Ronja von Rönne

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Ronja von Rönne auf der Leipziger Buchmesse 2017

Ronja Larissa von Rönne (* 16. Januar 1992 in Berlin) ist eine deutsche Bloggerin, Journalistin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Rönne wuchs im oberbayerischen Markt Grassau auf. 2011 machte sie ihr Abitur am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.[1][2] Anschließend studierte sie zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später auch Publizistik und Rechtswissenschaften. In dieser Zeit litt sie unter Depressionen und Panikattacken, ausgelöst durch ein drogeninduziertes Trauma (LSD-Überdosis).[3][4] Später studierte sie „einen Monat lang“ Publizistik an der Universität Wien.[5] 2013 begann sie an der Universität Hildesheim das Studium Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus; sie schloss die Studiengänge nicht ab.[4]

Seit 2012 betreibt von Rönne den Blog Sudelheft.[2] Dieser wurde 2012 auf der Jugendseite der Süddeutschen Zeitung vorgestellt.[6]

Seit Februar 2015 schreibt von Rönne als Journalistin für die Tageszeitung Die Welt. Im Rahmen des von der Welt-Redaktion als „Radikalpositionen“ angekündigten Debattenschwerpunkts „Brauchen wir den Feminismus überhaupt noch?“ schrieb sie Anfang April 2015 auf welt.de den Beitrag „Warum mich der Feminismus anekelt“, in dem sie sich betont antifeministisch gibt: „Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin.“[7] Für ihren Text hätte sie mit dem silbernen Hauptpreis des Axel-Springer-Preises ausgezeichnet werden sollen. Sie distanzierte sich jedoch von ihrem Text und lehnte die Annahme des Preises ab:[8] „Mein Plan war nie, die Galionsfigur des Antifeminismus zu werden. Mein Text war eine spontane Wutrede im Kontext einer Debatte und sollte kein lebenslanges Statement sein. Einzelne Sätze sind sehr missverständlich, und für derart Missverständliches kann ich keinen Preis annehmen.“[8] Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel-Springer-Akademie, lobte Ronja von Rönnes Haltung: „Wir finden die selbstkritische Haltung, die dieser Entscheidung zugrunde liegt, vorbildlich.“[9]

Im Jahr 2015 wurde sie von dem Journalisten und Literaturkritiker Hubert Winkels zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis[10] nach Klagenfurt eingeladen. Dort las sie den Text Welt am Sonntag.[10]

Im selben Jahr trat sie in dem Video für die Leadsingle des zweiten Albums Bussi Baby der österreichischen Pop-Band Wanda auf.[11]

Anfang 2016 veröffentlichte sie ihren Debütroman Wir kommen im Berliner Aufbau-Verlag. Im Februar 2017 erschien im S. Fischer Verlag mit Heute ist leider schlecht: Beschwerden ans Leben eine Auswahl ihrer Kolumnen aus der Welt am Sonntag und ihrem Blog Sudelheft sowie neue Texte.

Von Rönne lebt in Berlin und Grassau.[12]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verabschiedung der Abiturienten des letzten G9 Jahrganges. Staatliches Landschulheim Marquartstein, 2. Mai 2011, abgerufen am 5. September 2016.
  2. a b Autorenseite: Ronja von Rönne. In: Die Welt. Axel Springer SE, abgerufen am 5. September 2016.
  3. Ronja von Rönne bei "Hörbar Rust" am 03.04.2016 Min.: 38:18-40:09. Radio Eins, 3. April 2016, abgerufen am 7. September 2016.
  4. a b Georg Diez: Schmollmundfatalismus. In: Der Spiegel. SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 2015, abgerufen am 5. September 2016 (PDF).
  5. Ronja von Rönne bei "Willkommen Österreich" am 26.04.2016. YouTube, 26. April 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  6. Carolina Heberling: Neues von der „Generation Glibber“. In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 2012, abgerufen am 5. September 2016.
  7. Ronja von Rönne: Warum mich der Feminismus anekelt. In: Die Welt. Axel Springer SE, 8. April 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  8. a b Ronja von Rönne lehnt Axel-Springer-Preis ab. In: Die Welt. Axel Springer SE, 2. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  9. David Denk: "Vorbildlich". In: Süddeutsche Zeitung. Süddeutscher Verlag, 3. Mai 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  10. a b Ronja von Rönne: Text Ronja von Rönne (D). Ingeborg-Bachmann-Preis, 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  11. Wanda: "Wer Ronja anrührt, stirbt!" In: laut.de. Laut AG, 24. August 2015, abgerufen am 5. September 2016.
  12. Ronja von Rönne. Aufbau-Verlag, abgerufen am 5. September 2016.