leipziger Buchmesse 2017

Ronja Larissa von Rönne (* 16. Januar 1993[1] in Berlin) ist eine deutsche Bloggerin, Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Rönne wuchs im oberbayerischen Grassau auf. 2011 machte sie ihr Abitur am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.[2][3] Sie studierte zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später für kurze Zeit Publizistik an der Universität Wien.[4] Ab 2013 war sie zwei Jahre lang an der Universität Hildesheim im Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus eingeschrieben und zog dann nach Berlin.[5]

Seit 2012 betreibt von Rönne den Blog Sudelheft.[3] Dieser wurde 2012 auf der Jugendseite der Süddeutschen Zeitung vorgestellt.[6] Ab Februar 2015 schrieb von Rönne als Journalistin für die Tageszeitung Die Welt. Im Rahmen des von der Welt-Redaktion als „Radikalpositionen“ angekündigten Debattenschwerpunkts „Brauchen wir den Feminismus überhaupt noch?“ schrieb sie Anfang April 2015 auf welt.de den Beitrag „Warum mich der Feminismus anekelt“, in dem sie sich als antifeministisch positionierte: „Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin.“[7] Für ihren Text hätte sie mit dem silbernen Hauptpreis des Axel-Springer-Preises ausgezeichnet werden sollen. Sie distanzierte sich jedoch von ihrem Text und lehnte die Annahme des Preises ab.[8] Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel-Springer-Akademie, lobte Ronja von Rönnes Haltung.[9] Im Oktober 2017 verließ Rönne die Welt am Sonntag[10] und begann für Die Zeit und Zeit Online zu schreiben.[11]

Im Jahr 2015 wurde sie vom Literaturkritiker Hubert Winkels zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis[12] nach Klagenfurt eingeladen. Dort las sie den Text Welt am Sonntag.[12] Anfang 2016 veröffentlichte sie ihren Debütroman Wir kommen im Berliner Aufbau-Verlag, den sie auch als gekürztes Hörbuch einlas. Im Februar 2017 erschien im S. Fischer Verlag mit Heute ist leider schlecht: Beschwerden ans Leben eine Auswahl ihrer Kolumnen aus der Welt am Sonntag und ihrem Blog Sudelheft sowie neue Texte.

2015 trat sie im Video zur Single Bussi Baby der österreichischen Pop-Band Wanda auf.[13] Ab 2017 moderierte sie zusammen mit ihrem damaligen Freund, dem Schriftsteller Tilmann Rammstedt, den Podcast Rönne & Rammstedt. Uns fragt ja keiner bei Audible.[14] Im August 2017 moderierte sie zusammen mit Ingo Zamperoni die ARD-Talkshow Überzeugt uns!, bei der anlässlich der Bundestagswahl 2017 Politiker Fragen von Jungwählern beantworteten.[15] Seit Oktober 2017 moderiert sie abwechselnd mit Jonas Bosslet das Schwarz-Weiß-Format Streetphilosophy von weltrecorder für den deutsch-französischen Kultursender Arte.[16][17] 2019 ließ sich Rönne für eine Fotoserie auf einem von der Künstlerin Evelyn Weigert bemalten Sarg fotografieren.[18] Rönne thematisierte in verschiedenen Beiträgen ihre depressive Erkrankung.[19]

Von Rönne lebt in Berlin und Grassau.[20] Im Oktober 2019 gab sie auf Instagram ihre Verlobung mit dem Drehbuchautor Ben Braeunlich bekannt.[21]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Welt am Sonntag. In: Hubert Winkels (Hrsg.): Klagenfurter Texte. Die Besten 2015. Die 39. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Piper, München 2015, ISBN 978-3-492-05715-8, S. 123–134.
  • Ronja von Rönne: Wir kommen. Roman. Aufbau-Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-351-03632-4.
  • Heute ist leider schlecht. Beschwerden ans Leben. In diesem Buch erfahren Sie eine ganze Menge und was dagegen hilft. S. Fischer, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-596-03703-2 (203 S.).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ronja von Rönne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bar Talk mit Ronja von Rönne auf YouTube, 19. März 2019, abgerufen am 7. März 2020.
  2. Verabschiedung der Abiturienten des letzten G9 Jahrganges. (Nicht mehr online verfügbar.) In: lsh-marquartstein.de. Staatliches Landschulheim Marquartstein, 2. Mai 2011, archiviert vom Original am 18. April 2016; abgerufen am 5. September 2016.
  3. a b Autorenseite: Ronja von Rönne. In: Die Welt. Axel Springer SE, abgerufen am 5. September 2016.
  4. Marco Weise: Ronja von Rönne: „Sexismus. Meine Güte.“ In: kurier.at. 30. März 2016, abgerufen am 7. Mai 2019.
  5. Georg Diez: Schmollmundfatalismus. (PDF; 236 kB) In: Der Spiegel. SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  6. Carolina Heberling: Neues von der „Generation Glibber“. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 2012, archiviert vom Original am 6. Juli 2016; abgerufen am 5. September 2016.
  7. Ronja von Rönne: Warum mich der Feminismus anekelt. In: Die Welt. Axel Springer SE, 8. April 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  8. Ronja von Rönne lehnt Axel-Springer-Preis ab. In: Die Welt. Axel Springer SE, 2. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  9. David Denk: „Vorbildlich“. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 3. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  10. Ronja von Rönne: Ronja von Rönnes Abschiedsbrief an die WELT. In: Die Welt. WeltN24 GmbH, 24. September 2017, abgerufen am 24. September 2017.
  11. Nach zwei Jahren bei der Welt: Ronja von Rönne wechselt zur Zeit › Meedia. Abgerufen am 24. September 2017.
  12. a b Ronja von Rönne: Text Ronja von Rönne (D). In: bachmannpreis.orf.at. Ingeborg-Bachmann-Preis, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  13. Wanda: „Wer Ronja anrührt, stirbt!“ In: laut.de. Laut AG, 24. August 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  14. Felix Hackenbruch, Joachim Huber: „Ich habe ein massives Problem mit meiner Filterblase“. Ronja von Rönne im Interview. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 4. April 2020.
  15. Markus Ehrenberg: Nicht überzeugend: Der Politiker-Check im Ersten. In: Der Tagesspiegel. Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 22. August 2017, abgerufen am 28. August 2017.
  16. Sidney Schering: Ronja von Rönne steigt bei «Streetphilosophy» ein. In: quotenmeter.de, 3. November 2017.
  17. Streetphilosophy – Strebe nach Macht! (Memento vom 9. Dezember 2017 im Internet Archive) In: arte.tv, 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017 (nur Synopsis; Video war verfügbar vom 28. Oktober 2017 bis zum 9. Februar 2018).
  18. Mein Sarg | Monopol. Abgerufen am 4. April 2020.
  19. Über meine Depressionen zu sprechen, macht mich nicht zu einem mutigen Menschen. In: EDITION F. 15. August 2019, abgerufen am 4. April 2020.
  20. Ronja von Rönne. In: aufbau-verlag.de. Aufbau-Verlag, abgerufen am 5. September 2016.
  21. Ronja von Rönne auf Instagram: „Nachdem ich es heute schon wild auf Lesung verkündet habe: glücklich, jetzt neu mit Ring. Ich bin verlobt, aber noch viel mehr bin ich…“ Abgerufen am 31. Oktober 2019.