Ronja von Rönne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ronja von Rönne auf der Leipziger Buchmesse 2017

Ronja Larissa von Rönne (* 16. Januar 1993[1] in Berlin) ist eine deutsche Bloggerin, Journalistin, Schriftstellerin und Moderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Rönne wuchs im oberbayerischen Grassau auf. 2011 machte sie ihr Abitur am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.[2][3] Sie studierte zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später für kurze Zeit Publizistik an der Universität Wien.[4] Ab 2013 war sie zwei Jahre lang an der Universität Hildesheim im Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus eingeschrieben und zog dann nach Berlin.[5]

Seit 2012 betreibt von Rönne den Blog Sudelheft.[3] Dieser wurde 2012 auf der Jugendseite der Süddeutschen Zeitung vorgestellt.[6]

Ab Februar 2015 schrieb von Rönne als Journalistin für die Tageszeitung Die Welt. Im Rahmen des von der Welt-Redaktion als „Radikalpositionen“ angekündigten Debattenschwerpunkts „Brauchen wir den Feminismus überhaupt noch?“ schrieb sie Anfang April 2015 auf welt.de den Beitrag „Warum mich der Feminismus anekelt“, in dem sie sich betont antifeministisch gab: „Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin.“[7] Für ihren Text hätte sie mit dem silbernen Hauptpreis des Axel-Springer-Preises ausgezeichnet werden sollen. Sie distanzierte sich jedoch von ihrem Text und lehnte die Annahme des Preises ab:[8] „Mein Plan war nie, die Galionsfigur des Antifeminismus zu werden. Mein Text war eine spontane Wutrede im Kontext einer Debatte und sollte kein lebenslanges Statement sein. Einzelne Sätze sind sehr missverständlich, und für derart Missverständliches kann ich keinen Preis annehmen.“[8] Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel-Springer-Akademie, lobte Ronja von Rönnes Haltung: „Wir finden die selbstkritische Haltung, die dieser Entscheidung zugrunde liegt, vorbildlich.“[9] Im September 2017 gab von Rönne in der Welt am Sonntag bekannt, die Zeitung zum 1. Oktober zu verlassen,[10] und kündigte an, künftig für Die Zeit und Zeit Online zu schreiben.[11]

Im Jahr 2015 wurde sie von dem Journalisten und Literaturkritiker Hubert Winkels zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis[12] nach Klagenfurt eingeladen. Dort las sie, bei den „Hunger Games des Literaturbetriebes“, den Text Welt am Sonntag.[12]

Im selben Jahr trat sie in dem Video für die Leadsingle des zweiten Albums Bussi Baby der österreichischen Pop-Band Wanda auf.[13]

Anfang 2016 veröffentlichte sie ihren Debütroman Wir kommen im Berliner Aufbau-Verlag. Im Februar 2017 erschien im S. Fischer Verlag mit Heute ist leider schlecht: Beschwerden ans Leben eine Auswahl ihrer Kolumnen aus der Welt am Sonntag und ihrem Blog Sudelheft sowie neue Texte.

Im August 2017 moderierte sie zusammen mit Ingo Zamperoni die ARD-Talkshow Überzeugt uns!, bei der anlässlich der Bundestagswahl 2017 Politiker Fragen von Jungwählern beantworteten.[14]

Seit Oktober 2017 moderiert sie abwechselnd mit Jonas Bosslet das Schwarz-Weiß-Format Streetphilosophy von weltrecorder für den deutsch-französischen Kultursender Arte.[15][16]

Von Rönne lebt in Berlin und Grassau.[17] Im Oktober 2019 gab sie auf Instagram ihre Verlobung mit Ben Braeunlich bekannt.[18]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ronja von Rönne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bar Talk: Bar Talk mit Ronja von Rönne. 19. März 2019, abgerufen am 22. Mai 2019.
  2. Verabschiedung der Abiturienten des letzten G9 Jahrganges. In: lsh-marquartstein.de. Staatliches Landschulheim Marquartstein, 2. Mai 2011, abgerufen am 5. September 2016.
  3. a b Autorenseite: Ronja von Rönne. In: Die Welt. Axel Springer SE, abgerufen am 5. September 2016.
  4. Marco Weise: Ronja von Rönne: "Sexismus. Meine Güte." In: kurier.at. 30. März 2016, abgerufen am 7. Mai 2019.
  5. Georg Diez: Schmollmundfatalismus. (PDF) In: Der Spiegel. SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  6. Carolina Heberling: Neues von der „Generation Glibber“. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 2012, abgerufen am 5. September 2016.
  7. Ronja von Rönne: Warum mich der Feminismus anekelt. In: Die Welt. Axel Springer SE, 8. April 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  8. a b Ronja von Rönne lehnt Axel-Springer-Preis ab. In: Die Welt. Axel Springer SE, 2. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  9. David Denk: "Vorbildlich". In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 3. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  10. Ronja von Rönne: Ronja von Rönnes Abschiedsbrief an die WELT. In: Die Welt. WeltN24 GmbH, 24. September 2017, abgerufen am 24. September 2017.
  11. Nach zwei Jahren bei der Welt: Ronja von Rönne wechselt zur Zeit › Meedia. Abgerufen am 24. September 2017.
  12. a b Ronja von Rönne: Text Ronja von Rönne (D). In: bachmannpreis.orf.at. Ingeborg-Bachmann-Preis, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  13. Wanda: "Wer Ronja anrührt, stirbt!" In: laut.de. Laut AG, 24. August 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  14. Markus Ehrenberg: Nicht überzeugend: Der Politiker-Check im Ersten. In: Der Tagesspiegel. Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 22. August 2017, abgerufen am 28. August 2017.
  15. Sidney Schering: Ronja von Rönne steigt bei «Streetphilosophy» ein, quotenmeter.de, 3. November 2017.
  16. Streetphilosophy – Strebe nach Macht! (Memento des Originals vom 9. Dezember 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.arte.tv, arte.tv, abgerufen am 8. Dezember 2017: "Verfügbar: vom 28. Oktober 2017 bis zum 9. Februar 2018"
  17. Ronja von Rönne. In: aufbau-verlag.de. Aufbau-Verlag, abgerufen am 5. September 2016.
  18. Ronja von Rönne auf Instagram: „Nachdem ich es heute schon wild auf Lesung verkündet habe: glücklich, jetzt neu mit Ring. Ich bin verlobt, aber noch viel mehr bin ich…“ Abgerufen am 31. Oktober 2019.