Rosa damascena

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Damaszener-Rose
Rosa 'Madame Hardy'

Rosa 'Madame Hardy'

Gruppe Floribundarose
Herkunft England
bekannt seit 1832
Züchter unbekannt
Liste von Rosensorten

Die Gruppe der Damaszener-Rosen, Rosa × damascena ist eine Zuchtform mit schwerem, betörendem Duft aus Kleinasien, die schon seit der Antike kultiviert wird. Mit den Kreuzrittern des 13. Jahrhunderts kamen die Damaszener-Rosen über Frankreich in die europäischen Gärten.

Sie werden zu den alten Rosen gezählt. Neben den sommerblühenden Sorten, die vermutlich von der Rosa gallica und Rosa phoenicia abstammen, gibt es zweimalblühende „Herbst-Damaszener-Rosen“. Diese sind wahrscheinlich aus einer Kreuzung von Rosa gallica mit Rosa moschata entstanden. Eine Erforschung des Erbgutes bei Rose de Resht deutet darauf hin, dass die Herbstdamaszenerrosen ihre Fähigkeit, öfter zu blühen, bei Rosa fedtschenkoana erworben haben.

Die Rosa damascena werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Die Sorte 'Trigintipetala', synonym 'Kazanlik' (nach der Stadt Kasanlak im bulgarischen Rosental), wird als „Bulgarische Ölrose“ (bulg. Трендафил / Trendafil) bereits 1689 erwähnt. Ihre überhängenden Blüten sind rosa, halbgefüllt und entfalten einen starken Duft. Sie gehört zu den sommerblühenden Damaszener-Rosen, wächst kräftig und wird bis zu zwei Meter hoch.

'York and Lancaster', eine weiß-rote Sorte, erinnert an das Ende des sogenannten Rosenkrieges um das englische Königshaus. Im Wappen wurde die weiße Rose des Hauses York, Rosa × alba 'Maxima', über die rote Rose des Hauses Lancaster, Rosa gallica 'Officinalis' gelegt. So entstand die heutige Wappenrose des englischen Königshauses, die Tudor-Rose.

Die größten Anbaugebiete der Damaszener Rose liegen in Bulgarien. Dort im Rosental werden zirka 1,5 Tonnen Rosenöl pro Jahr destilliert.

Medizinische Wirkungen[Bearbeiten]

Die Damaszener-Rose ist Heilpflanze des Jahres 2013. Nach Angaben des Vereins NHV, der die Pflanze dazu gekürt hat, wirkt die Pflanze entzündungshemmend, krampflösend und fiebersenkend. Die Aromatherapie verwendet ihr ätherisches Öl u.a. zur seelischen und körperlichen Entspannung[1].

Sorten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Schultheis: Rosen. Die besten Arten und Sorten für den Garten. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-6601-1.
  • Heinrich Schultheis, Helga Urban, Klaus Urban: Rosenlexikon. Die Rosen der Welt. 2. Auflage. CEDION Systems GmbH, Troisdorf 2001, ISBN 3-932045-25-4 (CD-ROM).
  • Peter Beales: Klassische Rosen. Blütenträume für jeden Garten. Erweiterte deutsch-sprachige Ausgabe. DuMont-Monte-Verlag, Köln 2002, ISBN 3-8320-8736-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Apothekenkalender. 2013, ZDB-ID 2661917-9.

Weblinks[Bearbeiten]