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Rostock

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rostock
Rostock
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rostock hervorgehoben

Koordinaten: 54° 5′ N, 12° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 181,26 km2
Einwohner: 209.061 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 1153 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 18055, 18057, 18059,
18069,
18106, 18107, 18109,
18119,
18146, 18147,
18181, 18182Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 0381, 038202, 038206
Kfz-Kennzeichen: HRO
Gemeindeschlüssel: 13 0 03 000
Stadtgliederung: 21 Stadtbereiche,
31 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Neuer Markt 1
18055 Rostock
Website: www.rathaus.rostock.de
Oberbürgermeister: Claus Ruhe Madsen (parteilos)
Lage von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern
PolenKönigreich DänemarkSchleswig-HolsteinNiedersachsenBrandenburgMüritzStettiner HaffOstseeSchwerinHansestadt RostockLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Ludwigslust-ParchimKarte
Über dieses Bild
Kröpeliner Straße, Einkaufsstraße im Zentrum von Rostock
Warnemünde mit Strand und den Wahrzeichen Leuchtturm und Teepott, Ostseebad im Stadtgebiet von Rostock

Rostock [ˈʁɔstɔk] ist eine norddeutsche kreisfreie Groß-, Hanse- und Universitätsstadt an der Ostsee. Sie liegt im Landesteil Mecklenburg des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Mit 209.061 Einwohnern[2] ist sie die bevölkerungsreichste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und eins der vier Oberzentren im Land. Die Stadt Rostock führt die Bezeichnung Hanse- und Universitätsstadt.[3]

Das Stadtgebiet erstreckt sich rund 16 Kilometer auf beiden Seiten der Warnow bis zu deren Mündung in die Ostsee im Stadtteil Warnemünde. Die Innenstadt liegt auf dem linken Ufer des Flusses. Geprägt wird Rostock durch seine Lage am Meer, seinen Hafen sowie die Universität Rostock, die 1419 gegründet wurde. Der für den Fährverkehr und Güterumschlag bedeutende Rostocker Hafen sowie der größte deutsche Kreuzfahrthafen in Warnemünde liegen im Stadtgebiet. Die 1991 begründete Hanse Sail hat sich zu einer der großen maritimen Veranstaltungen im Ostseeraum entwickelt.

Rostock wurde am 24. Juni 1218 das Lübische Stadtrecht bestätigt. Seit 1283 Mitglied der Hanse, blühte die Stadt in den folgenden Jahrhunderten durch den Freihandel auf. Aus jener Zeit sind eine Reihe von Bauten der Backsteingotik erhalten. Viele weitere Baudenkmale in Rostock zeugen von der geschichtlichen Entwicklung der Stadt. Durch den Niedergang der Hanse, den Dreißigjährigen Krieg und den Stadtbrand von 1677 wurde Rostock zurückgeworfen und die Einwohnerzahl verringerte sich auf ein Drittel, wovon sich die Stadt erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert vollständig erholen konnte.

Die Stadt gehörte bis 1918 zum Großherzogtum und dann zum Freistaat Mecklenburg-Schwerin. Rostock war als größte Stadt Mecklenburgs stets das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Neben der Haupt- und Residenzstadt Schwerin war Rostock mit seiner Universität auch Zentrum von Kultur und Wissenschaft in Mecklenburg.

Mit der Gründung der Flugzeugwerke Arado 1921 und Heinkel 1922 wurde Rostock ein bedeutender Technologiestandort, was die Stadt in den 1940er Jahren zu einem Ziel des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg machte. In der DDR-Zeit war Rostock von 1952 bis 1990 Bezirksstadt und wurde systematisch durch neue Stadtgebiete erweitert, bis es auf über 250.000 Einwohner anwuchs. Jahrhundertelang dominierte die maritime Wirtschaft. Nach 1990 hat sich die Rostocker Wirtschaft erheblich verändert. Die Bedeutung der Schiffbauindustrie ging stark zurück. Viele neue Arbeitsplätze entstanden im Tourismus und im Dienstleistungssektor, größter Arbeitgeber der Stadt ist die Universität mit der Universitätsmedizin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Satellitenbild Rostocks
Quelle: World Wind

Rostock liegt ungefähr in der nördlichen Mitte Mecklenburg-Vorpommerns. Das Stadtgebiet erstreckt sich beiderseits des Unterlaufs der Warnow. Der Fluss verläuft überwiegend in Nord-Süd-, nur im Bereich der Rostocker Innenstadt in Ost-West-Richtung. Nahe der Rostocker Innenstadt verbreitert sich der Flusslauf zur Unterwarnow, was den Namen der Stadt („Flussverbreiterung“) erklärt. Vor der Mündung in die Ostsee beim Ortsteil Warnemünde weitet sich die Unterwarnow in Richtung Osten weiter zum Breitling aus. Südlich davon befindet sich der Rostocker Seehafen.

Der größte bebaute Teil Rostocks befindet sich am linken Ufer der Warnow. Dazu zählen die Innenstadt, die im 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts entstandenen Wohngebiete Kröpeliner-Tor-Vorstadt und Hansaviertel sowie die ab 1960 entstandenen Wohngebiete Südstadt südlich der Innenstadt, Reutershagen, Evershagen, Lütten Klein, Groß Klein, Schmarl und Lichtenhagen zwischen der Innenstadt und Warnemünde. Der Teil der Stadt rechts der Warnow wird durch den Überseehafen, Gewerbestandorte und den ca. 6000 ha großen Küstenwald Rostocker Heide geprägt. Hinzu kommen in Dierkow und Brinckmansdorf Siedlungsgebiete aus der Zeit zwischen den Weltkriegen, Großsiedlungen aus den 1980er Jahren in Dierkow und Toitenwinkel sowie einige ländliche Ortsteile.

Rostocks größte Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 21,6 km und von Ost nach West 19,4 km. Die Länge der Stadtgrenze (ohne Küste) beträgt 97,9 km. Rostocks Küste selbst hat eine Länge von 18,5 km. Die Warnow im Stadtgebiet erstreckt sich über 16 km.

Die Geografie der Altstadt, aber auch die der Gegend um Warnemünde haben sich im Laufe der Zeit verändert. Wo heute Am Strande eine Hauptverkehrsstraße verläuft, war früher tatsächlich Strand, und lange Brücken führten in das schiffbare Wasser. Um die Stadt verlief außerdem lange ein Wassergraben zum Schutz, der – nutzlos geworden – im Zuge der Entfestigung und des Ausbaus des Stadthafens korrigiert wurde. Auf alten Fotos und Abbildungen sind noch die heute nicht mehr vorhandenen Brücken vor dem Petritor und vor dem Kröpeliner Tor zu sehen. Dabei wurde neben dem Fischer-Hafen der Haedge-Hafen mit dem Kohlenkai – heute „Haedge-Halbinsel“ – gebaut. Darüber hinaus ist auch der Abfluss der Warnow in Warnemünde verändert worden. War es früher der Alte Strom, ist es heute der Neue Strom, der auch deutlich ausgebaut wurde. Auch der Breitling wurde mit der Anlage großer Hafenbecken verändert.

Rostock wird vom Landkreis Rostock umgeben, der die Regiopolregion Rostocks bildet. Unmittelbare Nachbargemeinden sind im Nordosten die amtsfreie Gemeinde Graal-Müritz, im Osten das Amt Rostocker Heide (mit den Gemeinden Gelbensande, Rövershagen, Mönchhagen und Bentwisch), im Südosten das Amt Carbäk (mit Broderstorf und Roggentin), im Süden die amtsfreie Gemeinde Dummerstorf. Im Süden bis in den Nordwesten grenzt Rostock an das Amt Warnow-West (mit den Gemeinden Papendorf, Kritzmow, Lambrechtshagen, sowie Elmenhorst/Lichtenhagen), unterbrochen nur von einer kurzen Angrenzung an das Amt Bad Doberan-Land mit der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen. Die Agglomeration Rostock hat rund 243.000 Einwohner.[4] Die nächstgelegenen Metropolregionen sind Hamburg im Westen, Stettin im Osten, Kopenhagen-Malmö im Norden und Berlin im Südosten.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsamtsbereiche und Ortsteile

Das Stadtgebiet Rostocks ist in 31 Ortsteile gegliedert. Zu statistischen Zwecken sind diese in 21 Stadtbereiche (A bis U) zusammengefasst. Weiterhin sind die Ortsteile auf fünf Ortsamtsbereiche verteilt, für die jeweils ein Ortsamt zuständig ist. Hier werden Einwohnerangelegenheiten (z. B. Meldungen) bearbeitet.

Die 5 Ortsamtsbereiche mit ihren zugehörigen Ortsteilen[5]
Ortsamt Ortsteile
Mitte Kröpeliner-Tor-Vorstadt (Bramow), Südstadt, Biestow, Stadtmitte (Steintor-Vorstadt, Nördliche Altstadt, Östliche Altstadt), Brinckmansdorf (Alt Bartelsdorf, Riekdahl, Osthafen, Weißes Kreuz, Waldeslust, Kassebohm)
Nordwest 1 Seebad Warnemünde, Diedrichshagen, Markgrafenheide (Waldsiedlung), Hohe Düne (An der See, Yachthafen), Hinrichshagen (Erich-Weinert-Siedlung, Wallensteinslager), Wiethagen (Meyers Hausstelle), Torfbrücke, Groß Klein (Lütten Klein-Dorf, Dänenberg, Groß Klein-Dorf), Schmarl (Marienehe, Schmarl-Dorf)
Nordwest 2 Lichtenhagen (Klein Lichtenhagen, Ostseewelle, Möhlenkamp, Siedlung Grabower Str.), Lütten Klein, Evershagen (Evershagen-Süd, Evershagen-Dorf, Obstplantage, Schutow)
Ost Dierkow-Neu (Dierkower Höhe), Dierkow-Ost, Dierkow-West, Toitenwinkel, Gehlsdorf (Langenort), Hinrichsdorf, Krummendorf (Oldendorf, Warnowrande), Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof
West Reutershagen (Reutershagen I, Reutershagen II, Komponistenviertel, Vorweden, Schutow), Hansaviertel, Gartenstadt

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Gründung der Stadt und der Vereinigung der Stadtteile erwarb Rostock im 13. Jahrhundert die große Rostocker Heide sowie einige nahe gelegene Dörfer und Gutsstellen (Bartelsdorf, Bentwisch, Broderstorf, Kassebohm, Kessin, Rövershagen, Riekdahl, Stuthof, Willershagen und Gragetopshof).

Die meisten dieser Orte wurden jedoch später wieder als eigenständige Gemeinden geführt und nicht oder erst im 20. Jahrhundert wieder dem Stadtgebiet Rostocks angeschlossen. Im 14. Jahrhundert erwarb die Stadt das Dorf Warnemünde und erhielt so Zugang zum Meer.[6] Bis in das 20. Jahrhundert hinein war Warnemünde eine Rostocker Exklave. Ein geschlossenes Stadtgebiet besteht seit 1934.

Man kann somit drei Stufen der Stadtentwicklung festhalten: die erste im 13. und 14. Jahrhundert, die zweite nach der Industrialisierung, also in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die dritte nach dem Zweiten Weltkrieg. Klosteranlagen gehörten im Übrigen lange nicht zum eigentlichen Stadtgebiet, selbst wenn sie innerhalb der Stadtmauern lagen. Das Kloster zum Heiligen Kreuz beispielsweise – das im Übrigen über erheblichen Grundbesitz in Rostock und Mecklenburg verfügte, wie das Dorf Schmarl mit der Hundsburg – konnte erst durch die Verfassung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin von 1920 aufgelöst werden.

Immer wieder gibt es auch kleinere Änderungen an der Gesamtfläche des Stadtgebiets. In den 1970er Jahren wurde die Autobahn Berlin–Rostock gebaut und in diesem Zusammenhang wurden zum Beispiel Flächen der Stadt zugeordnet, die heute zu Alt Bartelsdorf und Riekdahl gehören (ca. 2 km²). 1980 ging ein Teil der Rostocker Heide nach Graal-Müritz (ca. 1 km²), ein Jahr später ein Stück der Gemarkung Sievershagen nach Rostock (auch etwa 1 km²). Die jüngsten Flächenänderungen wurden aufgrund der Inkommunalisierung von Flächen der Ostsee vorgenommen. Der neu gebaute Yachthafen Hohe Düne hat eine Fläche von etwa 0,3 km². 2009 erfolgte außerdem die erste Anpassung der Gebietsgrenze an die Ostseeküste seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Kleine Änderungen wurden bei Bodenneuordnungsverfahren an der Kreisgrenze zu Elmenhorst/Lichtenhagen vorgenommen.

Unabhängig von Eingemeindungen und der Änderung an der Zuordnung von Flurstücken ändert sich die Gesamtfläche der Stadt, die aus aktuellen Messungen resultieren, die mit exakteren Methoden vorgenommen werden und Fehler in historischen Messungen korrigieren. Die jüngsten Messungen weisen der Stadt eine Gesamtfläche von 181,275 km² aus.[7]

Entwicklungsstufen
Die Stufen der Eingemeindungen von Orten in die Hansestadt Rostock
Datum Orte
25. März 1252 Rostocker Heide
1323 Warnemünde1
1. Januar 1913 Dierkow
14. Juli 1919 Barnstorf, Bartelsdorf, Bramow, Brinckmansdorf, Dalwitzhof, Damerow, Kassebohm, Riekdahl
9. Dezember 1924 Hinrichshagen, Markgrafenheide, Meyers Hausstelle, Schnatermann, Torfbrücke, Waldhaus, Wiethagen
1. April 1930 Kloster zum Heiligen Kreuz
8. März 1934 Diedrichshagen, Gehlsdorf, Groß Klein, Lütten Klein, Marienehe, Schmarl, Schutow
1. Juli 1950 Biestow, Evershagen, Krummendorf, Peez, Petersdorf über Rostock, Stuthof, Toitenwinkel
1. Januar 1960 Hinrichsdorf, Nienhagen
10. September 1978 Jürgeshof

1 Bereits 1264 wurde ein „Rostocker Warnemünde“, ein Seehafen beim heutigen Hohe Düne, dem städtischen Recht unterstellt.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Rostock
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,0 3,6 6,8 10,6 16,0 18,7 21,0 21,3 17,4 12,7 7,4 4,5 Ø 12
Min. Temperatur (°C) −1,1 −0,8 1,3 4,1 8,3 11,9 14,1 14,2 11,1 7,3 3,2 0,6 Ø 6,2
Niederschlag (mm) 46,8 29,7 42,3 35,8 47,9 65,8 64,5 57,3 56,3 44,2 46,4 50,5 Σ 587,5
Regentage (d) 10,0 7,9 9,2 7,8 7,8 9,8 8,8 8,5 9,6 9,4 10,5 10,3 Σ 109,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,0
−1,1
3,6
−0,8
6,8
1,3
10,6
4,1
16,0
8,3
18,7
11,9
21,0
14,1
21,3
14,2
17,4
11,1
12,7
7,3
7,4
3,2
4,5
0,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
46,8
29,7
42,3
35,8
47,9
65,8
64,5
57,3
56,3
44,2
46,4
50,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WWIS[8]. Klimainformationen basieren auf monatlichen Mittelwerten für den 30-jährigen Referenzzeitraum 1971-2000.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausführungen entstammen dem Werk Rostocks Stadtgeschichte, hrsg. vom Direktor des Stadtarchivs Karsten Schröder (siehe Literatur). Ergänzungen siehe Einzelnachweise.

Sigillvm Bvrgensivm de Rozstok von 1257, Ursprung des ältesten Rostocker Wappens

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Rostock lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen: auf rastokŭ, eine slawische (altpolabische) Bezeichnung, die etwa „Auseinanderfließen“ in Bezug auf den Fluss Warnow bedeutet[9]. Vom 12. bis zum frühen 14. Jahrhundert tauchen Varianten von Rozstoc über Rostoch, Rotstoc, Rotstoch, Rozstoc, Roztoc, Rozstok und Rostok auf – und um 1366 schließlich Rostock. Namenszusätze sind seit den 1920-Jahren bekannt: bis 1945 Seestadt, ab 1990 Hansestadt und seit 2018 Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petrikirche, Alter Markt an der Unterwarnow, Keimzelle der Stadt

Entstehung der Stadt

Archäologische Funde belegen für die Zeit ab dem 8. Jahrhundert slawische Handwerker- und Handelsplätze rechts der Warnow (zwischen dem heutigen Dierkow und Gehlsdorf).[10] Spätestens im 12. Jahrhundert existierte eine Fürstenburg der Kessiner mit einer frühstädtischen Marktsiedlung. Als erster sicherer Beleg Rostocks gilt die Chronik Gesta Danorum (um 1200).[11] Darin berichtet der Däne Saxo Grammaticus über die Zerstörung der slawischen Fürstenburg 1161 durch König Waldemar I. und die Unterwerfung des Fürsten Pribislaw und dessen Belehnung durch den Sachsenherzog Heinrich der Löwe 1167. Unter den neuen Burgen des neuen Vasalls befand sich auch die Urbs Rozstoc, die sich neben der nahegelegenen Burg Kessin allmählich zu einem zweiten Schwerpunkt des Landes Mecklenburg entwickelte.

Den Ausgangspunkt der Stadtwerdung Rostocks bildete die Siedlung auf dem höher gelegenen linken Warnowufer. Hier ließen sich im 12. Jahrhundert Handwerker und Kaufleute nieder, hier gewährte Fürst Nikolaus I. 1189 den Mönchen des Klosters Doberan Zollfreiheit auf dem Rostocker Markt. Es ist dies auch die erste urkundliche Erwähnung Rostocks. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Rostock stammt vom 24. Juni 1218, als Heinrich Borwin I. das lübische Stadtrecht bestätigte. Schon bald dehnte sich die Stadt von der Petrikirche ausgehend nach Süden aus und erhielt mit dem Quartier um die Nikolaikirche eine weitere Pfarrei. Neue Ansiedlungen entstanden im Westen mit der Marienkirche als Pfarrkirche und eigenem Markt sowie noch weiter nach Westen eine Neustadt, deren Mittelpunkt die Jakobikirche war. Von 1262 bis 1265 vereinigten sich die drei Siedlungen. Der mittlere Siedlungskern wurde zum Verwaltungszentrum der Stadt mit Stadtrat, Gericht und neuem Rathaus. Zum Schutz wurde eine ringförmige Stadtmauer errichtet. Von ihr sind bis heute das Steintor, das Kröpeliner Tor, das Mönchentor und das Kuhtor erhalten.

Den raschen Aufstieg Rostocks zur bedeutendsten Stadt Mecklenburgs konnten selbst die Stadtbrände 1250 und 1265 nicht aufhalten. Stärkung erfuhr das Zentrum der Herrschaft Rostock durch Handelsprivilegien und Rechte wie das Fischereirecht auf der Unterwarnow. 1252 konnte der Stadtforst Rostocker Heide, 1264 der Seehafen bei Warnemünde (Hohe Düne), 1278 die Hundsburg bei Schmarl und 1286 die Wendische Wyk rechts der Warnow erworben werden. Damit war u. a. der angestrebte freie Zugang zur zwölf Kilometer entfernten Ostsee gesichert.

Hansestadt

Bereits 1259 hatte Rostock ein Bündnis mit den Ratsherren der Städte Lübeck, Stralsund, Wismar und Kiel geschlossen. Der Wendische Städtebund gilt als Keimzelle der Deutschen Hanse; eine Verstärkung durch weitere Städte erfolgte 1283 im Rostocker Landfrieden genannten Vertrag. Bis zum letzten Hansetag 1669 nahm Rostock – in Konkurrenz mit Stralsund um die Rolle der bedeutendsten Stadt in der Ostsee hinter Lübeck – eine führende Rolle ein. Bedeutend dafür waren Kaufleute, die Handelsbeziehungen zu den Städten Riga (Rigafahrer) und Visby auf der Insel Gotland unterhielten, sowie der Heringshandel der Schonenfahrer auf der Schonischen Messe. Hinsichtlich des Handels mit Norwegen konzentrierten sich die Rostocker Wiekfahrer auf die Kontrolle der Faktoreien in Oslo und Tønsberg am Oslofjord. Das einzige eigene Produkt, das Rostock in nennenswertem Umfang ausführte, war Bier.

Blütezeit und Universität

Als die territoriale Herrschaft Rostock 1323 endete, hatte der Stadtrat bereits mehrere Aufstände der Handwerker- und Bürgerschaft überlebt. Das 14. Jahrhundert gilt im Allgemeinen als eine Zeit des Aufblühens der Stadt: 1323 konnte das Fischerdorf Warnemünde ganz erworben werden, 1325 erhielt die Stadt das Münzrecht, 1358 die volle Gerichtsbarkeit. Die im 13. Jahrhundert begonnenen Bauten, insbesondere die vier Pfarrkirchen (s. o.) und einige Klöster, wurden vollendet, das Rathaus durch neue Ecktürme, spitzbogige Blenden und Kreisrosetten architektonisch aufgewertet.[12] Die Hansestadt war am Gipfel ihrer Autonomie angekommen. Mit etwa 14.000 Einwohnern zählte sie um 1410 zu den größten Städten in Norddeutschland.[13]

Ein weiteres sichtbares Zeichen der Bedeutung Rostocks war die 1419 gegründete, älteste Universität Nordeuropas. Sowohl die Landesherren als auch der Stadtrat verfolgten mit der Gründung das Ziel, ihre jeweilige Machtposition zu festigen. Trotz mehrerer Auszüge infolge politischer Wirren sollte Rostock durch seine Hochschule für zwei Jahrhunderte eine führende Rolle in der Wissenschaft spielen.

Auf der anderen Seite führten soziale Konflikte zu Machtkämpfen zwischen den Patrizierfamilien und der übrigen Stadtbevölkerung. Mit der Rostocker Domfehde, bei der sich die Bürgerschaft dem Landesherrn geschlagen geben musste, endete 1491 ein Jahrhundert zahlreicher Unruhen und Aufstände. Der Stadt sollte nur eine kurze Ruhe vergönnt sein; schon drei Jahrzehnte später sah sie sich neuen Auseinandersetzungen ausgesetzt.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Petrikirche und ihrem Kaplan Joachim Slüter ging in Rostock 1523 die Reformation aus.
Rostocker Baubestand im 16. Jahrhundert. Detail der über 18 Meter langen Vicke-Schorler-Rolle mit Rathaus und Marienkirche, Federzeichnung, 1578–1586

Reformation

Acht Jahre hatte der Widerstand gegen die reformatorischen Predigten Joachim Slüters gewährt, bevor der Stadtrat ihn im April 1531 überraschend aufgab und die Lehren Martin Luthers in allen vier Hauptkirchen für verbindlich erklärte. Die Universität sowie die Klöster Zum Heiligen Kreuz, St. Johannis und die Kartause in Marienehe blieben der alten Lehre hingegen treu. Erst Herzog Johann Albrecht I. setzte 1549 das lutherische Bekenntnis für alle Landstände durch und löste 1552 fast sämtliche mecklenburgischen Klöster auf. In Rostock war damit das Schicksal des Kartäuserklosters Marienehe besiegelt. Das Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz widersetzte sich bis 1584, dem Zeitpunkt seiner Umwandlung in ein Damenstift der stadtbürgerlichen Oberschicht.

Kämpfe gegen den Rat und neuer Wohlstand

Der Rat kam 1534 nicht umhin, den im Rahmen der dänischen Grafenfehde eingerichteten Bürgerausschuss aus 64 Kaufleuten und Handwerkern anzuerkennen. Zwar konnte er nach der Niederlage Lübecks 1535 die alten Verhältnisse wiederherstellen, doch sollte er sich auch in Zukunft in allen strittigen Fällen einer Opposition gegenübersehen. Dem Landesherren war bereits die Union der Landstände 1523 selbstbewusst gegenübergetreten, nun, 1565, verweigerte die Stadt dem mit dem Rat verbündeten Fürsten Johann Albrecht I. den formalen Huldigungseid. Die Folge war dessen bewaffneter Einzug, die Auflösung des Sechzigerrats, die Vernichtung des Bürgerbriefes, das Einreißen der südlichen Mauer inklusive des Steintors und die Errichtung einer herzoglichen Festung.

Der schwelende Konflikt zwischen Stadt und Landesherrn wurde erst mit den Rostocker Erbverträgen von 1573 und 1584 beigelegt. Rostock erkannte die landesherrliche Oberhoheit insbesondere hinsichtlich der Gerichtsbarkeit und der Steuerzahlung an. Die Bemühungen um die Reichsunmittelbarkeit waren damit endgültig gescheitert, die verhasste Festung konnte jedoch geschleift und das Steintor wieder aufgebaut werden. Neben den weiterhin von ratsfähigen Patriziern gestellten Rat trat 1583/84 ein neuer Bürgerausschuss, das Hundertmänner-Kollegium. Es setzte sich aus 40 Handwerkern, 40 Brauherren und 20 weiteren Kaufleuten zusammen. Nach mehreren Jahrhunderten voller Unruhen war damit erstmals langfristig eine innere Befriedung der Stadt erreicht. Anders als bei früheren Bürgerausschüssen gelang es den Landesherren kaum noch, den Rat und das Kollegium gegeneinander auszuspielen, wenngleich die Zusammenarbeit beider Gremien nicht immer spannungsfrei verlief.

Rostocker Stadtplan, Ansicht von Norden, Radierung von Wenzel Hollar, 1624/25

Der neue Wohlstand übertraf selbst die mittelalterliche Blütezeit. Die Hansestadt, deren Wirtschaft vom Seehandel und dem Brauwesen bestimmt war, zog zahlreiche Zuzügler aus ganz Norddeutschland an. Besonders angesehen waren die Universitätsprofessoren und der Stadtsyndikus, der sich neben dem Bürgermeister behauptete. Man wohnte bevorzugt in Marktplatznähe und am liebsten in der Mittelstadt.

Kriege, Stadtbrand und Ansprüche der Herzöge Mecklenburgs

Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) führte unwiderruflich das Ende der Hanse herbei. Zunächst war Mecklenburg kaum betroffen, doch mit dem Kriegseintritt Dänemarks griffen die Auseinandersetzungen auf Norddeutschland und 1627 auf das Herzogtum über. Der neue Lehnsherr Wallenstein zwang die Stadt Rostock durch das bewährte Mittel einer Blockade Warnemündes in die Knie und baute sie zur Garnisonsstadt aus. Um den Hafen behaupten zu können, wurde eine Schanze angelegt. Das Jahr 1631 markiert das Ende der kaiserlichen Besatzung und den Beginn der „Schwedenzeit“. Für Rostock hatte auch dieser Machtwechsel kaum Folgen; so erlebte etwa die Universität trotz der unruhigen Zeiten eine Blüte. Waren das Land und die Dörfer Mecklenburgs Gewalt und Plünderungen der Soldateska wehrlos ausgesetzt, boten die Rostocker Stadtmauern vielen Flüchtlingen Schutz. Der Seehandel ging allerdings drastisch zurück. Am schwersten traf die Stadt der Schwedenzoll vor Warnemünde.

Rostocker Stadtbrand von 1677, Kupferstich von Amadeus von Fridleben, 1678

Zugleich bröckelte der Hansebund beträchtlich. Aufgrund der wachsenden Interessenunterschiede der Städte verlor auch Rostock den hansischen Rückhalt und musste alleine gegen die politischen Kräfte bestehen. In diese Phase der Stagnation brach über Nacht die Katastrophe herein: Ein verheerender Stadtbrand vernichtete 1677 fast die gesamte Altstadt und einen beträchtlichen Teil der nördlichen Mittelstadt – insgesamt etwa 700 Häuser und Buden, ein Drittel aller Gebäude der Stadt. Besonders schwer wog die Zerstörung des Zentrums des Rostocker Brauwesens. Die Zahl der Brauhäuser sank von knapp 200 auf unter 100, die Einwohnerzahl, die Ende des 16. Jahrhunderts 14.000 betragen hatte, ging auf 5.000 zurück.[14] Rostock versank im Dämmerschlaf.

Das Wiedererwachen bewirkten die absolutistischen Absichten der Schweriner Herzöge. Positiv und negativ: Einerseits versprach die Erhebung zur herzoglichen Residenz 1702 die Förderung der Wirtschaft, andererseits drohte ein Verlust der politischen Selbständigkeit. Zudem wurde die Stadt zum Magneten für Plünderungen durch dänische und schwedische Truppen im Großen Nordischen Krieg (1700–1721). Doch es sollte noch schlimmer kommen: Herzog Karl Leopold ließ 1715 Rat und Hundertmännerkollegium festsetzen und das städtische Eigentum beschlagnahmen; 1760 ging das herzogliche Professorenkollegium nach Bützow; 1788 erkannte ein erneuerter Erbvertrag mit dem mecklenburgischen Herzog dessen Gewalt an.[15] Damit war Rostock endgültig zu einer Landstadt Mecklenburgs geworden. Der Rat behielt jedoch weitgehende Privilegien und Rechte, insbesondere bezüglich Stadtregiment, Gesetzgebung, Gerichtsbarkeit und Finanzhoheit. Ende des 18. Jahrhunderts strebte die Seeschifffahrt Rostocks einer neuen Blüte zu. Statt Malz und Bier wurde nun vorrangig Getreide transportiert.

