Rosenbach (Oberlausitz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosenbach
Rosenbach (Oberlausitz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosenbach hervorgehoben
Koordinaten: 51° 5′ N, 14° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Görlitz
Verwaltungs­gemeinschaft: Löbau
Höhe: 283 m ü. NHN
Fläche: 23,57 km2
Einwohner: 1634 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 02708
Vorwahl: 03585
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 470
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Steinbergstraße 1
OT Herwigsdorf
02708 Rosenbach
Webpräsenz: gemeinde-rosenbach.de
Bürgermeister: Roland Höhne (CDU)
Lage der Gemeinde Rosenbach im Landkreis Görlitz
Bärwalder See Berzdorfer See Talsperre Quitzdorf Talsperre Quitzdorf Polen Tschechien Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Bad Muskau Beiersdorf Bernstadt a. d. Eigen Herrnhut Bertsdorf-Hörnitz Boxberg/O.L. Boxberg/O.L. Dürrhennersdorf Ebersbach-Neugersdorf Kottmar (Gemeinde) Gablenz (Oberlausitz) Görlitz Görlitz Groß Düben Groß Düben Großschönau (Sachsen) Großschweidnitz Hähnichen Hainewalde Herrnhut Hohendubrau Horka Jonsdorf Kodersdorf Königshain Krauschwitz (Sachsen) Kreba-Neudorf Lawalde Leutersdorf (Oberlausitz) Löbau Markersdorf (Sachsen) Markersdorf (Sachsen) Mittelherwigsdorf Mücka Mücka Neißeaue Neusalza-Spremberg Kottmar (Gemeinde) Niesky Kottmar (Gemeinde) Oderwitz Olbersdorf Oppach Ostritz Oybin Quitzdorf am See Reichenbach/O.L. Rietschen Rosenbach Rothenburg/Oberlausitz Schleife (Ort) Schönau-Berzdorf auf dem Eigen Schönbach (Sachsen) Schöpstal Seifhennersdorf Reichenbach/O.L. Trebendorf Trebendorf Vierkirchen (Oberlausitz) Waldhufen Weißkeißel Weißwasser/Oberlausitz Zittau Zittau Landkreis Bautzen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Rosenbach ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz, die 1994 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Bischdorf und Herwigsdorf entstand.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rosenbach liegt im südlichen Teil des Landkreises, rund 5 km östlich von Löbau auf einer Höhe von 237 bis 350 m. Die Bundesstraße 6 und die Bahnstrecke Görlitz–Dresden verlaufen nördlich der Gemeinde. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der dominante Rotstein mit 455 m.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde sind Bischdorf (sorbisch: Biskopice), Oberbischdorf, Steinberg und Herwigsdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Rosenbach, im Hintergrund der Löbauer Berg

Das Burgwardgebiet Dolgowitz (Dolgawiz) am Rotstein war im 10. Jahrhundert Stammesgebiet der slawischen Milzener, die sich in früheren Zeiten nördlich der bergigen Waldgebiete in den Auelandschaften des lausitzischen Gefildes angesiedelt hatten. Bischdorf und Herwigsdorf wurden von deutschen Kolonisten im 13. Jahrhundert besiedelt. Erste urkundliche Erwähnung fand Bischdorf 1227, Herwigsdorf jedoch erst 1317. Herwigsdorf war Landbesitz des Meißener Bischofs Herwig (1108–1118). Die Oberlausitzer Grenzurkunde vom Jahr 1241 nennt in der Umgebung des Burgwards Dolgowitz den Jagdweg zum Hirschberg (Jelenihora), Herwigsdorf ist noch nicht genannt. Der bischöfliche Grundbesitz im Gebiet der Oberlausitz ist im 11. Jahrhundert durch königliche Schenkungen an das Bistum Meißen beurkundet. Jedoch verfügte im 12. und 13. Jahrhundert der böhmische König als Lehnsherr über die Oberherrschaft. Zu Herwigsdorf gehörten vier Rittergüter. Charakteristisch ist die Waldhufenflur längs des Rosenbachs.

Am 1. Januar 1994 schlossen sich die Gemeinden Bischdorf und Herwigsdorf im Zuge der sächsischen Gemeindegebietsreform zur Gemeinde Rosenbach zusammen. Namensgeber ist der Rosenbach, ein gleichnamiger Nebenfluss der Spree.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[2]
Wahlbeteiligung: 58,1 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
69,4 %
30,6 %
TSV

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 9 Sitze
  • TSV Herwigsdorf 1891 e.V. (TSV): 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold unter blauem Schildhaupt, worin zwei schräggekreuzte Bischofsstäbe, garbenweise zwischen zwei naturfarbenen Eicheln drei grüne Eichenblätter, jeweils mit schwarzem Stiel.

Bedeutung: Die Farben Blau und Gelb sind die traditionellen Farben der Oberlausitz. Die Bischofsstäbe stehen symbolisch für den Ortsteil Bischdorf, die Eicheln und Eichenblätter repräsentieren den Ortsteil Herwigsdorf, in dem eine alte Eiche steht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In und um Rosenbach existieren einige Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören:

  • der Rotstein mit dem ältesten Naturschutzgebiet Sachsens und einem neuerrichteten Aussichtsturm,
  • Reste einer christlichen Kapelle aus dem 10./11. Jahrhundert auf dem Georgenberg,
  • eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit Chorraum und Sterngewölbe in Bischdorf,
  • eine Mittelmühle (restaurierte Wassermühle) mit dem ältesten, noch funktionstüchtigen innenliegenden Wasserrad Sachsens (Durchmesser 5 m) in Bischdorf,
  • eine 1000-jährige Eiche in Herwigsdorf mit einem Brusthöhenumfang von 8,75 m (2016).[3]
  • und eine 1495 geweihte Kirche in Herwigsdorf mit Dachreiterturm, barocker Kanzelaltar, Herrschaftsloge und bemalter Felderdecke aus dem 16. Jahrhundert. In den Jahren 2000 und 2001 wurde die Kirche aufwendig renoviert.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  3. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien