Ross Ihaka

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Ihaka bei den New Zealand Open Source Awards (2010)

George Ross Ihaka (* 1954 in Waiuku) ist ein neuseeländischer Statistiker und Associate Professor an der University of Auckland. Zusammen mit Robert Gentleman entwickelte er die statistische Programmiersprache R.[1]

Ross Ihaka wurde 1954 mit maorischem Ursprung (Ngāti Kahungunu / Ngāti Pākehā) geboren. Im Dezember 1985 wurde ihm der Ph. D in Statistics an der University of California, Berkeley verliehen. Nach Lehrtätigkeiten an der Yale University und dem Massachusetts Institute of Technology kehrte er Anfang der 1990er Jahre nach Neuseeland zurück und entwickelte zusammen mit Robert Gentleman die Programmiersprache R an der University of Auckland. 1993 wurde sie als freie Implementierung der statistischen Programmiersprache S veröffentlicht. Antrieb der beiden Forscher waren die veränderten Scoping-Eigenschaften sowie die Speicherverwaltung. Zudem konnten sie den offenen Quellcode gut für Demonstrationszwecke in der Lehre an der Universität verwenden.[2]

Für die Entwicklung von R erhielten Gentleman und Ihaka 2008 die Pickering Medal der Royal Society of New Zealand.[3] Ihaka forscht momentan im Bereich statistischer Software und Grafiken, insbesondere bezüglich Software, die ähnlich gut wie R für statistische Berechnungen ist, jedoch besser mit großen Datenmengen umgehen kann und wesentlich schneller ist.[4]

Ihaka ist Vater zweier Töchter und geschieden.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ross Ihaka, Robert Gentleman: R: A Language for Data Analysis and Graphics. In: Journal of Computational and Graphical Statistics. Band 5, Nr. 3. American Statistical Association, Institute of Mathematical Statistics, Interface Foundation of North America, Alexandria 1996, S. 299–314 (PDF-Datei; 1,7MB [abgerufen am 13. April 2017]).
  2. Ross Ihaka: R : Past and Future History. In: Computing Science and Statistics. Band 30, 1998, S. 392–396 (PDF-Datei; 92,5 kB [abgerufen am 13. April 2017]).
  3. The Royal Society of New Zealand: Pickering Medal. Recipients. In: the Royal Society of New Zealand. Abgerufen am 13. April 2017 (englisch).
  4. Sarah Putt: The story of R: a statistical tale with a twist. In: Computerworld. International Data Group, Inc., 22. Juli 2010, abgerufen am 13. April 2017 (englisch).
  5. Juliet Middleton: Academic unfazed by rock star status. In: The New Zealand Herald. NZME. Publishing Ltd., 10. Januar 2009, abgerufen am 15. April 2017 (englisch).