Langes 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langes 19. Jahrhundert ist die Bezeichnung für die bis 1914 erweiterte Epoche.

Franzosenzeit und Industrialisierung

Der Seehandel blieb die wirtschaftliche Triebfeder der Stadt. Während der Franzosenzeit (1806–13) konnte das Leben in Rostock allerdings nicht in den gewohnten Bahnen verlaufen. Vor allem zwischen Oktober 1806 und Frühjahr 1809 traf die Kontinentalsperre den Handel und die Schifffahrt empfindlich. Der in Rostock geborene preußische Generalfeldmarschall Blücher gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der anschließenden Befreiungskriege (1813-1815).

Ab etwa 1820 machte der Rat den Bedürfnissen von Schiffbau und Schifffahrt Platz: Teile der Stadtmauer wurden geschleift, Stadttore verschwanden, feste Brücken ersetzten die Zugbrücken. Auch die Umgestaltung des Hopfenmarkts schritt voran. Zu den Barockbauten, die bereits an die Stelle der hansischen Häuser getretenen waren, gesellten sich bald klassizistische Bauwerke. Straßen wurden gepflastert, Überlandverbindungen angelegt. Hauptprofiteure waren Händler und die Post. Die Schiffe für die größte Handelsflotte im Ostseeraum wurden überwiegend in Rostocker Werften gebaut. 1850 erfolgte der Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz.

Chemische Fabrik von Fr. Witte in Bramow bei Rostock (ca. 1890)

Die Industrialisierung hatte nicht nur positive Seiten: In den unteren Schichten der Gesellschaft führten neben Missernten im Land auch Verelendung und Arbeitslosigkeit zu einer unruhigen Stimmung. Im Zuge der Märzrevolution wurden liberale Forderungen nach einer Demokratisierung des bestehenden politischen und wirtschaftlichen Systems laut. Mit nur kurzem Erfolg: Bereits 30 Monate nach der Reformierung des alten Ratssystems 1849 setzte der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin das alte Hundertmännergremium wieder ein. Die politischen Verhältnisse in Mecklenburg galten damit bis 1918 als die rückständigsten in ganz Deutschland.

Norddeutscher Bund und Gründerzeit

Mitte des 19. Jahrhunderts zählte Rostock etwa 30.000 Einwohner.[15] Die Wirtschaft profitierte von einigen Reformen im Norddeutschen Bund: Das Gesetz über die Freizügigkeit[16] gewährte ab 1868 jedem Bundesangehörigen die Niederlassungsfreiheit. Die Gewerbeordnung[17] beendete 1869 den Zunftzwang durch die Einräumung der Gewerbefreiheit. 1890 wurde die 1850 gegründete „Schiffswerft und Maschinenfabrik“ Tischbein & Zeltz als „Neptun“-Werft zum ersten industriellen Großbetrieb Mecklenburgs. Andere wachsende Wirtschaftszweige waren die chemische Industrie, der Landmaschinenbau sowie das Bauwesen und der Dienstleistungssektor. Warnemünde hatte sich seit der Aufnahme des Badebetriebs 1821 zu einem der bedeutendsten Seekurorte in Deutschland entwickelt.

Mit der Reichsgründung 1871 begann auch in Rostock der dynamische Entwicklungsprozess der Gründerzeit. Die rasante Wirtschafts- und Einwohnerentwicklung zwang in allen Bereichen zur umfassenden Modernisierung der Infrastruktur. Die Stadt wurde in westlicher Richtung um das Arbeiterviertel Kröpeliner-Tor-Vorstadt und südlich um das Villenviertel Steintor-Vorstadt erweitert. Vereine waren schnell auf nahezu allen Feldern des öffentlichen Lebens aktiv. Politisch blieb die Wahl des Rates auf eine relativ kleine Gruppe von Bürgern beschränkt.

Erster bis Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Not des Ersten Weltkriegs hatte Unruhen und Streiks der Zivilbevölkerung zur Folge. Drei Tage nach dem Kieler Matrosenaufstand gründeten 1500 Matrosen, Infanteristen und Landsturmleute am 6. November 1918 einen Soldatenrat. Die Arbeiter der Neptunwerft, der Munitionsfabrik Dolberg und anderer Betriebe erklärten sich solidarisch und bildeten einen Tag später einen Arbeiterrat.

Nach der Wirtschaftskrise in der Zeit der Weimarer Republik konnte vor allem der Flugzeugbau in Warnemünde mit den beiden Anfang der 1920er Jahre gegründeten Unternehmen Heinkel und Arado neue Impulse geben. Wichtigstes Industrieunternehmen blieb die Neptun-Werft.

Mit der Gleichschaltung der Länder wurden sämtliche KPD-Mandate aufgehoben und die Stadtverordnetenversammlung auf der Grundlage der nicht mehr als Freie Wahl frei geltenden Reichstagswahl vom März 1933 neu zusammengesetzt, bei der die NSDAP in Rostock mit 35,5 % stärkste Partei geworden war. Da einige bürgerliche Parteien die Wahlinszenierung über die Besetzung der zugewiesenen Mandate boykottierten und die DVP und der Christlich-Soziale Volksdienst ihre Mandate auf die NSDAP übertrugen, setzte sich der neue Stadtrat aus 15 Abgeordneten der NSDAP, 12 der SPD und 8 der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot zusammen. Unmittelbar nach dem Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 und dem reichsweiten Verbot der SPD am 22. Juni 1933 bestand der Stadtrat ausschließlich aus Nationalsozialisten. Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wurden 31 Ämter mit „politisch zuverlässigen“ Personen neu besetzt, Sympathisanten der SPD oder KPD wurden vom Dienst entfernt. Da es der NSDAP an geeigneten Verwaltungsfachleuten mangelte, konnte der konservative Oberbürgermeister Robert Grabow (DNVP) zunächst nicht ersetzt werden, bis Walter Volgmann (NSDAP) im April 1935 sein Amt übernahm. Gleichzeitig wurde durch die Deutsche Gemeindeordnung die Stadtverordnetenversammlung.

Der Auftakt zum Judenboykott erfolgte in Rostock bereits am 30. März 1933 mit der Postierung von SA-Leuten vor jüdischen Geschäften und setzte sich am Folgetag mit einer Großkundgebung auf der Reiferbahn fort. Von 1938 bis Mitte 1939 fand die Verdrängung jüdischer Unternehmen ihren Abschluss. Im Rahmen der Polenaktion wurden am 28. Oktober 1938 insgesamt 37 Juden nach Polen abgeschoben. Beim Novemberpogrom 1938 brannte die Synagoge. 64 von der Gestapo verhaftete Juden wurden unter erschwerten Haftbedingungen in die Strafanstalt Altstrelitz eingewiesen. Von den bei Kriegsbeginn noch 70 in Rostock lebenden Juden überlebten nur 14. Die meisten wurden 1942/43 in Konzentrationslager deportiert und dort ermordet. An einige der Opfer erinnern heute in den Boden eingelassene Gedenksteine (siehe auch: Liste der Denk- und Stolpersteine in Rostock).

1942: Zerstörte Altstadtviertel

Die Aufrüstung der Wehrmacht brachte Rostock einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. 1935 hatte Rostock erstmals 100.000 Einwohner.
Während des Zweiten Weltkriegs fanden in den Rüstungsbetrieben Dienstverpflichtungen der einheimischen Bevölkerung, ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück statt.[18]

Als Zentrum der Rüstungsindustrie des Dritten Reichs wurde Rostock ab Juni 1940 Ziel von Luftangriffen der Royal Air Force. Besonders schwere Flächenbombardements trafen die Stadt am 23./24. und am 26./27. April 1942 („Viertagebombardement“), bei denen die Rüstungsbetriebe und die Innenstadt das Ziel waren. Es folgten Luftangriffe im Mai und Oktober 1942, im April 1943 und April 1944. Am Ende des Krieges waren von den 10.535 Wohnhäusern 2611 vollständig zerstört, weitere 6735 beschädigt.[19][20]

Am 1. Mai 1945 wurde Rostock durch die Rote Armee, die über die Petribrücke einrückte, nahezu kampflos besetzt. Der Oberbürgermeister mit Familie und der Bürgermeister nahmen sich das Leben. Es kam zu Plünderungen, Diebstählen und Vergewaltigungen.

1945 bis 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 1945 brachen Typhus und Diphtherie, im November auch Flecktyphus in der Stadt aus.[21] Bei Kriegsende waren nur noch 69.000 Menschen in Rostock verblieben. Durch Kriegsheimkehrer und Vertriebene stieg die Einwohnerzahl bis 1950 wieder auf den Vorkriegsstand.[22]

Nicht nur Großbetriebe waren den Demontagen durch die Besatzungsmacht unterworfen, sondern auch zahlreiche mittelständische Unternehmen.

Bei der ersten freien Wahl in der Sowjetischen Besatzungszone, der Kommunalwahl am 15. September 1946, erhielt die SED 48,87 %, die LDPD 27,7 %, die CDU 20,5 % und der Frauenausschuss 1,98 % der Stimmen. Der Oberbürgermeisters Albert Schulz, (SED, davor SPD), der die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED kritisierte trat im Sommer 1949 zurück und floh. Ideologische und ökonomische Repressionen wie die besonders Warnemünde treffende Aktion Rose sowie die massenhafte Flucht in den Westen führten zu Unzufriedenheit, die auch in Rostock am 17. Juni 1953 in Streiks und Demonstrationen der Arbeiter mündete.

1981: Großwohnsiedlung in Schmarl

1952 war Rostock durch die Verwaltungsreform zur Bezirksstadt geworden. Die Stadt wurde systematisch aufgewertet, etwa mit der ab 1955 ausgerichteten Ostseewoche, die nach der Leipziger Messe die wichtigste Großveranstaltung der DDR mit internationalem Akzent wurde. In den Folgejahren entwickelte sich die Stadt zum Schiffbau- und Schifffahrtszentrum der DDR. Neben den Werften entstanden 1949 das Dieselmotorenwerk (DMR), 1950 das spätere Fischkombinat und 1952 die Deutsche Seereederei Rostock (DSR). Zwischen 1957 und 1960 entstand der Überseehafen Rostock.[23]

1949 begann der Wiederaufbau der sehr stark zerstörten Innenstadt zwischen Marienkirche und Grubenstraße. 1948 war die westliche Stadtmauer zwischen Kröpeliner Tor und Fischerbastion abgerissen worden. Mit der Langen Straße in der Innenstadt und einem Neubaugebiet in Reutershagen im Stil des sozialistischen Klassizismus wurden ab 1953 die ersten Projekte des Wiederaufbaus realisiert. 1960 wurden die kriegsbeschädigte Jakobikirche, das beschädigte Petritor mit Teilen der östlichen Stadtmauer und das teilweise zerstörte Rostocker Stadttheater (1895–1942) am Steintor abgerissen.

Bis 1988 wuchs die Stadt auf über 250.000 Einwohner an. Ab Mitte der 1960er Jahre wurden neue Stadtteile in industrieller Plattenbauweise mit insgesamt 54.000 Wohnungen gebaut, in der dann mehr als die Hälfte aller Rostocker lebten.[24] Viele Altbauten in der Innenstadt wurden dagegen dem Verfall preisgegeben. Die nördliche Altstadt, wo die Kriegsschäden nur dürftig repariert worden waren, wurde Anfang der 1980er Jahre nahezu komplett abgerissen und einige Jahre später durch Plattenbauten ersetzt.

Ab 1989/90[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Umbruchszeit 1989 waren die Rostocker Kirchen Anlaufstellen oppositioneller Kräfte, die sich in der Marienkirche zu Mahngottesdiensten unter der Leitung von Pastor Joachim Gauck versammelten. Die erste Donnerstagsdemonstration fand am 19. Oktober statt. Ende November wurde in Rostock ein Runder Tisch gebildet, um aktiv den politischen Umbruch mitzugestalten.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 hatte die Stadt mit enormen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen und erlebte einen starken Bevölkerungsrückgang um ungefähr 50.000 Einwohner, der erst nach 2000 zum Stillstand kam. Als ein Tiefpunkt dieser Zeit müssen die ausländerfeindlichen Ausschreitungen von Lichtenhagen im August 1992 gewertet werden, an denen sich mehrere hundert teilweise extremistische Randalierer und bis zu 3000 applaudierende Zuschauer beteiligten, und die als die massivsten rassistisch motivierten Übergriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte gelten.

Rostock richtete 2003 die Internationale Gartenschau (IGA) aus und unterhält auf dem Gelände seitdem unter anderem eine Kongress- und Messehalle. Eine gemeinsame Bewerbung mit Leipzig um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 misslang 2004 schon in der internationalen Vorauswahl durch das IOC. Im Juni fand der G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 im westlich gelegenen Seebad Heiligendamm statt. Im September 2012 wurde mit dem Darwineum eine Evolutionsausstellung im Rostocker Zoo eröffnet. 2018 feierte die Stadt das Doppeljubiläum 800 Jahre Rostock und 600 Jahre Universität.[25] Anlässlich dieses Jubiläums gab die Deutsche Post AG eine Sonderbriefmarke im Nennwert von 70 Eurocent heraus.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung 1871 bis 2018

Da Rostock lange Zeit nicht über seine Grenzen hinauswuchs, blieb die Einwohnerzahl vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert konstant bei maximal 11.000 bis 14.000 Personen. Erst mit der Industrialisierung begann diese schnell zu wachsen und überschritt 1935 die Grenze von 100.000, wodurch Rostock zur Großstadt wurde. Bis 1940 stieg die Bevölkerungszahl dann auf 129.500. Auf Grund des Zweiten Weltkriegs sank diese bis Mai 1945 um etwa die Hälfte auf 68.928, stieg dann aber mit der Zuwanderung deutscher Vertriebener aus den Ostprovinzen schnell an.

1971 wurde die Zahl von 200.000 Einwohnern überschritten. 1988 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt mit rund 254.000 ihren Höchststand. Nach der Wende in der DDR verlor die Stadt wegen hoher Arbeitslosigkeit, des Wegzugs vieler Einwohner in das Umland und des Geburtenrückgangs mit 55.000 Personen 22 Prozent ihrer Bewohner. 2007 stieg die Bevölkerung Rostocks wieder auf über 200.000 Personen an, zum Jahresende lebten 200.413 Menschen in der Stadt. Bis Mitte 2012 stieg die Bevölkerungszahl auf 204.320 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Rostock.[26][27] Im Zuge des Bevölkerungswachstums nimmt auch die Bedeutung des Immobilienmarktes und im Speziellen des Wohnungsmarktes in Rostock und seiner Regiopolregion zu, die Miet- und Eigentumspreise steigen in attraktiven Wohnlagen wie in urbanen Blockrandvierteln und Villenkolonien konstant. Zudem entstehen an vielen Stellen im Stadtgebiet Neubauviertel.[28][29]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Stadt stand seit dem 13. Jahrhundert der Rat mit zunächst 10, später 24 Ratsherren. Den Vorsitz hatte der Proconsules beziehungsweise Bürgermeister. Im 19. Jahrhundert gab es sogar drei Bürgermeister. Ab 1925 trägt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Dieser wurde über Jahrhunderte vom Rat der Stadt gewählt. Seit 2002 wird er direkt vom Volk gewählt. Die Amtszeit beträgt zurzeit sieben Jahre.[30]

Zum Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock wurde am 27. Februar 2005 Roland Methling (parteilos) im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt, bei der Wahl am 5. Februar 2012 wurde er erneut im ersten Wahlgang gewählt.[31]

Die folgende Bürgermeisterwahl in Rostock fand am 26. Mai 2019 statt. Der bisherige OB Roland Methling trat aus Altersgründen nicht erneut an. Die meisten Stimmen erhielt der von FDP und CDU unterstützte parteilose Kandidat Claus Ruhe Madsen (34,6 %), gefolgt von Steffen Bockhahn (Linke, 18,9 %) und Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD, 13,2 %). Sieger der Stichwahl zwischen Madsen und Bockhahn am 16. Juni 2019 wurde Claus Ruhe Madsen mit 57,1 %.[32] Er wurde am 28. August 2019 in der Bürgerschaft vereidigt und trat sein Amt zum 1. September 2019 an.

Bürgerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Vertretung der Bürger gibt es eine Stadtvertretung, die in Rostock aus hanseatischer Tradition heraus die Bezeichnung Bürgerschaft trägt. Die Mitglieder der Bürgerschaft werden von den Bürgern der Stadt auf 5 Jahre gewählt. Die Bürgerschaft besteht seit 1994 aus 53 Abgeordneten. Bei der ersten freien Wahl der Bürgerschaft nach der politischen Wende 1989/1990 waren noch 130 Sitze zu besetzen.[33] Nach dem Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde zur Kommunalwahl am 13. Juni 2004 zogen mehrere neue Gruppen in die Bürgerschaft ein.

Die Wahl zur Bürgerschaft fand am 26. Mai 2019 parallel zur Wahl des Oberbürgermeisters und im Rahmen der Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2019 statt. Das Wahlergebnis ergab folgende Sitzverteilung: Die Linke 11, Bündnis 90/Die Grünen 10, CDU und SPD jeweils 8, AfD 5, UFR 4, Rostocker Bund und die FDP je 2, Die PARTEI, Freie Wähler und Aufbruch 09 jeweils ein Mitglied der Bürgerschaft.[34]

Sitzverteilung in der Bürgerschaft (53 Sitze)
Fraktion, Zählgemeinschaft Sitze[34]
Linke/PARTEI
  
12
CDU/UFR
  
11
Grüne
  
10
SPD
  
8
Rostocker Bund
  
5
FDP/Aufbruch 09
  
3
AfD
  
2
FW
  
1
parteilos (ex-AfD)
  
1

Der für den UFR in die Bürgerschaft gewählte OB Roland Methling kündigte vor der konstituierenden Sitzung an, sein Mandat nicht wahrzunehmen. Die LINKE und die PARTEI schlossen sich zu einer Fraktion zusammen, ebenso wie die CDU und drei Abgeordnete des Wählerbündnisses Unabhängige Bürger für Rostock[35]. Auch FDP und Aufbruch 09 bilden seither eine gemeinsame Fraktion. Im rechten Lager wechselten mehrere Abgeordnete die Partei. In der Folge reduzierte sich die Zahl der AfD-Abgeordneten, erfolgte die Auflösung der Fraktionsgemeinschaft von RB/FW und die Führung des Namens Rostocker Bund. Die endgültige Sitzverteilung[34] geht aus dem nebenstehenden Balkendiagramm hervor (Stand: 3. Juli 2019).

Seit dem Austritt eines Mitglieds am 2. September 2020 besteht die RB-Fraktion aus 5 Mitgliedern.[36] Der Ausgetretene wurde „Freier Wähler“ mit einem Sitz. Seit dem Austritt eines AfD-Mitglieds im März 2021 hat die Partei nur noch zwei Sitze inne.[37]

Zum Gremium der Bürgerschaft gehört auch eine Person, die das Präsidium der Bürgerschaft vertritt. Dieses repräsentative Amt wurde 1990 durch die damalige Volkskammer der DDR eingeführt (Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR). Zunächst hauptamtlich wahrgenommen, wird es seit der Änderung der Kommunalverfassung 1994 ehrenamtlich ausgeführt. Der Präsident der Bürgerschaft leitet die Sitzungen, bereitet diese vor und vertritt die Bürgerschaft nach außen. Als Beschwerdekommission ist das Präsidium der Bürgerschaft zudem zuständig für die Behandlung von Angelegenheiten der Einwohnern, denen in der DDR-Vergangenheit Unrecht zugefügt wurde, sowie für Beschwerden allgemeiner Art.[34] Seit dem 3. Juli 2019 ist Regine Lück (Die Linke) Präsidentin der Bürgerschaft.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock ist neben Schwerin eine von zwei kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern. Als solche nimmt Rostock neben den Aufgaben als Gemeinde zusätzlich die eines Landkreises wahr.

Die Verwaltung ist in den Bereich des Oberbürgermeisters und drei Senatsbereiche gegliedert. Beim Oberbürgermeister sind die Bereiche Zukunft, Wirtschaft, Grundsatz angesiedelt, drei Senatoren bearbeiten die Gebiete Finanzen, Verwaltung und Ordnung, Bau und Umwelt sowie Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport.

Die Ortsteile der Stadt sind zu insgesamt 19 Ortsteilvertretungen zusammengefasst. Diese Gremien heißen Ortsbeiräte und werden von der Bürgerschaft der Stadt Rostock nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt. Ihre Mitgliederzahl schwankt je nach Größe ihres Zuständigkeitsbereichs zwischen 9 und 13. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen Angelegenheiten in ihren Ortsteilen zu hören und sind vor allem beratend tätig. Eine endgültige Entscheidungskompetenz hat jedoch nur die Bürgerschaft der Gesamtstadt.

Präsidium
Funktion Amtsinhaber Partei/Wählergruppe Bild
Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück[38] Die Linke Regine Lück by Ralf Roletschek 08.JPG
Senatoren[39]
Senatsbereich Amtsinhaber Partei/Wählergruppe Bild
Zukunft, Wirtschaft, Grundsatz
Oberbürgermeister
Claus Ruhe Madsen parteilos
Finanzen, Verwaltung, Ordnung
Erster Vertreter des Oberbürgermeisters
Chris Müller-von Wrycz Rekowski[40][41][42] SPD Chris Müller-von Wrycz Rekowski.jpg
Bau und Umwelt
Zweiter Stellvertreter des Oberbürgermeisters
Holger Matthäus[43] Bündnis 90/Die Grünen
Jugend und Soziales, Gesundheit und Schule
Zweiter Stellvertreter des Oberbürgermeisters
Steffen Bockhahn[44] Die Linke Steffen Bockhahn.jpg

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock unterhält Städtepartnerschaften mit Bremen seit 1987 und innerhalb der Europäischen Union mit Stettin in Polen seit 1957, Turku in Finnland seit 1959, Dünkirchen in Frankreich seit 1960, Riga in Lettland seit 1961, Antwerpen in Belgien seit 1963, Aarhus in Dänemark seit 1964, Göteborg in Schweden seit 1965, Rijeka in Kroatien und Warna in Bulgarien seit 1966. 2014 wurde anlässlich des 25. Jahrestags der Maueröffnung eine Städtepartnerschaft mit dem dänischen Guldborgsund geschlossen.[45]

Außerhalb der Europäischen Union gibt es Städtepartnerschaften mit Bergen in Norwegen seit 1965, Dalian in der Volksrepublik China seit 1988 und Raleigh (North Carolina) in den USA seit 2001.

Rostock ist Teil der internationalen Städtegemeinschaft Neue Hanse und Mitglied im Konvent der Bürgermeister.

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Stadtwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hansestadt Rostock hatte in ihrer Geschichte drei verschiedene Wappen. Das sogenannte Sigillum war seit 1257 das Stadtsiegel Rostocks und zeigt einen gekrönten Stierkopf, der später das Mecklenburger Wappen wurde. Das aufgrund seiner sicheren Aufbewahrung als Secretum bezeichnete Wappen, das nur einen Greifen zeigt, ist erstmals 1307 belegt. Der Greif ist das herrschaftliche Zeichen der Rostocker Fürsten. Das heute gültige Wappen, das Signum ist 1367 als Siegelstempel entstanden.

In seiner heutigen Form wurde das Wappen allerdings erst am 10. April 1858 durch Großherzog Friedrich Franz II. eindeutig festgelegt. Bis zu dem Zeitpunkt hatten lange verschiedene Wappen, welche von den Siegeln entlehnt worden waren, miteinander konkurriert.

Die Blasonierung des offiziellen Wappens findet sich in der Hauptsatzung der Hansestadt Rostock: „Das Stadtwappen ist ein geteilter Schild; oben in Blau ein schreitender goldener Greif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge; unten von Silber über Rot geteilt“[46] Silber und Rot sind die Farben der Hanse.

1993 ist aus dem Stadtwappen im Rahmen eines Wettbewerbs ein Logo entwickelt worden.[47]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge Rostocks

Im Laufe der Geschichte hat sich die Stadtflagge mehrmals verändert. Eine Rostocker Hanseflagge ist erstmals 1418 belegt. In der heutigen Form wurde sie zuletzt in der Hauptsatzung von 1991 vom Rat der Stadt festgelegt.

Die Stadtflagge besteht aus drei waagerechten Streifen. Der obere Streifen zeigt die Farbe Blau. Er nimmt die Hälfte der Flaggenhöhe ein und ist mit einem zum Liek gewendeten, schreitenden goldenen (gelben) Greifen mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge belegt. Der mittlere Streifen zeigt die Farbe Silber (Weiß), der untere Streifen die Farbe Rot. Die beiden unteren Streifen nehmen je ein Viertel der Höhe ein. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

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Das Logo der Hansestadt Rostock zeigt den Rostocker Greif mit zwei segelartigen Formen, die die Stadtfarben Blau, Weiß und Rot bilden. Unter der Abbildung steht „Hanse- und Universitätsstadt Rostock“.

Es wurde im Rahmen eines Wettbewerbes im Juli 1993 von der Werbeagentur FAB Kommunikation entwickelt. Es soll als Erkennungsfaktor dienen und ein optisches Zeichen sein, dass in der Öffentlichkeit automatisch mit der Hansestadt Rostock verbunden werden soll.[48]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbild, Baudenkmale und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IGA-Park in Rostock-Schmarl
Teepott“ und Leuchtturm in Warnemünde

Trotz aller Zerstörungen, die vor allem der Stadtbrand von 1677 und die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs, aber auch die Stadtplanung infolge des Wachstums im 19. Jahrhundert und zur Zeit der DDR verursachten, verfügt Rostock über einen reichen Altbaubestand und einen relativ geschlossenen historischen Stadtkern. Besonders hervorzuheben sind Gebäude im Stil der Backsteingotik aus der Zeit der Hanse.

Die größte Kirche ist St. Marien im Stadtzentrum, ein Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik, geprägt von einem mächtigen Westbau mit Turmmassiv. Der Bau der dreischiffigen Basilika, die aber den Charakter eines Zentralbaus hat, begann um 1290 und war um die Mitte des 15. Jahrhunderts abgeschlossen.[49] St. Marien weist eine besonders reiche Ausstattung auf. Eine frühgotische Vorgängerkirche wurde erstmals 1232 urkundlich erwähnt.[50] In der Östlichen Altstadt stehen die St.-Petri-Kirche am Alten Markt, deren Umgebung die Keimzelle Rostocks darstellt, sowie die frühgotische Nikolaikirche. Ferner ist die Kirche des Klosters zum Heiligen Kreuz im westlichen Stadtzentrum erwähnenswert. Außerhalb der Stadtmauern befinden sich die Heiligen-Geist-Kirche in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und die Kirche Warnemünde, die beide im neogotischen Stil des 19. und frühen 20. Jahrhunderts errichtet wurden.

Dem gotischen Rathaus aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurde 1727 eine barocke Fassade vorgesetzt. Beispiele prachtvoller gotischer Kaufmannshäuser sind das Hausbaumhaus, das Kerkhoffhaus, das Ratschow-Haus oder das Krahnstöverhaus in der Großen Wasserstraße. Zahlreiche im Kern mittelalterliche Bürgerhäuser wurden später barock oder klassizistisch überformt, vor allem in repräsentativen Lagen wie am Neuen Markt, in der heutigen Kröpeliner Straße oder am heutigen Universitätsplatz (früher Hopfenmarkt).

Von der Rostocker Stadtbefestigung sind heute noch drei mittelalterliche Stadttore aus Backstein (Steintor, Kuhtor, Kröpeliner Tor) und eines aus klassizistischer Zeit (Mönchentor), ein Wehrturm (Lagebuschturm), größere Teile der Stadtmauer auf einer Länge von insgesamt etwa 1300 Metern, teilweise mit Wieckhäusern, sowie Teile des Festungswalls erhalten.

Markante Bauten des 19. Jahrhunderts sind unter anderem das neugotische Ständehaus, das Hauptgebäude der Universität am Universitätsplatz im Stil der Neorenaissance. Im frühen 20. Jahrhundert wurde die Stadt stark erweitert, dabei entstand unter anderem ein Villenviertel in der Bahnhofsvorstadt (mit der Zeeckschen Villa als einem wegweisenden Bauwerk dieser Zeit) und das Arbeiterquartier Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Zu den zahlreichen Bauten aus der Zeit der Industrialisierung zählt der Wasserturm von 1903.

Eine Reihe von stadtbildprägenden Bauten wurde im Krieg zerstört, einige weitere auch in den 1950er und 1960er Jahren abgerissen. Mit der Langen Straße entstand in den 1950er Jahren eine repräsentative Magistrale im Stil des Sozialistischen Klassizismus unter Einbeziehung von Elementen der Backsteinarchitektur. Größere Wohngebiete entstanden in den 1960er und 1970er Jahren im Süden und vor allem im Nordwesten der Stadt. Weitere Plattenbaugebiete folgten in den 1980er Jahren im Nordosten Rostocks.

Mehrere von Ulrich Müther entworfene Hyparschalen-Bauten wurden um 1970 in Rostock gebaut. Dazu zählen die Gaststätte „Kosmos“ in der Südstadt, der „Teepott“ in Warnemünde oder die Christuskirche südwestlich der Innenstadt, die als Ersatz für die 1971 abgerissene katholische Kirche am Schröderplatz diente.

Ende der 1990er Jahre entstand unter Leitung von Gerkan, Marg und Partner hinter der Gründerzeitfassade des ehemaligen Hotels „Rostocker Hof“ eine der innerstädtischen Einkaufspassagen in Rostock. Dasselbe Architekturbüro zeichnete auch für das städtebauliche Konzept und die Bauten der IGA 2003 verantwortlich. Das Büro des dänischen Architekten Henning Larsen entwarf die sachlich-modernen Gebäude des Max-Planck-Instituts am Stadthafen, das 2001 fertiggestellt wurde, und der Universitätsbibliothek in der Südstadt (2004). 2005 entstand im Stadtzentrum der postmoderne Bau der Deutschen Med vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Botanische Garten, der ehemaligen IGA, die Rostocker Heide mit dem „Gespensterwald“ und der Rostocker Zoo im Naherholungsgebiet im Barnstorfer Wald, der seit 2012 mit dem Darwineum eine besondere Attraktion bietet.

In maritim geprägten Warnemünde sind der Alte Strom mit einer Reihe kleiner Fischerhäuser und der Leuchtturm von 1898 Wahrzeichen dieses Stadtteils. In den 1920er und 1930er Jahren entstanden als bedeutende Einzelbauwerke des Neuen Bauens das Kurhaus Warnemünde. Am Teepott beginnt die Seepromenade. Der Strand ist über drei Kilometer lang, steinfrei und wird in Richtung Steilküste Stoltera immer schmaler.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock bietet, vor allem durch die Hochschule für Musik und Theater (HMT, siehe unten) und durch das A-Orchester Norddeutsche Philharmonie am Volkstheater Rostock, eine reiche Musikszene auf hohem Niveau.

Das wichtigste Orchester der Stadt ist die Norddeutsche Philharmonie am Volkstheater, der größte Klangkörper des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Neben der Mitwirkung an den musikalischen Oper-, Operetten-, Musical- und Ballettaufführungen werden auch die regelmäßig stattfindenden Philharmonischen Konzerte gut besucht. Regelmäßig finden Konzerte nicht nur im Großen Haus, sondern auch im Barocksaal und der Nikolaikirche statt. Am Volkstheater ist auch die Rostocker Singakademie, eine aus Berufssängern und Laien bestehende Chorvereinigung tätig.

Tragende Säulen der Aufführungen von klassischer Musik in Rostock sind die Kantoreien der St.-Johannis-Kirche, der Marienkirche und der Kirche Warnemünde. Die verschiedenen Chöre dieser Kantoreien bestreiten neben der musikalischen Begleitung der Gottesdienste eine rege Konzerttätigkeit mit Aufführungen von Kantaten, Motetten und Oratorien teilweise in Begleitung international namhafter Solisten und Orchester.

Seit 1991 finden im ganzen Land jährlich im Sommer die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern als ein Festival klassischer Musik statt. Zu den Spielorten in Rostock gehört während des Sommers auch eine alte Schiffbauhalle der Neptun-Werft.

Mit der Pasternack Big Band ist in Rostock eine der wenigen noch existierenden Big Bands in Norddeutschland beheimatet. Es gibt weiterhin kleinere aktive und ambitionierte Jazz-Ensembles und Bands, wie Swing for Fun, The Marching Saints, die Breitling-Stompers, Ipanema und Fritzings Dixie Crew, die unterschiedliche Genres und Stilistiken bedienen und sich harmonisch in die Jazz-Szene Norddeutschlands einfügen. Die Reihe Jazzdiskurs stellt regelmäßig bekannte und unbekannte Formationen und Solisten aus allen Stilrichtungen des Jazz vor, im Bogarts Jazz Club (ansässig in der Kneipe und Kleinkunstbühne „Ursprung“) gibt es Blues und Rock, Dixieland, Bebop oder Modern Jazz. Der Jazzclub Rostock e. V. wirkt auf eine Entwicklung der Jazzmusik in Rostock und Umgebung hin. Jährlich findet in Rostock ein fünftägiger Jazz-Workshop für traditionellen Jazz, Mainstream, modernen Jazz, zeitgenössischen Jazz und Blues statt.

Überregional bekannt und aktiv ist der Shantychor Die Blowboys.[51]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste feste Theaterspielstätte in Rostock entstand 1786 mit dem alten Stadttheater, das 1880 abbrannte. 1895 konnte ein größeres Theater südöstlich des Steintors eingeweiht werden. Dieses Haus wurde beim Bombenangriff auf Rostock Ende April 1942 weitgehend zerstört.

Das Rostocker Volkstheater entwickelte sich zu einer der profiliertesten Bühnen der DDR. Ambitionierte Pläne für einen Neubau wurden seit den 1970er Jahren diskutiert, aber nie verwirklicht. Stattdessen wurden die seit den 1940er Jahren als provisorische Spielstätten eingerichteten, über die Stadt verteilten Häuser allmählich ausgebaut und erweitert. Heute verfügt das Volkstheater über die drei Spielstätten Großes Haus, das Theater im Stadthafen sowie die Kleine Komödie und deckt die Sparten Schauspiel, Musiktheater/Oper, Ballett und Philharmonie ab. Speziell für Kinder und Jugendliche gibt es ein Kindertheater und einen Theaterjugendclub. Die äußerst angespannte Haushaltslage Rostocks führt zu ständig größer werdenden Einsparungsforderungen an das Theater, die seine Existenz als vollwertiges Vier-Sparten-Theater in Frage stellen.

Neben dem städtischen Volkstheater bereichert auch die 1991 gegründete freie Compagnie de Comédie in der Bühne 602 die Rostocker Theaterlandschaft mit Musical, Schauspiel, Komödie, Konzerten und Märchen. Seit fast 90 Jahren gibt es die Niederdeutsche Bühne Rostock, die in der Bühne 602 und im Theater im Stadthafen mit regelmäßig zwei Premieren pro Spielzeit auftritt. Das jüdische Theater Mechaje ist seit 1997/1998 Bestandteil des Rostocker Theaterlebens.[52]

Kinos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lichtspieltheater Wundervoll (Li.Wu.) ist seit 1993 ein Programmkino, das in drei Sälen „künstlerisch und politisch ambitionierte Filme“[53] zeigt. Die beiden Spielstätten in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt sind das 2012 wieder eröffnete Metropol und die 2014 errichtete Frieda23.[54] Die Frieda23 ist außerdem zentrale Spielstätte des Rostocker Filmfestivals, dem Festival im Stadthafen (FiSH), das vom Institut für neue Medien (IfnM) organisiert wird. Das Li.Wu. ist Mitglied in den Netzwerken AG Kino – Gilde Deutscher Filmkunsttheater und Europa Cinemas; Förderer sind die Hansestadt Rostock und die Filmförderungsanstalt FFA.[55]

Die Rostocker Kinos blicken zum Teil auf eine lange Geschichte zurück. Die ersten von fünf in der DDR betriebenen Lichtspielhäusern gingen bereits während der Stummfilm-Zeit an den Start: 1911 das Metropol und 1916 die Park-Lichtspiele in Warnemünde. Mit deutlichem Abstand folgten Hansa-Filmpalast (1937), Capitol (1938), und Theater des Friedens (1953).[56] Außer dem wiederbelebten Metropol hat nur eines dieser Kinos überlebt – als CineStar Capitol, mit heute 1089 Sitzplätzen in 4 Kinosälen.[57] Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung hatte die Lübecker Kieft & Kieft Filmtheater GmbH die Kinos Hansa, Capitol und Park-Lichtspiele übernommen, das Kino in Warnemünde aber bereits 1995, das Hansa dann 2012 als unrentabel abgestoßen.[58] Für die Vorführung kommerziell geprägter Blockbuster wurde 1996 im Ortsteil Lütten Klein das erste CineStar Multiplex-Kino Mecklenburg-Vorpommerns errichtet: mit 7 Leinwänden und 1996 Sitzplätzen.

Zoo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostocker Zoo

Der Zoo Rostock wurde 1899 gegründet und erstreckt sich auf einer Fläche von 56 Hektar im Barnstorfer Wald. Mit rund 4500 Tieren und 320 verschiedenen Tierarten ist er der größte Zoo an der deutschen Ostseeküste. Dazu zählen Eisbären, Großkatzen (Löwen, Schneeleoparden, Jaguare), Erdmännchen, Pinguine, Seebären, Gorillas, Orang-Utans und viele andere. Im September 2012 wurden mit dem Darwineum des Zoos eine Evolutionsausstellung und eine neue Bleibe vor allem für die Primaten eröffnet.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von einem Verein privat betriebene Kunsthalle ist das größte Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Mecklenburg-Vorpommern. Sie war der erste und einzige Neubau eines Kunstmuseums in der DDR. In der Sammlung sind vor allem bedeutende Kunstwerke aus den Regionen Mecklenburg und Vorpommern, sowie Werke des Spätexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit vertreten.

Das Kulturhistorisches Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz, ist eines der größten und bedeutendsten Museen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Museum beherbergt u. a. eine Sammlung von rund 70 Gemälden niederländischer Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts, die zu den wichtigsten in Norddeutschland zählt. Eine Dauerausstellung zur Rostocker Stadtbefestigung im Kröpeliner Tor sowie die Societät Rostock maritim (ehemals Schiffbaumuseum samt Traditionsschiff Typ Frieden) zeigen (kultur-)historische Exponate. Das Kempowski-Archiv ist als Literaturmuseum dem Leben und Werk Walter Kempowskis gewidmet.

Die Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi setzt sich mit der wichtigsten Herrschaftsstütze des SED-Regimes in der DDR auseinander und erinnert an die Opfer des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Sie ist eine der am besten erhaltenen Untersuchungshaftanstalten des MfS.

Außerhalb des Stadtzentrums gibt es das Heimatmuseum Warnemünde, das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum auf dem Traditionsschiff Typ Frieden in Rostock-Schmarl und den Forst- und Köhlerhof Wiethagen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Literaturhaus Rostock im Peter-Weiss-Haus widmet sich schwerpunktmäßig der Förderung von Autoren und der Stärkung der Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Regelmäßig finden Lesungen, Workshops, Schreibwerkstätten und Ausstellungen statt. Das Haus richtet jährlich die Peter-Weiss-Woche aus. 2010 wurde in Rostock auf Initiative zahlreicher Wissenschaftler der Johnson-Forschung mit Unterstützung der Universität und der Stadt Rostock die Uwe-Johnson-Gesellschaft gegründet.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte regelmäßige Veranstaltung in Rostock ist die Hanse Sail. Sie steht in der Tradition der Internationalen Ostseewoche, deren Hauptveranstalter Rostock von 1958 bis 1975 war. Sie findet jährlich im August statt und zieht bis zu einer Million Besucher an.

Der Weihnachtsmarkt ist der größte Norddeutschlands. Zu Pfingsten findet seit 1390 der Rostocker Pfingstmarkt statt. Er entwickelte sich von einer frühneuzeitlichen Handels- und Warenmesse zu einem Volksfest. Bis in die 1930er Jahre war der Pfingstmarkt die größte Veranstaltung seiner Art in Rostock. Erst in den 1960er Jahren wurden der Weihnachtsmarkt und andere Veranstaltungen wichtiger.

Das Steintor während der Lichtwoche

Am Jahresbeginn findet der Kabarettistenwettbewerb Der Rostocker Koggenzieher statt, ab Ende März bis in den Juni der Bücherfrühling an der Warnow, der viele Lesungen und Ausstellungen bietet, seit April 2004 außerdem die halbjährlich stattfindende Literaturshow Prosanova im MAU Club, im April und Oktober ist Rostocker Kulturwoche. Im Mai feiert die Kröpeliner-Tor-Vorstadt das Stadtteilfest Blaumachen. Ebenfalls im Mai findet das Kurzfilmfestival FiSh statt. Im Juni ist Ostseejazz-Festival, im Juli dann der Rostocker Sommer mit Musik, Folklore, Literatur und am Strand die Veranstaltungsreihe Sommer der Kulturen, darüber hinaus auch Warnemünder Woche und der Rostocker Christopher Street Day. Im September finden schließlich das Boulevardfest und das Rostocker Hafenfest statt, gefolgt von der Rostocker Lichtwoche Anfang November, bevor das Veranstaltungsjahr mit dem Rostocker Weihnachtsmarkt im November/Dezember und den großen Silvesterfeuerwerken im Stadthafen und Warnemünde endet.

Alle zwei Jahre wird für kulturelles Engagement und für Leistungen, die das Geistes- und Kulturleben der Hansestadt Rostock wesentlich bereichern, der Kulturpreis der Hansestadt Rostock verliehen.

2018 feiert die Hansestadt Rostock ihr 800-jähriges Stadtjubiläum und richtete zudem das Landesfest Mecklenburg-Vorpommern-Tag aus.[59] Rostock erhielt den Zuschlag, die Bundesgartenschau 2025 auszurichten.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2016 erbrachte Rostock, innerhalb der Stadtgrenzen, ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 7,218 Milliarden € und belegte damit Platz 52 innerhalb der Rangliste. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 34.910 € (Mecklenburg-Vorpommern: 25.454 €, Deutschland 38.180 €). Das BIP je Erwerbsperson beträgt 62.689 €. 2016 wuchs das BIP der Stadt nominell um 0,9 %, im Vorjahr betrug das Wachstum 1,1 %. In der Stadt sind 2017 ca. 115.100 Erwerbstätige beschäftigt.[60] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 7,3 % und damit unter dem Durchschnitt von Mecklenburg-Vorpommern von 7,6 % (im benachbarten Landkreis Rostock betrug sie 5,6 %).[61]

Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeiten bei Liebherr im Rostocker Hafen

Die Rostocker Wirtschaft erlebte immer wieder Strukturwandel. Durch die Hanse und den damit verbundenen Freihandel in Europa erlebte die Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufstieg. Seine Kirchtürme gehörten zu dieser Zeit zu den höchsten Gebäuden der Welt. Dieser Aufstieg versiegte erst, als der Atlantikhandel an Bedeutung zunahm: Der Hansebund war zu starker Konkurrenz ausgesetzt und konnte sich nicht länger gegen die Fürsten behaupten. Machtkämpfe während des Dreißigjährigen Krieges ließen die Stadt wirtschaftlich ausbluten und mündeten in einem großen Stadtbrand, von dem sich Rostock lange nicht erholte.

Erst die Industrialisierung schuf neue Infrastruktur in der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurden aber wirtschaftliche Strukturen zerstört und Industrien wie der Flugzeugbau zunächst nicht wieder etabliert. Nach dem Krieg hatte die Stadt als größter Ostseehafen mit dem wichtigsten Werftenstandort des neuen DDR-Staates eine besondere Bedeutung. Mit der Wiedervereinigung stand die Stadt dann vor der Herausforderung, die vorhandene Infrastruktur den veränderten ökonomischen Bedingungen anzupassen. Während dieses Prozesses verloren zunächst zahlreiche Beschäftigte ihre Arbeit. Im 21. Jahrhundert hat sich Rostock wirtschaftlich erholt und beherbergt einige Wachstumsbranchen im Stadtgebiet, auch im Bereich der Spitzentechnologien.

Bedeutende Wirtschaftszweige und Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock ist heute das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns und eines von vier Oberzentren des Landes. Der größte öffentliche Arbeitgeber der Stadt ist gegenwärtig die Rostocker Universität. Der Dienstleistungssektor gewinnt immer mehr an Bedeutung, so siedeln sich Unternehmen der Informationstechnologie, Callcenter, touristische und kreative bzw. online agierende Dienstleister an.

Ein wichtiger Wirtschaftszweig für Rostock ist die Maritime Wirtschaft, auch wenn die Fischverarbeitung (Fischkombinat Rostock) nach der Wiedervereinigung stark an Bedeutung verlor und der Schiffbau (Neptun-Werft, Warnow-Werft) sich neu finden musste. Die Rostocker Werften blieben aber erhalten. Heute sind im Dienstleistungsbereich die Reedereien Scandlines, AIDA Cruises, Scandferries, Deutsche Seereederei und F. Laeisz von Bedeutung, im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe unter anderem Schiffselektronik Rostock, Tamsen Maritim, Liebherr-MCCtec Rostock, sowie die Warnemünder Werften Nordic Yards (ehemals Warnowwerft) und Neptun-Werft. Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises im Rostocker Stadthafen hat als größter Arbeitgeber rund 6000 Beschäftigte.[62] In Rostock sind mehrere Frosttrawler deutscher Tochtergesellschaften des niederländischen Fischereikonzerns Parlevliet & Van der Plas beheimatet, darunter mit Maartje Theadora der größte Trawler Europas.

Der börsennotierte Windenergieanlagenhersteller Nordex ist das umsatzstärkste Unternehmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.[63] 2007 wurde die Aktie in den ÖkoDAX aufgenommen, ebenso ist das Unternehmen im Technologiewerteindex TecDax gelistet.

Ein überregional bekanntes Unternehmen ist die Hanseatische Brauerei Rostock GmbH, die unter anderem das mit mehreren DLG-Goldmedaillen ausgezeichnete Bier Rostocker Pils braut und im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern vermarktet. Mit der Wiedereinführung der Marke Mahn & Ohlerich Ende 2011 wird zudem an die einstigen Gründer der Brauerei, Georg Mahn und Friedrich Ohlerich, erinnert.

Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH – Rostock Business lenkt seit ihrer Gründung von 2003 die Wirtschaftsförderung in Rostock. Mit der Stadt wurde dazu ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Gesellschafter sind das Wohnungsunternehmen WIRO, die Hafenentwicklungsgesellschaft HERO Rostock Port und die Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH (RVV). Ziel der Gesellschaft ist die Erhöhung der Wahrnehmbarkeit der Region durch Stadt- und Standortmarketing, allgemeine Aufgaben der Wirtschaftsförderung für die Hansestadt Rostock, Investorenansprache und Akquisition von Unternehmen, Betreuung der ortsansässigen Unternehmen und Existenzberatungsleistungen, sowie Unterstützung und Koordinierung der Technologieförderung.[64] Die Versorgung der Hansestadt Rostock wird mittels der Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH (RVV) gestaltet. Dafür haben sich die RVV als Organträger, die Stadtwerke Rostock und die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) zu einem Querverbund zusammengeschlossen.

Luft- und Raumfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Mecklenburg-Vorpommern: Luft- und Raumfahrt

Replik der Heinkel He 178 im Flughafen Rostock-Laage. Das erste Düsenflugzeug der Welt erlebte seinen Erstflug am 27. August 1939 über Rostock-Marienehe.

Rostock hat eine bedeutende Geschichte als Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie. Schon der renommierte Astronom Tycho Brahe studierte im 16. Jahrhundert an der Universität Rostock. Der Standort Rostock war zu Vorkriegszeiten eine der innovativsten Produktionsstätten für Luftfahrzeuge weltweit. Im Stadtteil Warnemünde entstand mit den Ernst Heinkel Flugzeugwerken 1922 einer der größten Flugzeugbauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Firma brachte der Stadt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den endgültigen Durchbruch in Sachen Industrialisierung, Rostock wurde moderne Großstadt und Technologie-Standort. Die Heinkel He 178 war das weltweit erste Düsenflugzeug[65] und hatte ihren Jungfernflug am 27. August 1939 über Rostock-Marienehe. Seit 1921 gab es in Warnemünde zudem die Arado Flugzeugwerke. Ebenfalls zunächst in Warnemünde und ab 1934 in Ribnitz war der Walther-Bachmann-Flugzeugbau ansässig. Für die Aufrüstungspolitik ab 1933 wurden die meisten Firmen teilenteignet bzw. mussten auf Militärfertigung umstellen. Zu DDR-Zeiten wurden ab 1961 alle verbleibenden Unternehmen der Branche enteignet und z. B. auf landwirtschaftliche Produktion umgerüstet, oder vollständig liquidiert.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 konnte sich die Branche im Großraum Rostock wieder etablieren. Mehrere Airbus-Zulieferer mit insgesamt rund tausend Mitarbeitern[66] haben sich rund um Rostock angesiedelt, wie die RST Rostock-System-Technik GmbH, die sich am 2007 eröffneten Zentrum für Luft- und Raumfahrt des Technologieparks Warnemünde[67] befindet. Dort wird gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch an der Entwicklung der europäischen Satellitennavigation Galileo gearbeitet, mit dem Projekt „Sea Gate“ für Schiffssteuerung.[68][69] Auch Edag, die luratec AG, Assystem, Ferchau Engineering und Diehl Aerospace sind am Standort Rostock.[70]

Der BDI schlug 2019 vor, im Raum von Rostock einen Weltraumbahnhof zu errichten, der dann in der Lage ist, kleinere Satelliten von Deutschland aus starten zu lassen. Dieser Vorschlag wurde unter anderem vom Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterstützt und geprüft.[71]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tourismus ist für Rostock von großer Bedeutung. 2011 übernachteten gut 1,5 Millionen Gäste in der Stadt, davon fast 900.000 in Warnemünde.[72] Der Anteil ausländischer Gäste machte sowohl in absoluten Zahlen als auch hinsichtlich der Übernachtungen deutlich unter zehn Prozent aus.[72]

Kreuzfahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz der AIDA Cruises im Rostocker Stadthafen

Für Rostock und die Region sind die Kreuzfahrten von Bedeutung. 2017 wurden bei 190 Anläufen von 36 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen 892.000 Passagiere abgefertigt.[73][74] Begünstigt wird die Situation durch den Flughafen Rostock-Laage, den guten Anschluss an Berlin, Hamburg und Skandinavien als Touristenziele und das 2005 eröffnete Kreuzfahrtterminal.[75]

Seit mehreren Jahren nutzt die deutsche Reederei AIDA Cruises Warnemünde als Basishafen für Ostseekreuzfahrten. Auch die spanische Pullmantur nutzt Rostock inzwischen als Basis für ihre Ostseekreuzfahrten. Costa Crociere und MSC Kreuzfahrten nutzen seit 2010 bzw. 2014 Warnemünde neben Kopenhagen als Basishafen für Nordeuropa-Kreuzfahrten. Die Norwegian Cruise Line und die amerikanische Reederei Princess Cruises ermöglichen auf Ostseekreuzfahrten den Zustieg in Warnemünde.

Durch zahlreiche Kreuzfahrt-Schiffsanläufe steigt im Raum Warnemünde in der Kreuzfahrtsaison die Belastung durch Rußpartikel. So wurden 2013 nach einer NABU-Studie 300.000 Feinstpartikel pro cm³ gemessen. Damit werde die übliche Verschmutzung in urbanen Räumen um das 60-fache überschritten.[76] Gemessen an der Anzahl der Personen, die sich auf einem Schiff befinden, ist der Ausstoß im Vergleich zum Beispiel zu Automobilen allerdings gering.[77] Die Reedereien vermelden, dass es kontinuierliche Verbesserungen und klare Ausstiegsszenarien gibt. Seit 2015 wird durch die seitdem in Nord- und Ostsee geltenden SECA-Auflagen der weniger belastende Dieselkraftstoff statt des Schweröls eingesetzt. Rußpartikelfilter seien allerdings noch nicht serienreif und neue Motoren würden erst in neuen Schiffsgenerationen verbaut.[78]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlagsgebäude der Ostsee-Zeitung vor dem Steintor

Das erste periodisch erscheinende Nachrichtenblatt in Rostock, der Auszug der Neuesten Zeitungen erschien ab 1711. 1846 wurde daraus die Rostocker Zeitung, die Zeitung des liberalen Bürgertums der Stadt. Lange auflagenstärkste Zeitung des Landes war der 1881 gegründete Rostocker Anzeiger.

Im 20. Jahrhundert spiegelten die Zeitungen vorwiegend die politischen Gruppen wider. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts finden sich im linken politischen Spektrum die sozialdemokratische Mecklenburgische Volkszeitung und die kommunistische Volkswacht, im rechten die völkische Mecklenburger Warte und der nationalsozialistische Niederdeutsche Beobachter. Zur Zeit der DDR wurde die Medienlandschaft vom Staat bestimmt und so erschien als Organ der SED die Volkszeitung, die ab 1946 Landeszeitung und dann 1953 Ostsee-Zeitung heißen sollte. Für die CDU erschien der Demokrat, für die LDPD die Norddeutsche Zeitung, und für die NDPD die Norddeutschen Neuesten Nachrichten. Nach der Wende wurde Der Demokrat an den Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verkauft und wie die Norddeutsche Zeitung 1991 eingestellt.

Überlebt haben dagegen die Ostsee-Zeitung (OZ) und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten (NNN), die heute als regionale Tageszeitungen in Rostock erscheinen. Daneben gibt das Boulevardblatt Bild eine Regionalausgabe für Mecklenburg-Vorpommern heraus. Es gibt mehrere Online-Stadtmagazine wie Rostock Heute und das Rostocker Journal, außerdem regelmäßig erscheinende kostenlose Anzeigenmagazine. Als Monatspublikationen erscheinen regelmäßig das 0381-Stadt & Kulturmagazin, die Szene Rostock, das Stadt- und Szenemagazin Piste, der o.k. Ostseekalender und HRO Live.

Die Stadt ist Sitz eines Regionalstudios des NDR, das Beiträge für den Hörfunk und das Fernsehprogramm produziert. Zwei regionale Fernsehsender berichten aus Rostock, der Privatsender tv.rostock und der Bürgerfernsehsender rok-tv (Rostocker Offener Kanal). Ebenfalls in Rostock ansässig ist der seit 2012 sendende landesweite Privatfernsehsender MV1. Im Sommer 2005 ging Radio Lohro, ein nicht kommerzielles Stadtradio für die Region Rostock, auf Sendung. Ebenfalls aus der Hansestadt senden die landesweiten Privatsender Ostseewelle und Antenne MV.

Mit einer Rostocker Zweigstelle ist die Deutsche Presse-Agentur (dpa) vertreten.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet befinden sich fünf ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Molenfeuer in Warnemünde, an der Einfahrt zu den Rostocker Häfen

Hafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende wurde der stark zerstörte Stadthafen, der jahrhundertelang der Haupthafen Rostocks war, in mehrjähriger Arbeit wieder instand gesetzt. Das Wirtschaftswachstum der DDR und der Aufbau einer großen staatlichen Handelsflotte erforderten jedoch den Bau eines neuen, leistungsfähigen Hochseehafens, der 1960 außerhalb der bebauten Stadt am Breitling in Betrieb genommen wurde. Dazu wurde in Warnemünde ein neuer Zugang zur Ostsee gebaggert. Um an die Bedürfnisse der DDR- und Ostblock-Wirtschaft angepasst zu sein, wurde der Überseehafen ständig aus- und umgebaut und erreichte 1989 mit über zwanzig Millionen Tonnen Umschlag – überwiegend Massenschüttgütern – sein bis dahin bestes Ergebnis.

Mit der deutschen Einheit begann der mühevolle Weg, den ausschließlich auf DDR-Bedürfnisse ausgelegten Hafen so umzugestalten, dass er einen akzeptablen Platz im Ensemble der deutschen Häfen finden konnte. In den vergangenen 15 Jahren hat der Überseehafen sein Erscheinungsbild und sein Leistungsangebot deshalb stark verändert. Aufgrund des modernen Ölhafens, der Anlagen für den Getreide-, Kohle-, Düngemittel- und Zementumschlag und des Terminals für den Export von Zucker, Holz, Schrott und Stückgütern ist er nach wie vor ein universaler Umschlagplatz.

Der Überseehafen ist – gemessen am jährlichen Güterumschlag – der zweitgrößte deutsche Ostseehafen nach dem in Lübeck und nach Puttgarden ist er derjenige mit der zweithöchsten Zahl an Reisenden (ca. 2 Mio. Passagiere). Passagierfähren verkehren nach Gedser (Dänemark) und Trelleborg (Schweden). Eigentümer der Hafeninfrastruktur ist die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH (HERO), ein Gemeinschaftsunternehmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Hansestadt Rostock. Der Hafenbetrieb wird durch die Seehafen Rostock Umschlagsgesellschaft mbH, die sich in privatem Besitz befindet, und weitere Unternehmen durchgeführt.

