Rosindulin

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Strukturformel
Struktur des Rosindulin
Allgemeines
Name Rosindulin
Andere Namen
  • Azocarmin G
  • C.I. 50085
  • Acid Red 101
Summenformel C28H18N3NaO6S2
Kurzbeschreibung

purpurfarbener Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 25641-18-3
EG-Nummer 247-157-3
ECHA-InfoCard 100.042.856
PubChem 160107
Wikidata Q2167420
Eigenschaften
Molare Masse 579,59 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

sehr wenig in Wasser (1 mg·l−1)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​321​‐​405​‐​501 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Rosindulin oder Azocarmin G ist ein roter Farbstoff, der vor allem in der Mikroskopie eingesetzt wird.[3] Es hat keinen Bezug zu Karmin.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosindulin ist ein purpurfarbener Feststoff,[1] der in Wasser nur wenig löslich ist.[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Mikroskopie werden biologische Präparate mit Azocarmin G eingefärbt. Histologisch werden Azocarmin G (kurz Az) und Anilinblau (An) als Azan-Färbung zur Unterscheidung von Zellen und der umgebenden Matrix benutzt.

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strukturformel von Azocarmin B [4]

Neben Azocarmin G gibt es auch das Azocarmin B (C.I. 50090, Acid Red 103), das über eine verbesserte Wasserlöslichkeit verfügt.[5]

Der Begriff Rosinduline steht auch für die Stoffgruppe der Monoaminoderivate des Phenylnaphthophenazoniums. Durch Variation der Position der Aminogruppe ergibt sich eine große Anzahl chemischer Verbindungen, die eingängig von Friedrich Kehrmann untersucht wurden.[6][7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Rosindulin bei Acros, abgerufen am 20. Februar 2010.
  2. a b c d Datenblatt Rosindulin bei AlfaAesar, abgerufen am 10. Februar 2018 (PDF) (JavaScript erforderlich).
  3. Datenblatt Azocarmin G bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Oktober 2016 (PDF).
  4. Eintrag 6099365 in der PubChem-Datenbank des National Center for Biotechnology Information (NCBI).
  5. Eintrag Azocarmine bei Stainsfile, abgerufen am 10. Februar 2018.
  6. F. Kehrmann: Zur Constitution der Fluorindine und Rosinduline. Zwei vorläufige Mittheilungen. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. 27, 1894, S. 3348–3350, doi:10.1002/cber.189402703140.
  7. F. Kehrmann, Ferd. Rademacher, O. Feder: Ueber Nitro- und Amino-Rosinduline. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. 31, 1898, S. 3076–3087, doi:10.1002/cber.18980310387.
  8. Paul Karrer: Lehrbuch der organischen Chemie, 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1948, S. 653.