Rosche

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Wappen Deutschlandkarte
Rosche
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosche hervorgehoben

Koordinaten: 52° 59′ N, 10° 45′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Rosche
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 72,16 km2
Einwohner: 2041 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29571
Vorwahlen: 05803, 05863Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 018
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lüchower Str. 15
29571 Rosche
Bürgermeister: Michael Widdecke (CDU)
Lage der Gemeinde Rosche im Landkreis Uelzen
Sachsen-AnhaltLandkreis CelleLandkreis GifhornLandkreis HarburgLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis LüneburgWriedelWriedelLandkreis HeidekreisAltenmedingenBad BevensenBad BodenteichBarum (Landkreis Uelzen)BienenbüttelEbstorfEbstorfGerdauEimkeEmmendorfGerdauGerdauHanstedt (Landkreis Uelzen)HimbergenJelmstorfLüder (Lüneburger Heide)NatendorfOetzenRätzlingen (Niedersachsen)RömstedtRoscheSchwienauSoltendieckWrestedtStoetzeSuderburgSuderburgSuhlendorfUelzenUelzenWeste (Niedersachsen)WrestedtWrestedtWriedelKarte
Über dieses Bild

Rosche ist eine Gemeinde im Landkreis Uelzen, Niedersachsen. Die Gemeinde Rosche ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Rosche.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumlich ist das Gebiet um die Gemeinde dem Uelzener Becken zuzuordnen, es liegt im Osten der Lüneburger Heide. Das Umland war früher ein Heide-, Sumpf- und Feuchtgebiet im Bachverlauf der Wipperau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rosche besteht aus den Ortsteilen Borg, Gauel, Göddenstedt, Gut Göddenstedt, Hohenweddrien, Katzien, Nateln, Neumühle, Polau, Probien, Retzien, Rosche-Prielip, Schwemlitz, Schmölau, Stütensen, Teyendorf und Zarenthien sowie der Göddenstedter Mühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Ort Rosche-Prielip zeigt sich durch den zugebauten Rundling im früheren Ort Prielip, dass dort früher, vor rund 2400 Jahren, Slaven gelebt haben.

Im Jahre 1130 wurde Rosche zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Im späten Mittelalter gehörte Rosche jedoch zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, nahe der damals sehr wohlhabenden Stadt Uelzen, die in der ganzen Umgebung wegen der Uhlenköpergeschichte sehr bekannt war und viel Handel trieb; der Hauptgrund, warum Uelzen damals so wohlhabend war. So wurde Rosche durch den Handel mit Uelzen ebenfalls wohlhabend. Rosche handelte vor allem mit Kartoffeln und mit aus Mehl gebackenen Broten, der Handel brach nach dem großen Brand von Uelzen zusammen. In die Neuzeit wurde das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg zum Königreich Hannover, zu dieser Zeit war Uelzen nach dem großen Brand schon wieder aufgebaut, so konnte der Handel auch wieder aufgebaut werden.

Zum Beginn der deutschen Kaiserzeit und der immer weiter währenden Ausbreitung Preußens verschwand auch das Königreich Hannover. Zu dieser Zeit wurde die Zuckerfabrik in Uelzen gebaut, dies beeinflusste auch den Handel mit Uelzen, denn für Zucker braucht man Zuckerrohr oder Zuckerrüben. Da man kein Zuckerrohr in Deutschland anbauen kann, haben damals viele Bauernhöfe Zuckerrüben angebaut, darunter auch viele Bauernhöfe in Rosche und Umgebung. So wurden nicht nur die Händler durch dem Handel mit Uelzen reich, sondern auch die bis dahin noch armen Bauern. Mit dem Geld für die Zuckerrüben konnten sich die Bauern nicht nur in Rosche und Umgebung, sondern auch im ganzen späteren Landkreis Uelzen große, schöne, wertvolle Höfe bauen lassen, die Rübenburgen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Borg, Göddenstedt, Hohenweddrien, Katzien, Nateln, Polau, Schmölau, Schwemlitz, Stütensen, Teyendorf und Zarenthien eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2021
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,5 %
(+0,9 %p)
18,9 %
(−6,8 %p)
15,0 %
(+1,3 %p)
4,6 %
(n. k. %p)
2016

2021


Der Rat der Gemeinde Rosche setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

Wahljahr CDU SPD Grüne FDP Gesamt
2021[3] 8 2 2 1 13 Sitze
2016[4] 8 3 2 - 13 Sitze

Letzte Kommunalwahl am 12. September 2021

Bürgermeister/Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Bürgermeister ist Michael Widdecke (CDU). Zum Gemeindedirektor hat der Gemeinderat den allgemeinen Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters Rolf Musik ernannt. Die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde werden im Samtgemeinderathaus erledigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Rosche ist in Rot und Gold gespalten. Links ein zwölffach gefiedertes silbernes Eschenblatt. Rechts ein blauer Wellenbach, begleitet oben von einem blauen Mühlstein und unten von einem blauen Pflugschar.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neumühle

Die Kirche St. Johannis ist ein neugotischer Saalbau aus Backstein, der um 1800 nach Plänen des Architekten Ernst Wilhelm Wagner erbaut und 1862 eingeweiht wurde.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportverein des Ortes ist der „SV Rosche“, in dem mehrere Sportarten angeboten werden. Die Fußballmannschaft der 1. Herren spielte Ende der 1990er Jahre in der Landesliga Niedersachsen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Becker (* 10. Dezember 1955), Leichtathlet, Vizeeuropameister

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosche wurde als gleichnamige Karte für das Computerspiel ARMA 3 umgesetzt.[5] Die Karte gibt die Gemeinde sowie dessen Umland sehr detailgetreu mit einer Gesamtfläche von 236 km² wieder und lässt sich als Modifikation in das Spiel einbauen und mit beliebigen anderen Modifikationen kombinieren. Die Aufgaben des Spielers können daher von einem Militäreinsatz bis hin zu einer Alltags-Simulation variieren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 238.
  3. Ergebnis Gemeinderatswahl 2021. Abgerufen am 4. August 2022.
  4. Ergebnis Gemeinderatswahl 2016
  5. Steam Workshop :: Rosche, Germany. Abgerufen am 23. Oktober 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rosche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien