Rosenfeld

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rosenfeld (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rosenfeld
Rosenfeld
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rosenfeld hervorgehoben
Koordinaten: 48° 17′ N, 8° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Zollernalbkreis
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 51,11 km²
Einwohner: 6370 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72348
Vorwahl: 07428
Kfz-Kennzeichen: BL, HCH
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 054
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Frauenberggasse 1
72348 Rosenfeld
Webpräsenz: www.rosenfeld.de
Bürgermeister: Thomas Miller
Lage der Stadt Rosenfeld im Zollernalbkreis
Landkreis Sigmaringen Landkreis Tuttlingen Landkreis Rottweil Landkreis Freudenstadt Landkreis Tübingen Landkreis Reutlingen Albstadt Balingen Bisingen Bitz Burladingen Dautmergen Dormettingen Dotternhausen Geislingen (Zollernalbkreis) Grosselfingen Haigerloch Hausen am Tann Hechingen Jungingen Meßstetten Nusplingen Obernheim Rangendingen Ratshausen Rosenfeld Schömberg (Zollernalbkreis) Straßberg (Zollernalbkreis) Weilen unter den Rinnen Winterlingen Zimmern unter der BurgKarte
Über dieses Bild
Rosenfeld 1907

Rosenfeld ist eine Stadt zwischen Balingen und Oberndorf am Neckar, etwa 60 km südlich von Stuttgart im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenfeld liegt auf einer Höhe von 498 m ü. NHN (Ortsteil Heiligenzimmern) bis 698 m ü. NHN (Ortsteil Brittheim).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(im Uhrzeigersinn von Norden; die Gemeinden gehören zum Zollernalbkreis, sofern nicht anders angegeben)
Sulz am Neckar ¹, Haigerloch, Geislingen, Dautmergen, Zimmern unter der Burg, Epfendorf ¹, Oberndorf am Neckar ¹ und Vöhringen ¹.
¹ Landkreis Rottweil

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Rosenfeld besteht aus den sieben Stadtteilen Bickelsberg, Brittheim, Heiligenzimmern, Isingen, Leidringen, Rosenfeld und Täbingen zu denen die Kernstadt Rosenfeld und 32 weitere Dörfer, Weiler, Höfe und (Einzel-)häuser gehören.

Außer im Stadtteil Rosenfeld sind in den Stadtteilen Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Im Stadtgebiet liegen mehrere abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften. Die beiden Wüstungen Hochdorf im Stadtteil Bickelsberg und Hochstetten im Stadtteil Bickelsberg wie auch im Stadtteil Brittheim im Gebiet der Häselhöfe. Beide Orte sind wohl im 14. Jahrhundert abgegangen. Der Flurname Hochstetten wird erstmals 1488 genannt. Der Ort Haarhausen wurde 1094 als Horohusen erstmals urkundlich erwähnt und ist Anfang des 14. Jahrhunderts abgegangen. Die Markung bestand bis zur Vereinigung mit der von Brittheim nach 1800. Zu Haarhausen gehörte auch eine Burg, heute nur noch ein Burgstall auf dem auch als Burgstall bezeichneten Berg. Später bestand noch ein Sitz im Ort selbst. Im Stadtteil Heiligenzimmern liegt die Wüstung Beuren. Der Ort wurde 786 als Purrom und 1287 als Cimmern in Burrer tal erwähnt. Der Hof Großteil im heutigen Stadtteil Isingen wurde 1823 erwähnt und nach einem Brand im Jahre 1848 abgebrochen. Im Stadtteil Leidringen liegen die Wüstungen Höfingen und Kleinenzimmern. Höfingen ist wahrscheinlich vor 1400 abgegangen. Der Ort Kleinenzimmern wurde 1327 erstmals genannt, war 1424 noch bewohnt, um 1500 waren lediglich noch zwei Mühlen übriggeblieben. Im Stadtteil Rosenfeld liegen die Wüstungen Berkheim, Bubenhofen mit dem Burgstall der Wasserburg Bubenhofen, Horgenau (?), Steinbrunnen und die beiden abgegangenen Burgen Burg Tiefenberg und Burg Untreues Ziel. Im Stadtteil Täbingen an der Grenze zum Dietinger Ortsteil Gößlingen lag der Ort Hausen, der möglicherweise mit dem 793 erwähnten Juchhusa identisch war.[2]
siehe auch Burg Rosenfeld

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Stadt wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Stadt Rosenfeld und der Gemeinden Heiligenzimmern und Leidringen neu gebildet. Ebenfalls zum 1. Januar 1975 wurde Täbingen eingemeindet. Die Eingemeindung von Bickelsberg erfolgte bereits am 1. Juli 1971. Brittheim und Isingen wurden am 1. Januar 1974 eingemeindet.

Historische Wappen der früheren Gemeinden

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 konnten die Freien Wähler wie bisher 8 Sitze besetzen, die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) 7 Sitze, einen mehr als nach der vorigen Wahl 2009. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,6 % (2009: 55,5 %).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Rot eine fünfblättrige golden besamte silberne Rose mit grünen Kelchblättern.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaft mit Moissy-Cramayel, einer kleinen Stadt in Frankreich, etwa 35 km süd-östlich von Paris

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenfeld liegt an der Hohenzollernstraße und an der Römerstraße Neckar-Alb-Aare.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Alte Apotheke, erbaut 1244, ist das älteste noch erhaltene Steinhaus in Süddeutschland.
  • Das Römerbad ist ein ehemaliger römischer Gutshof, der Mitte der 1970er Jahre in einem Neubaugebiet ausgegraben wurde.
  • Das Heinrich-Blickle-Museum (Sammlung gusseiserner Ofenplatten) befindet sich im Fruchtkasten, einem von vier Getreidespeichern in Württemberg, die zur Unterstützung der Ärmsten in Notzeiten auf Anordnung des württembergischen Herzogs Eberhard im Bart 1581 fertiggestellt wurde.
  • Sternwarte Zollern-Alb im Ortsteil Brittheim

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Heinrich-Blickle-Museum in Rosenfeld sind Ofenplatten aus verschiedenen Jahrhunderten ausgestellt.
  • Im Heimatmuseum Leidringen wird gezeigt, wie die bäuerliche Bevölkerung in dieser Gegend um das Jahr 1850 gelebt und gearbeitet hat.
  • Heimatmuseum Täbingen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraftpost-Bus der Gaggenauer Benzwerke in Rosenfeld (1909)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 330. 1914 wurden baureife Pläne für eine Heubergbahn von Sulz ausgehend über Rosenfeld nach Dotternhausen verworfen.[3]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Heiligenzimmern/Isingen
  • Grundschule Leidringen
  • Iselin Schule (Grund- und Werkrealschule)
  • Progymnasium Rosenfeld
  • Außenstelle der Jugendmusikschule Zollernalb


Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 237–242
  3. Nils Horst: - Träume von der Heubergbahn In: Schwarzwälder Bote vom 19. September 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien