Poběžovice

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Poběžovice
Wappen von Poběžovice
Poběžovice (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Plzeňský kraj
Bezirk: Domažlice
Fläche: 3389 ha
Geographische Lage: 49° 31′ N, 12° 48′ O49.51111111111112.802222222222435Koordinaten: 49° 30′ 40″ N, 12° 48′ 8″ O
Höhe: 435 m n.m.
Einwohner: 1.616 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 345 22
Verkehr
Bahnanschluss: Staňkov–Poběžovice
Domažlice–Tachov
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Hynek Říha (Stand: 2007)
Adresse: náměstí Míru 47
345 22 Poběžovice
Gemeindenummer: 554111
Website: www.pobezovice.cz

Poběžovice (deutsch Ronsperg) ist eine westböhmische Kleinstadt im Okres Domažlice mit 1.658 Einwohnern. Sie liegt in 435 m ü.M. an der Pivoňka im Vorland des Oberpfälzer Waldes.

Hotel Hubertus
Pfarrhof am Marktplatz von Poběžovice
Kirche von Poběžovice

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung von Poběžovice steht im Zusammenhang mit Zdeněk von Poběžovice, der in den Jahren 1359-1373 belegt ist. 1424 wurde es zum Marktflecken erhoben 1502, zur Stadt. In dieser Zeit erbaute der Besitzer Dobrohost von Poběžovice auch die Burg und eine Kirche und benannte die Stadt in Ronšperk (deutsch Ronsperg) um. Von 1542-1621 gehörte die Stadt den Herren von Schwanberg (Švamberk), später den Herren von Wunschwitz und im 19. Jahrhundert den Grafen von Thun und Hohenstein. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts war Ronsperg Sitz eines Bezirksgerichts (Gerichtsbezirk Ronsperg) im Bezirk Bischofteinitz. Bis 1945 war das Schloss Ronsperg Sitz der Reichsgrafen von Coudenhove-Kalergi. Die bis 1945 überwiegend deutsche Bevölkerung wurde fast vollständig vertrieben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Poběžovice gehören die Ortsteile Ohnišťovice (Wonischen), Sedlec (Sadl), Sezemín (Zeißermühl), Šibanov (Schiefernau), Šitboř (Schüttwa) und Zámělíč (Klein Semlowitz).

Religion[Bearbeiten]

In Poběžovice befand sich ab dem 17. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die bis zum Jahre 1859 eine Jeschiwa unterhielt. Poběžovice war auch Sitz des Kreisrabbiners für den Pilsener und Klattauer Kreis.[2] Nordwestlich von Poběžovice, nördlich der Straße 5(6)A Poběžovice - Drahotin befindet sich mitten im Feld der alte jüdische Friedhof von Poběžovice, zu dem eine befestigte Zufahrt mit Parkplatz gebaut worden ist.Der Zugang zum Friedhof erfolgt linker Hand durch ein Eisentor, nicht durch das Haupttor). Von über 500 sind nur noch etwa 50 Gräber erhalten.[3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Bauer, Franz (Hg.): Ronsperg. Ein Buch der Erinnerung, Furth im Wald 1970.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Poběžovice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)
  2. Josef Hüttl: Das kirchlich-religiöse Leben in unserem Heimatkreis. In Franz Liebl, Heimatkreis Bischofteinitz (Hrsg.): Unser Heimatkreis Bischofteinitz. Brönner & Daentler KG, Eichstätt 1967, S. 479
  3. Chamer Zeitung, vom 29. Mai 2013, zum Download auf http://www.pobezovice.cz/?module=dokument&action=display_dokument&id=6720
  4. Chamer Zeitung, vom 29. Mai 2013, zum Download auf http://www.pobezovice.cz/?module=dokument&action=display_dokument&id=6720
  5. Franz Bauer: Ronsperg. In: Franz Liebl, Heimatkreis Bischofteinitz (Hrsg.): Unser Heimatkreis Bischofteinitz. Brönner & Daentler KG, Eichstätt 1967, S. 228.