Roselend-Talsperre

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Roselend-Talsperre
Lac du Roselend02.jpg
Lage: Savoyen, Frankreich
Größere Städte in der Nähe: Albertville
Roselend-Talsperre (Savoie)
Roselend-Talsperre
Koordinaten 45° 41′ 0″ N, 6° 37′ 0″ OKoordinaten: 45° 41′ 0″ N, 6° 37′ 0″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1955–1962
Höhe über Talsohle: 149 m
Höhe über Gründungssohle: 150 m
Höhe der Bauwerkskrone: 1559,00 m
Bauwerksvolumen: 925.000 m³
Kronenlänge: 804 m
Kronenbreite: 3 m
Basisbreite: 22 m
Krümmungsradius: 215 m
Kraftwerksleistung: 546 MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 1557,00 m
Wasseroberfläche 3,2 km²
Speicherraum 185 Mio. m³
Gesamtstauraum: 187 (?) Mio. m³
Einzugsgebiet 44 km²
Bemessungshochwasser: 90 m³/s

Die Roselend-Talsperre (französisch: Barrage de Roselend) ist eine große Talsperre im Beaufortin-Massiv bei Albertville, Département Savoyen, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes in Frankreich. Sie wurde 1960 in Betrieb genommen. Der gestaute Fluss ist der Doron; der Stausee heißt Lac de Roselend. Die Anlage ist Teil des Wasserkraftwerks Beaufortain.

Das Absperrbauwerk ist eine Kombination aus einer Bogenstaumauer und einer Pfeilerstaumauer. Der mittlere, höchste Teil wird durch einen Bogen mit einem Radius von 215 m gebildet; an den Seiten sind die weniger hohen Pfeilermauern. Am Bau waren die Ingenieure Jean Bellier und André Coyne und der Architekt Henri Marty beteiligt. Die Talsperre ist die vierthöchste Frankreichs.

Wasserkraftwerk Beaufortin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtanlage besteht aus dem oberen Staubecken Roselend mit der Roselend-Talsperre, dem hydraulisch verbundenen zwei kleineren Staubecken barrages de la Gittaz mit 13'000'000 m³ und Saint-Guérinder mit 13'000'000 m³ und dem älteren Bauwerk(1942-45) mit dem See Lac de la Girotte mit 50'000'000 m³ (später wurde eine Galerie zum Gletscher Tré La Tête von 13 km Länge zur Speisung gebaut). Schließlich endet der Druckstollen in der Kraftwerkszentrale Bâthie mit dem Rückhaltebecken in unmittelbarer Nähe der Zentrale zwischen dem Flussbett der Isère und der Nationalstraße RN90 mit einem Fassungsvermögen von 50'000 m³.[1]

Gegenwärtig wird das Kraftwerk ausgebaut. Die bisherige Leistung der 6 Maschinengruppen von je 92 MW wird auf je 100 MW gesteigert. Dabei wird auch der Gesamtwirkungsgrad erhöht. Dies wird erreicht durch verbesserte Einläufe und Düsen sowie neue Pelton-Räder. Auch der Blocktransformator und die el. Ausrüstung pro Gruppe wird erneuert. Das ganze Umbauprojekt dauert bis 2018 und hat budgetierte Kosten von 50 Mio EUR.[2]

Das Wasserkraftwerk der Talsperre leistet 546 MW und produziert jährlich 1070 GWh. Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird es 600MW Leistung aufweisen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I. Pousse: Alpes: aménagement de Roselend – Le barrage de Roselend, in: Travaux, 1958.
  • J.-P. Lajeat: Aménagement de Roselend: le barrage de Roselend, in: Travaux, Mai 1961.
  • B. Wong: Barrage de Roselend. Mise en oeuvre d’un " tapis amont " pour maîtriser les fuites en fondations – Leçons pour les projets à venir, in: Travaux, Februar 1986.
  • Antoine Picon: Lart de l’ingénieur. Éditions du Centre Georges Pompidou, Paris (France) 1997, ISBN 2-85850-911-5.
  • Bertrand Lemoine: 100 Monuments du XXe Siècle. Editions France Loisirs, Paris (France) 2000, ISBN 2-7441-3496-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roselend-Talsperre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung aller hydraulisch verbundenen Talsperren und deren Lage auf christianb.e-monsite.com
  2. Bericht über den Ausbau des Kraftwerks auf 123savoie.com