Ronsberg

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Ronsberg. Zum Adelsgeschlecht siehe Ronsberg (Adelsgeschlecht).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Ronsberg
Ronsberg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Ronsberg hervorgehoben
Koordinaten: 47° 54′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Höhe: 701 m ü. NHN
Fläche: 16,53 km2
Einwohner: 1708 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 87671, 87724
Vorwahl: 08306
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 165
Adresse der
Marktverwaltung:
Schulweg 3
87671 Ronsberg
Webpräsenz: www.ronsberg.de
Bürgermeister: Gerhard Kraus (FW)
Lage des Marktes Ronsberg im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Ronsberg ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.

Kirche und Papierfabrik

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ronsberg liegt in der Region Allgäu und wird von der Östlichen Günz durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Markt Ronsberg gehören neben dem Hauptort folgende Ortsteile:[2] Bihls, Birkach, Buchstock, Dingisweiler, Grub, Haldenbauer (mit Wolfs verbunden), Holzheu (Hahnenbühl), Kappelhof, Letten, Meuren, Neuenried, Oberweiler, Schochen (PLZ 87724), Sigmaiers, Unterweiler, Wolfs und Zadels.

Es existiert nur die Gemarkung Ronsberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Ronsberg erbauten die Herren von Ursin um 1130 nach ihrer Übersiedelung ihre neue Stammburg. Zuvor waren sie seit etwa 980 in Irsee ansässig. Die sich nach ihrem neuen Stammsitz nennenden Ursin-Ronsberger stiegen 1182 in den Markgrafenstand auf. 1212 erloschen sie im Mannesstamm.[3] Der 1546 zum Markt erhobene Ort Ronsberg war seit dem 13. Jahrhundert Sitz einer Herrschaft. Diese, insgesamt unter österreichischer Landeshoheit, war zwischen dem Fürstentum Kempten und der Abtei Ottobeuren geteilt. Der Ort Ronsberg selber lag im kemptischen Teil der Herrschaft. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Der Bau der ersten Pfarrkirche in Ronsberg fand von 1845 bis 1847 statt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform der Weiler Bihls aus der bis dahin selbständigen Gemeinde Willofs eingegliedert. Das übrige Gebiet der aufgelösten Gemeinde wurde nach Obergünzburg umgegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1482 Einwohner
  • 1970: 1665 Einwohner
  • 1987: 1623 Einwohner
  • 1991: 1672 Einwohner
  • 1995: 1713 Einwohner
  • 2000: 1713 Einwohner
  • 2005: 1658 Einwohner
  • 2010: 1629 Einwohner
  • 2015: 1708 Einwohner

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Gerhard Kraus (Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Peter Wertek (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein goldener Löwe, der ein von Blau und Silber schräg geteiltes Panier an einer ebenso schräg gebänderten Stange in den Vorderpranken hält.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 1145 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 47 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 619. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 50 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1069 ha, davon waren 1022 ha Dauergrünfläche. Ein bedeutender Betrieb im Ort ist der finnische Verpackungshersteller Huhtamaki, Niederlassung Ronsberg mit über 500 Arbeitsplätzen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2008 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 85 Kindergartenplätze mit 75 Kindern
  • Volksschulen: eine mit elf Lehrern und 153 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußballnationalspieler Mario Götze (* 1992), verbrachte hier die ersten sechs Jahre seines Lebens, bevor seine Eltern nach Dortmund umzogen.

Barbara Lochbihler, seit 2009 Abgeordnete des Europäischen Parlaments, ist im Ort aufgewachsen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ronsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=2032&attr=590&modus=automat&tempus=20140109/225923&hodie=20140109/225938
  3. Vgl. Marcus Simm: Des Königs Stadt zu Buron. Kaufbeuren - Eine stadtarchäologische Studie zu Genese, früher Entwicklung und Topographie. Thalhofen, 2012. 173.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 519