Ronja von Rönne

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Ronja von Rönne (2018)

Ronja Larissa von Rönne (* 16. Januar 1992[1] in Berlin) ist eine deutsche Bloggerin, Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Rönne wuchs im oberbayerischen Grassau auf. 2011 machte sie ihr Abitur am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.[2][3] Sie studierte zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später für kurze Zeit Publizistik an der Universität Wien.[4] Ab 2013 war sie zwei Jahre lang an der Universität Hildesheim im Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus eingeschrieben und zog dann nach Berlin.[5]

Seit 2012 betreibt von Rönne den Blog Sudelheft.[3] Dieser wurde 2012 auf der Jugendseite der Süddeutschen Zeitung vorgestellt.[6] Ab Februar 2015 schrieb von Rönne als Journalistin für die Tageszeitung Die Welt. Im Rahmen des von der Welt-Redaktion als „Radikalpositionen“ angekündigten Debattenschwerpunkts „Brauchen wir den Feminismus überhaupt noch?“ schrieb sie Anfang April 2015 auf welt.de den Beitrag „Warum mich der Feminismus anekelt“, in dem sie eine antifeministische Radikalposition formulierte: „Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin.“[7] Für ihren Text hätte sie mit dem silbernen Hauptpreis des Axel-Springer-Preises ausgezeichnet werden sollen. Sie distanzierte sich jedoch von ihrem teilweise missverstandenen[8] Text und lehnte die Annahme des Preises ab.[9] Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel-Springer-Akademie, lobte Ronja von Rönnes Haltung.[10] Im Oktober 2017 verließ Rönne die Welt am Sonntag[11] und begann für Die Zeit und Zeit Online zu schreiben.[12]

Im Jahr 2015 wurde sie vom Literaturkritiker Hubert Winkels zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis[13] nach Klagenfurt eingeladen. Dort las sie den Text Welt am Sonntag.[13] Anfang 2016 veröffentlichte sie ihren Debütroman Wir kommen im Berliner Aufbau-Verlag, den sie auch als gekürztes Hörbuch einlas. Die Theater-Uraufführung fand am 9. April 2017 in Dresden statt.[14] Im Februar 2017 erschien im S. Fischer Verlag mit Heute ist leider schlecht: Beschwerden ans Leben eine Auswahl ihrer Kolumnen aus der Welt am Sonntag und ihrem Blog Sudelheft sowie neue Texte.

2015 trat sie im Video zur Single Bussi Baby der österreichischen Pop-Band Wanda auf.[15] Ab 2017 moderierte sie zusammen mit ihrem damaligen Freund, dem Schriftsteller Tilmann Rammstedt, den Podcast Rönne & Rammstedt. Uns fragt ja keiner bei Audible.[16] Im August 2017 moderierte sie zusammen mit Ingo Zamperoni die ARD-Talkshow Überzeugt uns!, bei der anlässlich der Bundestagswahl 2017 Politiker Fragen von Jungwählern beantworteten.[17] Seit Oktober 2017 moderiert sie abwechselnd mit Jonas Bosslet das Schwarz-Weiß-Format Streetphilosophy von weltrecorder für den deutsch-französischen Kultursender Arte.[18][19] 2019 ließ sich Rönne für eine Fotoserie auf einem von der Künstlerin Evelyn Weigert bemalten Sarg fotografieren.[20] Rönne thematisierte in verschiedenen Beiträgen ihre depressive Erkrankung.[21] 2021 veröffentlichte sie das Hörspiel Ohne Ende aus der Essayreihe Artikel X auf Fyeo, das in Zusammenarbeit mit ihrem Mann entstand.

Von Rönne ist mit dem Drehbuchautor Ben von Rönne verheiratet[22] und lebt in Berlin und Grassau[23].

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ronja von Rönne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.zeit.de/autoren/R/Ronja_von-Roenne/index
  2. Verabschiedung der Abiturienten des letzten G9 Jahrganges. (Nicht mehr online verfügbar.) In: lsh-marquartstein.de. Staatliches Landschulheim Marquartstein, 2. Mai 2011, archiviert vom Original am 18. April 2016; abgerufen am 5. September 2016.
  3. a b Autorenseite: Ronja von Rönne. In: Die Welt. Axel Springer SE, abgerufen am 5. September 2016.
  4. Marco Weise: Ronja von Rönne: „Sexismus. Meine Güte.“ In: kurier.at. 30. März 2016, abgerufen am 7. Mai 2019.
  5. Georg Diez: Schmollmundfatalismus. (PDF; 236 kB) In: Der Spiegel. SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  6. Carolina Heberling: Neues von der „Generation Glibber“. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 2012, archiviert vom Original am 6. Juli 2016; abgerufen am 5. September 2016.
  7. Ronja von Rönne: Warum mich der Feminismus anekelt. In: Die Welt. Axel Springer SE, 8. April 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  8. Johannes Boie: Debatte über Ronja von Rönne:Beifall von der falschen Seite. In: Süddeutsche Zeitung. 31. Mai 2015, abgerufen am 23. März 2021.
  9. Ronja von Rönne lehnt Axel-Springer-Preis ab. In: Die Welt. Axel Springer SE, 2. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  10. David Denk: „Vorbildlich“. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 3. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  11. Ronja von Rönne: Ronja von Rönnes Abschiedsbrief an die WELT. In: Die Welt. WeltN24 GmbH, 24. September 2017, abgerufen am 24. September 2017.
  12. Nach zwei Jahren bei der Welt: Ronja von Rönne wechselt zur Zeit › Meedia. Abgerufen am 24. September 2017.
  13. a b Ronja von Rönne: Text Ronja von Rönne (D). In: bachmannpreis.orf.at. Ingeborg-Bachmann-Preis, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  14. Wir kommen, nach dem Roman von Ronja von Rönne, in einer Bearbeitung von Tea Kolbe und Julia Fahle. Staatsschauspiel Dresden, 9. April 2017, abgerufen am 23. November 2021.
  15. Wanda: „Wer Ronja anrührt, stirbt!“ In: laut.de. Laut AG, 24. August 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  16. Felix Hackenbruch, Joachim Huber: „Ich habe ein massives Problem mit meiner Filterblase“. Ronja von Rönne im Interview. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 4. April 2020.
  17. Markus Ehrenberg: Nicht überzeugend: Der Politiker-Check im Ersten. In: Der Tagesspiegel. Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 22. August 2017, abgerufen am 28. August 2017.
  18. Sidney Schering: Ronja von Rönne steigt bei «Streetphilosophy» ein. In: quotenmeter.de, 3. November 2017.
  19. Streetphilosophy – Strebe nach Macht! (Memento vom 9. Dezember 2017 im Internet Archive) In: arte.tv, 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017 (nur Synopsis; Video war verfügbar vom 28. Oktober 2017 bis zum 9. Februar 2018).
  20. Mein Sarg | Monopol. Abgerufen am 4. April 2020.
  21. Über meine Depressionen zu sprechen, macht mich nicht zu einem mutigen Menschen. In: EDITION F. 15. August 2019, abgerufen am 4. April 2020.
  22. Kurzprofil von Ben von Rönne auf der Seite seiner Agentur, abgerufen am 8. März 2021
  23. Ronja von Rönne. In: aufbau-verlag.de. Aufbau-Verlag, abgerufen am 8. März 2021.