Rosenheimer Verlagshaus

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Rosenheimer Verlagshaus
http://www.rosenheimer.com/rosenheimer-logo.jpg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1911
Sitz Rosenheim, Deutschland
Leitung Klaus G. Förg
Branche Verlag
Website www.rosenheimer.com

Das Rosenheimer Verlagshaus ist ein 1911 gegründeter Buchverlag für Belletristik und Sachbuch mit Geschäftssitz in Rosenheim. Autoren des Verlags sind unter anderem Klaus G. Förg, Nicola Förg, Wolfgang Krebs, Gabriele Weishäupl, Hans Ernst, Fritz Fenzl, Bernd Römmelt, Paul Schallweg und Roswitha Gruber.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im sächsischen Werdau gründet Oskar Meister den Meister Verlag – das ist die Geburtsstunde des Rosenheimer Verlagshauses. Der Meister Verlag verschreibt sich dem Verlegen von Volksromanen für breite Leserschichten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg flieht Herbert Meister, der Sohn des Verlagsgründers, mit seiner Frau Johanna in den Westen und lässt sich in Rosenheim nieder. Zusammen mit dem Grafiker Alfred Förg gründet er 1949 den Meister Verlag neu. Schon damals ein Erfolgsgarant: Die im alpenländischen Raum spielenden Heimatromane des Schriftstellers Hans Ernst, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen.

1968 entscheidet sich Alfred Förg, mittlerweile Alleininhaber des Verlages, zur Umbenennung in „Rosenheimer Verlagshaus“. Das Programm wird zunehmend erweitert: Handarbeits-, Berg- und Kunstbücher sowie Bavarica gehören nun zur breiten Palette der Produktionen. Mit großem Engagement fördert Alfred Förg Kunstbände über die Süddeutsche Malerei z.B. von Defregger und Wilhelm Leibl.

1993 übernimmt Klaus G. Förg, der Sohn des Verlagsinhabers, die Leitung des Verlages und beginnt mit einer umfassenden Umstrukturierung des Hauses. Einen neuen Programmschwerpunkt bilden bald die Reisebildbände, teilweise vom Verleger selbst fotografiert. In den vergangenen Jahren haben Klaus G. Förg mehrere Reisen nach Asien geführt. Ergebnis dieser Reisen ist eine Erweiterung des Rosenheimer Programms: Die mit koptischer Bindung ausgestatteten Titel „Innere Ruhe“, „Der Weg zum Glück“, „Heitere Gelassenheit“, „Leises Lächeln“ und „Harmonie“, die seit 2006 erscheinen, kombinieren faszinierende Fotografien von Thailand und Japan mit asiatischen Weisheiten. 2013 veröffentlichte Klaus G. Förg schließlich seinen Bildband „Traumreise durch Thailand“, in dem er Einblicke in das Thailand fernab der Touristenzentren bietet.

Aktuelle Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 gibt es Non-Books im Rosenheimer Verlagshaus, die ebenfalls aus Asien stammen. Die hochwertigen Schnitzkunstwerke aus Nordthailand werden in reiner Handarbeit angefertigt. Doch neben diesen neuen Entwicklungen erhält der Verlag weiterhin sein bewährtes Programm, das von einer breiten Leserschaft geschätzt wird – so gehen Tradition und Fortschritt Hand in Hand.

2011 feierte der Verlag mit rund 200 geladenen Gästen im Stucksaal des Ballhauses Rosenheim sein 100-jähriges Bestehen. Darunter waren u.a. Dr. Wolfgang Heubisch, der damalige Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Landrat Josef Neiderhell und der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner.

2014 erschien das Buch „I bin der Max“ von Gabriele Weishäupl, in dem die ehemalige Wiesn-Chefin ihre schönsten Geschichten erzählt. Außerdem konnte Klaus G. Förg 2014 die Krimiautorin Nicola Förg für ein gemeinsames Buchprojekt, den Bildband „Herrliches Bayern Alpenland von oben“, gewinnen.

Seit 2015 sind die weltbekannten Opern auf Bayrisch von Paul Schallweg erstmals komplett in zwei Büchern erhältlich. Im Jahr 2015 veröffentlichte außerdem der Kabarettist Wolfgang Krebs sein Buch „Nur Bayern im Kopf!“ im Rosenheimer Verlagshaus. Die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Ilse Aigner ließ es sich nicht nehmen, bei der Buchpräsentation im PresseClub München dabei zu sein.

Verlagsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rosenheimer Verlagshaus verfügt über die meisten Rechte an zeitgeschichtlichen Romanen des Zweiten Weltkriegs. Damit bietet der Verlag eine unglaubliche Sammlung an authentischen Kriegsberichten. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Frauenschicksale, lebensnahe Geschichten über Bäuerinnen und Hebammen. Die Autorin Roswitha Gruber, „eine der bestverkauften Autorinnen in Bayern“ [Münchner Merkur, 1. Juni 2012] hat bereits mehr als fünfzehn solcher Landfrauengeschichten im Rosenheimer Verlagshaus veröffentlicht. Rosalie Linner, die selbst 40 Jahre lang als Landhebamme gearbeitet hat, gehört mit ihren Landhebammen-Büchern ebenfalls zu den erfolgreichsten Autorinnen des Rosenheimer Verlagshauses.

Das Verlagsprogramm umfasst derzeit ca. 350 lieferbare Titel und gliedert sich in folgende Kategorien:

Asien, Bavarica, Bewegende Schicksale, Bildband, Comic-Roman, Geschenkbuch, Gesundheit, Handarbeitsbuch, Heimatroman, Jagd, Kalender, Kochbuch, Kunst, Landfrauen, Mystisches, rosenheimerkrimi, Natur, Regionales, Reise- und Freizeitführer, Religion, Weihnachten, Zeitzeugen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (o.V.): Dreifach Hoch für den Heimatverlag. In: buchreport.express. 32. Jg., Heft 40, 2001.
  • Raimund Feichtner: Am Anfang war ein Koffer voller Bücher. In: Oberbayerisches Volksblatt. 25. August 1999, S. 10.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]