2013 wurden über die Rostocker Hafenanlagen insgesamt 23,2 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen (2012: 22,7 Mio. t[79], 2011: 24 Mio. t), davon 21,4 Mio. t im Rostocker Überseehafen.[80] Auf der Adria-Baltikum-Achse gibt es dazu Güterzugsverbindungen zwischen dem Hafen Rostock und dem Endpunkt der maritimen Seidenstraße um den Knotenpunkt Triest.[81]

Rostock gehört neben Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven zu den Städten, die im Gespräch für ein Flüssigerdgasterminal sind,[82][83] 50 Umweltverbände und Bürgerinitiativen sprechen sich dagegen aus.[84]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liniennetz des öffentlichen Nahverkehrs in Rostock und Umgebung

1881 ging die erste Pferdebahn mit Waggons auf Schienen in Betrieb. Bereits zu Anfang gab es drei verschiedene Strecken. 1904 nahm die erste elektrische Straßenbahn der Rostocker Straßenbahn AG ihren Betrieb auf. 1944 wurde die RSAG nach Ablauf der Konzession zur Städtischen Straßenbahn Rostock, aus der 1951 der VEB Nahverkehr Rostock hervorging. 39 Jahre später erfolgte die Wiedergründung der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG).

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch die S-Bahn Rostock der Deutschen Bahn (Regio Nordost), durch Straßenbahnen und Omnibuslinien der RSAG bedient. Es gibt sechs Straßenbahn-, 22 Stadtbus- und zwei Nachtbus-Linien. Zwei Fährlinien verkehren über die Warnow: eine Personenfähre zwischen dem Stadtzentrum und Gehlsdorf sowie eine Autofähre zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Regionalbuslinien erschließen das Umland. Sie werden von rebus, der Omnibusverkehrsgesellschaft Güstrow und weiteren Unternehmen innerhalb des Verkehrsverbundes Warnow (VVW) betrieben, der 1997 gegründet wurde.

Ab 2006 gab es Planungen, durch eine Verknüpfung von Schienenstrecken der Straßenbahn, Regionalbahn und S-Bahn ein Stadtbahnsystem herzustellen. Diese Überlegungen wurden auch aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptbahnhof, Nordempfangsgebäude von 1913

Der größte und wichtigste Bahnhof der Stadt ist der Rostocker Hauptbahnhof, ein überregionaler Eisenbahnknoten. Verschiedene Eisenbahnstrecken aus allen Teilen des Landes führen hier zusammen, die entsprechenden Regionalzüge treffen sich immer zur vollen Stunde (ITF-Knoten).

Im Fernverkehr verbinden ICE und Intercity-Züge Rostock u. a. mit Hamburg, dem Ruhrgebiet, Stuttgart, Stralsund, Berlin, München und Leipzig. Einzelne Fernverkehrszüge bedienen darüber hinaus den Bahnhof Warnemünde.

Rostock verfügt über ein eigenes S-Bahn-Netz. Dessen Hauptachse verbindet die Innenstadt mit den nördlichen Großwohnsiedlungen wie Lütten Klein und Warnemünde. Die S-Bahn-Züge verkehren in den Spitzenzeiten alle 7½ Minuten. Stündlich fahren S-Bahn-Züge sowohl über Schwaan als auch über Laage nach Güstrow.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock liegt an den Autobahnen A 19 (Rostock – Autobahndreieck Wittstock (Dosse) – Berlin) und A 20 (Stettin–Stralsund–Rostock–Lübeck), die im Autobahnkreuz Rostock miteinander verknüpft sind, und an den Bundesstraßen B 103, B 105 und B 110. Die Autobahnen und die Bundesstraßen 103 und 105 bilden zusammen mit dem Warnowtunnel einen Schnellstraßenring in und um Rostock.

Der Warnowtunnel wurde 2003 als Verbindung der westlich und östlich der Unterwarnow gelegenen Stadtteile zwischen Schmarl und Oldendorf eröffnet. An seinem östlichen Ende beginnt die A 19, das Westende ist mit der Schnellstraße vom Rostocker Zentrum nach Warnemünde verbunden. Der Tunnel ist der erste privat finanzierte und mautpflichtige Straßentunnel Deutschlands. Ging man in den Planungen zunächst von 22.000 Durchfahrten pro Tag aus, hat sich die Verkehrsbelegung heute bei rund 12.000 Durchfahrten eingependelt. Damit konnten sich die Erwartungen bisher bei weitem nicht erfüllen. Als Konsequenz daraus wurde das Finanzierungsmodell nachträglich angepasst.

Von 1998 bis 2007 wurde auch das innerstädtische Straßennetz mit dem Neu- und Ausbau der Arnold-Bernhard-Straße und der August-Bebel-Straße sowie der Verbindung vom Schröderplatz zum Warnowufer grundlegend neu gestaltet. Parallel dazu wurden die früher verkehrsreichen Plätze Neuer Markt und Doberaner Platz für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt.

Fahrradverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock ist an zahlreiche nationale und internationale Fernradwege angeschlossen: unter anderem an den Ostseeküsten-Radweg[85] (verläuft als EuroVelo Route 10 einmal um die Ostsee zu Städten wie Kiel, Stralsund und Danzig[86]), an den Radweg Berlin-Kopenhagen (u. a. über Güstrow und Gedser)[87] und an den Iron-Curtail-Trail (verläuft durch 14 Länder entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs von Norwegen bis ans Schwarze Meer)[88].

Die Initiative Corona-sichere Rad- und Gehwege für Rostock kämpft für mehr Radwege in der Innenstadt von Rostock. Unterstützt wird die Initiative durch Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. So wurden im Mai 2020 auf knapp 150 Metern eine Autospur am Mühlendamm für knapp drei Stunden lang zu einem Radweg umfunktioniert. Die Aktion eines Popup Fahrradwegs wurde von Greenpeace unterstützt. 2020 befinden sich zwei Radschnellwege auf einer Strecke von 24 Kilometern im Bau. Zwischen dem Hauptbahnhof und Warnemünde und zwischen dem Westen und dem Osten der Stadt entstehen sogenannte Fahrradautobahnen, die vom Autoverkehr getrennt sind und ampellos verlaufen sollen.[89]

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 25 Kilometer südöstlich befindet sich der Rostock Airport in Laage. 1993 wurde der zivile Flugverkehr auf dem früher ausschließlich militärisch genutzten Flughafen aufgenommen. Über die Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding GmbH (RVV) ist die Hansestadt mit 54,1 % als Gesellschafter am Betrieb des Flughafens beteiligt.[90]

Ganzjährig verbindet Lufthansa Rostock mit dem Drehkreuz München. Bis 2019 bediente Germanwings die Strecken Köln/Bonn–Rostock und Stuttgart-Rostock. Im Sommerflugplan 2014 verband außerdem Germania Rostock mit Hurghada, Varna und Palma de Mallorca. Die türkische Ferienmetropole Antalya wurde sowohl von Germania als auch von Tailwind Airlines bedient. 2014 wurden 169.946 Passagiere abgefertigt.[91] Im Zivilbereich gewinnt der Flughafen u. a. als Zubringer für den Kreuzfahrttourismus an Bedeutung, für weitere Urlaubsflüge, sowie für Geschäftsflüge im deutschsprachigen Raum.[92]

Bildung und Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundes- und Landeseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maritime Einrichtungen und Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Schulen in Rostock

Hochschule und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universität Rostock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgebäude der Universität Rostock

2019 feierte die Universität Rostock ihr 600-jähriges Bestehen. Die 1419 gegründete Einrichtung ist die drittälteste Universität Deutschlands und die älteste und traditionsreichste Universität im Ostseeraum.[95] Als klassische Universität umfasste sie von Anfang an die juristische, die philosophische und die medizinische Fakultät, 1432 erfolgte die Erweiterung um den Fachbereich Theologie. Das offenbar hohe Ansehen verlieh der Einrichtung bereits nach kurzer Zeit den Beinamen „Leuchte des Nordens“. In der DDR-Zeit erfuhren Forschung und Unterricht eine Veränderung zulasten der klassischen und zugunsten der technischen Fächer. 1976 wurde die Universität zu Ehren des 1960 verstorbenen Politikers Wilhelm Pieck umbenannt.

Nach der Rückbenennung i.J. 1990 wurden bis 2004 mehrere Neustrukturierungen vorgenommen. Heute gliedert sich die UR in neun Fakultäten (in der Reihenfolge der Zahl der Studierenden): Philosophische Fakultät, Universitätsmedizin Rostock, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät, Theologische Fakultät, Juristische Fakultät. Eine Besonderheit ist die zusätzliche Interdisziplinäre Fakultät: Sie verbindet Forschende und Studierende aller Fachrichtungen in vier Departments: „Leben, Licht und Materie“, „Maritime Systeme“, „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ sowie „Wissen – Kultur – Transformation“. Mit über 150 Studiengängen und Teilstudiengängen gehört die UR zu den Hochschulen Deutschlands mit dem breitesten Fächerspektrum.[96] Die Zahl der Universitätsbeschäftigten beträgt 2.300.[97]

Im WS 2019/20 waren an der Universität Rostock 13.004 Studierende immatrikuliert.[95]

Hochschule für Musik und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschule für Musik und Theater

1947 wurde eine Hochschule für Musik, Theater und Tanz gegründet, die später als Außenstelle der Berliner Hochschule „Hanns Eisler“ Studenten der Musik ausbildete. Aus dieser Tradition heraus wurde 1994 die Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) geschaffen. 2001 erhielt sie einen beachtenswerten Neubau auf den Ruinen des vormaligen Katharinenstifts. An der Hochschule studieren etwa 500 Studenten.

Die Hochschule ist eine der jüngsten ihrer Art in Deutschland. Sie fühlt sich stark mit entsprechenden Einrichtungen in Vilnius, Riga und Tallinn verbunden und kooperiert auch mit den Hochschulen in Krakau, Danzig und Posen.

Hochschule Wismar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar mit dem maritimen Simulationszentrum ist in Warnemünde ansässig.

Sonstige Forschungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliotheken und Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universitätsbibliothek Rostock
Bibliotheksneubau von 2004 in der Rostocker Südstadt
  • Die Universitätsbibliothek Rostock wurde 1569 gegründet und verfügt über einen Bestand von ca. 2,2 Mio. Bänden.[98] Sie ist verantwortlich für die universitäre Versorgung von Forschung, Lehre und Studium und dient als große wissenschaftliche Bibliothek in Mecklenburg-Vorpommern auch der regionalen und überregionalen Literaturversorgung.
  • Die Stadtbibliothek Rostock ist mit einem Gesamtbestand von ca. 150.000 Medien, verteilt auf mehrere Stadtteilbibliotheken, die zweitgrößte Bibliothek der Stadt.
  • Von Bedeutung sind Bibliothek und Nachlass der Schriftsteller Walter Kempowski und Uwe Johnson. Während das Kempowski-Archiv durch den Verein Kempowski-Archiv Rostock – Ein bürgerliches Haus verwaltet wird, werden Bibliothek und Nachlass von Uwe Johnson durch die Uwe Johnson-Forschungsstelle der Universität Rostock und die Universitätsbibliothek Rostock erschlossen und für die wissenschaftliche Nutzung bereitgestellt.[99][100]
  • Die Liste von Bibliotheken und Archiven in der Region Rostock gibt eine Übersicht über öffentlich zugängliche Bibliotheken, Archive und Spezialsammlungen der Stadt und der Region Rostock.[101]

Siehe auch: Kategorie:Bibliothek in Mecklenburg-Vorpommern

Garnison in Rostock[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock war Garnisonsstadt für die preußische Armee, Reichswehr, Wehrmacht und die Streitkräfte der DDR. Aus der Zeit der Monarchie stammte die Infanteriekaserne an der Ulmenstraße (DDR-Bezeichnung: Fiete-Schulze-Kaserne/6. Grenzbrigade Küste, heute Universität Rostock). Bei der Aufrüstung der Wehrmacht entstanden zwei Kasernenneubauten an der heutigen Kopernikusstraße/Tschaikowskistraße. (DDR-Bezeichnung für die von der 8. MotSchützendivision genutzten Areale: westlich Erich-Mühsam-Kaserne, heute aufgelassen; östlich Wilhelm-Florin-Kaserne, heute Hanse-Kaserne der Bundeswehr)

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Michaeliskloster wird heute auch weltlich genutzt. Es dient der Universität als Geschichtsbibliothek und Archiv. Anderen sakralen Gebäuden geht es ebenso: Die Nikolaikirche dient als Wohnraum und Konzerthaus, das Zisterzienser-Kloster zum Heiligen Kreuz als Museum, das ehemalige Katharinenkloster der Franziskaner beherbergt die Hochschule für Musik und Theater.

Heidentum und Christianisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waren die Wenden noch „Heiden“, die sich gegen die gewaltsame Christianisierung wehrten, wurde das Christentum unter dem politischen Einfluss von Heinrich dem Löwen spätestens mit Pribislaw in Mecklenburg und somit auch der Region um Rostock eingeführt.

Das Verhältnis von Stadt und Kirche war nicht frei von Spannungen und Differenzen. So führte ein Kirchenbann des Papstes gegenüber der Universität zum kurzzeitigen Auszug der Universität aus der Stadt.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1868, nach dem Beitritt Mecklenburg-Schwerins zum Norddeutschen Bund, durften sich wieder Juden in der Stadt niederlassen. Schnell bildete sich die Israelitische Gemeinde Rostock, die sich 1870 den Alten Jüdischen Friedhof am Rande des Alten Friedhofs, dem heutigen Lindenpark, einrichtete, auf dem bis 1942 Beerdigungen stattfanden.

1902 weihte die Israelitische Gemeinde für die etwa 280 Mitglieder eine Synagoge in der Augustenstraße 101 ein, die in der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 von Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Schon vorher waren unter dem Druck viele Juden ausgewandert, einige hatten sich das Leben genommen. Jüdischer Besitz wurde „arisiert“. Zur „Endlösung der Judenfrage“ wurden die in Rostock verbliebenen 70 Gemeindemitglieder von 1942 bis 1944 in Konzentrationslager deportiert, fast alle kamen dort ums Leben. An Opfer des Holocaust aus Rostock erinnern in den Boden vor ihren Wohnhäusern oder Wirkungsstätten eingelassene Gedenkplatten, die der Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e. V. seit 2001 in Kooperation mit der Stadt setzen lässt.

Reformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem 1525 vom Kaplan der Petrikirche, Joachim Slüter, ein niederdeutsches Gesangbuch mit lutherischen Liedern für „werkleute“ herausgegeben wurde, begann in Rostock die lutherische Reformation, die Slüter bis 1531 durchsetzte. Nachdem er 1532 starb, wurde der Prozess von seinem Nachfolger Johann Oldendorp fortgesetzt. Gleichzeitig setzte sich die Reformation auch in den anderen Hansestädten durch, die zum bürgerlichen Zentrum dieser Konfession wurden. Spätestens 1534 wurde darauf der Katholizismus stark unterdrückt und die Katholiken als „Papisten“ beschimpft. Rostock bekam einen eigenen Superintendenten und ein eigenes Geistliches Ministerium. In der Folgezeit blieb der evangelische Glaube die vorherrschende Religion in der Stadt.

Im 19. Jahrhundert zogen dann wieder Katholiken in die Stadt. Sie gründeten 1872 die erste Pfarrgemeinde seit der Reformation. Seit 1909 gab es erstmals auch wieder eine katholische Kirche in Rostock, die Christuskirche am Schröderplatz. Die Gemeinde gehörte – wie ganz Mecklenburg – zunächst zum Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen, dessen Jurisdiktion dauernd mit dem Bischofsstuhle zu Osnabrück verbunden war. 1930 wurde das Gebiet offiziell Teil des Bistums Osnabrück (Dekanat Mecklenburg). 1941 wurde das Dekanat Mecklenburg in einen westlichen, einen mittleren und einen östlichen Konferenzbezirk aufgeteilt. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger für den Osnabrücker Bischof, seine Amtsgeschäfte in Mecklenburg wahrzunehmen. So entstand 1946 das Bischöfliche Kommissariat Schwerin, aus dem 1973 das Bischöfliche Amt Schwerin mit einem Weihbischof als „residierenden Bischof“ hervorging. 1971 wurde die Christuskirche trotz Protest gesprengt. Ein Neubau im Häktweg wurde als Ersatz errichtet.

Religionen heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute gehören die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt zur Propstei Rostock im Kirchenkreis Mecklenburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

Seit 1995 gehören die Rostocker Katholiken zum neugegründeten Erzbistum Hamburg. Die Pfarrgemeinden der Stadt Rostock sind Teil des Dekanats Rostock des Erzbischöflichen Amtes Schwerin innerhalb des Erzbistums.

Es gibt in Rostock Freikirchen, darunter zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinde[102]), eine Freie evangelische Gemeinde[103], die evangelisch-methodistische Kirche St. Michaelis, eine Gemeinde der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, das „Christliche Zentrum“ (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) und das charismatische „Gospelzentrum“. Ferner gibt es die Landeskirchliche Gemeinschaft, eine pietistische Gemeinschaftsbewegung innerhalb der evangelisch-lutherischen Landeskirche. Die Neuapostolische Kirche ist mit zwei Gemeinden vertreten. Die Gemeinde mit der größeren Mitgliederzahl befindet sich seit 2013 im Hansaviertel an der Einmündung Parkstraße/Voßstraße. Die andere Gemeinde befindet sich in Warnemünde im Wiesenweg. Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist mit der Kirchengemeinde der Seligen Xenia von St. Petersburg vertreten. Die Gemeinde der Berliner Diözese befindet sich seit 2000 in der Stadt, seit 2006 in der Thünenstraße 9. Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (auch Mormonen genannt) ist mit einer Gemeinde vertreten, sowie die Christengemeinschaft, die auf der Anthroposophie von Rudolf Steiner basiert und sich in der Pauluskirche versammelt. Zwei Gemeinden der Zeugen Jehovas nutzen gemeinsam einen Königreichssaal (Gemeindesaal) in der Schweriner Straße. Eine Katholisch-apostolische Gemeinde besteht seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Paulstraße.

Heute gibt es wieder eine Jüdische Gemeinde in Rostock. Diese hat etwa 600 Mitglieder[104] und hat ein neues Gemeindezentrum mit Synagoge. Die Gemeinde wurde durch den Landesrabbiner William Wolff betreut. Die neue Gemeinde, seinerzeit betreut durch Rabbiner Andrew Steiman, richtete 1996 auf einem Abschnitt des 1977 eröffneten Westfriedhofs Rostocks den Neuen Jüdischen Friedhof ein.[105]

In Rostock leben einige hundert Muslime. Es gibt eine Moschee in der Erich-Schlesinger-Straße, deren Trägerverein der Islamische Bund in Rostock e. V. ist. Bereits im Jahr 2016 gab es Bedenken, dass diese Moschee sich radikalisieren würde.[106] Im Jahr 2019 wurde bekannt, dass sich die Stadt Rostock und der Islamische Bund auf eine neue Moschee am Holbeinplatz geeinigt hatten.[107] Gegen diesen Bau gab es massive Bedenken und Proteste von Anwohnern aus dem Viertel, kritisiert wurde auch, dass es keine Information über die bereits lange laufenden Gespräche mit der islamischen Gemeinde gab.[108] Aufgrund fehlender Finanzierungszusagen des Islamischen Bunds wurde das Projekt Mitte März von der Stadt bis Ende 2019 verschoben.[109]

Konfessionsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit (Stand Dez. 2019) sind von den 209.477 Einwohnern 9,7 % (20.222) evangelisch, 3,2 % (6.772) katholisch und 87,1 % (182.483) haben eine sonstige oder keine Konfession.[110][111] Zwei Jahren vorher waren von den 208.156 Einwohnern 20.760 (10,0 %) evangelisch und 6.770 (3,3 %) katholisch und 180.906 (86,7 %) hatten eine sonstige oder keine Konfession. Die große Mehrheit der Rostocker ist konfessionslos. Seit 1993 ist die evangelische und katholische Bevölkerung gewachsen, während die Gesamtbevölkerung kleiner geworden ist.[112]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Erfolgreichste
Sportart

(Spielklasse 2015/2016)
Gründung Heimspielstätte Mitglieder
Hansa Rostock Fußball
(2. Fußball-Bundesliga)
1965 Ostseestadion 15000
Empor Rostock Handball
(3. Bundesliga)
1946 Stadthalle Rostock 530
RHC-Logo-Wiki.gif Rostocker HC Handball
(3. Liga Frauen)
2007 Sporthalle Marienehe
Sv warnemuende fussball logo.gif SV Warnemünde Volleyball
(3. Liga Frauen und Männer)
1991 Sporthalle Gerüstbauerring 1193
Piranhas
(Rostocker Eishockey Club)
Eishockey
(Oberliga Nord)
1990 Eishalle Rostock
Rostock Seawolves
(Erster Basketball-Club Rostock)
Basketball
(Zweite Basketballbundesliga Pro A)
1994 Stadthalle Rostock
Rostocker Robben Beachsoccer
(German Beach Soccer League)
2010 AOK Active Beach 100
HSG Uni Rostock Hockey.png HSG Uni Rostock Hockey (Damen und Herren)
(jeweils Oberliga)
1949 Sportanlage Danziger Straße
Sporthalle Bertha-von-Suttner-Ring
UWR Team Rostock 071.jpg UWR Rostock 071 Unterwasserrugby
(1. Bundesliga Nord)
1999 Neptun-Schwimmhalle
HSG Warnemünde Wasserball
(Oberliga)
1971 Neptun-Schwimmhalle 70
Logo Rostocker Nasenbären.JPG Rostocker Nasenbären Inline-Skaterhockey
(2. Bundesliga)
2005 OSPA-Arena
Logo PSv.jpg
PSV Rostock Breitensportverein 1992 OSPA-Arena 2750
1. LAV Rostock Leichtathletik

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostseestadion und Leichtathletikstadion

1905 wurden der Rostocker FC 1895, FC Alemannia 1903 und FC Germania 1901 in den Mecklenburgischen Fußball-Bund aufgenommen. Seit 1899 gab es zudem den Internationalen FC. Besondere Erfolge konnte jedoch bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg kein Rostocker Fußballverein erringen.

Während der Saison 1954/55 beschloss die DDR-Sportführung, die Mannschaft der sächsischen BSG Empor Lauter noch während der Saison nach Rostock zu delegieren. 1965 wurde die Fußballabteilung als F.C. Hansa Rostock aus dem SC Empor Rostock ausgegliedert. 32 Jahre lang spielte Hansa in der DDR-Oberliga. In der Saison 1990/91 wurde Hansa letzter Meister sowie FDGB-Pokal-Sieger der DDR und qualifizierte sich für die Fußball-Bundesliga und für den Europapokal der Landesmeister. Hansa gehörte seitdem insgesamt zwölf Jahre lang der 1. und acht Jahre lang der 2. Bundesliga an. 2010 stieg der Verein erstmals in die 3. Liga ab. Hansa trägt seine Spiele im Ostseestadion aus.

Die zweite Mannschaft von Hansa Rostock spielt in der fünftklassigen Oberliga Nordost. Eine Liga darunter, in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern, tritt der Rostocker FC an. Der SV Hafen Rostock 61 ist inzwischen der einzige Rostocker Verein in der Landesliga, während ehemals erfolgreiche Vereine wie der SV Warnemünde und der PSV Rostock nur noch in der Landesklasse spielen. Zu DDR-Zeiten hatten die BSG Schifffahrt/Hafen Rostock (heute SV Hafen Rostock 61) und die TSG Bau Rostock (heute Rostocker FC) 17 bzw. 13 Jahre lang in der zweitklassigen DDR-Liga gespielt, die BSG Motor Warnowwerft Warnemünde (SV Warnemünde) trat sechs, der SG Dynamo Rostock (Polizei-SV Rostock) zwei Jahre in der Liga an.

Im Jugendbereich gehört die A-Jugend von Hansa Rostock der U-19-Bundesliga seit deren Gründung 2003 an und wurde 2010 Deutscher Meister. Die B-Jugend spielte von der Gründung der U-17-Bundesliga 2007 vier Jahre lang ebenfalls in der höchsten Liga, stieg aber 2011 in die Regionalliga ab.

Die BSG Post Rostock war in den 1970er und 1980er Jahren einer der erfolgreichsten Frauenfußballvereine der DDR und wurde 1990 letzter Meister und Pokalsieger der DDR. 1995/96 spielte das inzwischen zum Polizei-SV Rostock gewechselte Team eine Saison lang in der Frauen-Bundesliga, stieg aber unmittelbar wieder ab. Mittlerweile spielt die Mannschaft als Abteilung dem SV Hafen Rostock 61 in der Verbandsliga. Ebenfalls in der Verbandsliga tritt der Rostocker FC an.

Als Abwandlung des Fußballs gibt es mit den Rostocker Robben auch eine Beachsoccer-Mannschaft.[113] Diese wurde mit dem Sieg in der German Beach Soccer League 2013 erster Deutscher Meister im Zuständigkeitsbereich des DFB[114] und konnte sich im selben Jahr für die folgende Spielzeit des Euro Winners Cup qualifizieren. Bis 2017 folgten drei weitere Deutsche Meistertitel. Als Sponsor werden sie außerdem durch den Rapper Marteria unterstützt.[115]

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Männermannschaft des Handball-Clubs HC Empor Rostock wurde zehnmal DDR-Meister und 1982 Europapokalsieger der Pokalsieger sowie Vereins-Europameister. 1979 stand Empor im Finale des Europapokals der Landesmeister. Von 1991 bis 1993 spielte Empor in der Handball-Bundesliga. Heute spielt die Männer-Mannschaft in der 3. Bundesliga.

Das Frauenteam wurde dreimal DDR-Meister im Hallenhandball. Das Team des Rostocker HC spielte bis 2010 in der 2. Handball-Bundesliga Nord und seitdem in der 3. Liga.

Wassersport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostock ist ein Zentrum für Schwimmer und Wasserspringer. Neben den klassischen Sportarten bietet sich Rostock wegen seiner exponierten Lage auch für das Segeln oder Rudern an und gilt als gutes Segelrevier an der deutschen Ostseeküste. Die Hochleistungssportler im Schwimmen, Wasserspringen und im Kanurennsport starten oder starteten in der Regel für den SC Empor, die Ruderer für den 1990 aufgelösten ASK Vorwärts Rostock. Viele der erfolgreichen Sportler sind heute bei Empor als Trainer aktiv.

Bei den Schwimmern konnten vor allem im Langstreckenbereich bereits zahlreiche Erfolge erschwommen werden, wie zuletzt von Britta Kamrau-Corestein, die zwischen 2002 und 2007 viermal Weltmeisterin auf der 10-km- und der 25-km-Distanz wurde. Peggy Büchse wurde 2000 und 2001 zweimal Weltmeisterin über 5 bzw. 10 km.

Nils Rudolph war Anfang der 1990er Jahre einer der weltweit schnellsten Sprinter über die 50-m-Distanz und feierte seinen größten sportlichen Erfolg bei den Europameisterschaften 1991 in Athen mit dem Gewinn der Goldmedaille.

Im Wasserspringen war Christa Köhler 1973 Weltmeisterin und holte 1976 die olympische Silbermedaille. 1970 wurde Heidi Becker Europameisterin im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett. 1996 gewann Annika Walter die Silbermedaille vom 10-Meter-Turm, Dörte Lindner gewann bei den Olympischen Spielen 2000 die Bronzemedaille. Martina Proeber war 1980 Olympiazweite im Kunstspringen.

Die Kanurennsportlerin Ramona Portwich gewann unter anderem Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988, 1992 und 1996. Ebenfalls olympisches Gold gewann 1992 Anke von Seck. Zwischen 1978 und 1981 gewann Roswitha Eberl sechs Weltmeistertitel.

Der Ruderer Stephan Krüger startet für den Olympischen Ruderclub Rostock von 1956 und wurde 2009 Weltmeister im Doppelzweier. Ulrich Karnatz startete für den ASK Vorwärts Rostock und wurde 1976 und 1980 Olympiasieger sowie 1977, 1978 und 1979 Weltmeister im Achter. Klaus Kröppelien gelang 1980 der Olympiasieg im Doppelzweier.

Die Unterwasserrugbymannschaft UWR 071 Rostock spielt seit 2000 im Ligabetrieb mit und erreichte in der Saison 2012/2013 den Aufstieg in die höchste Spielklasse, der 1. Bundesliga Nord.

Die Wasserballer der HSG Warnemünde spielen in der drittklassigen Oberliga Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern.

Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1. LAV Rostock ist der bedeutendste Leichtathletikverein der Stadt und einer der wichtigsten in Norddeutschland. Zahlreiche erfolgreiche Sportler waren oder sind beim 1. LAV aktiv, zum Beispiel die Marathon-Europameisterin 2006 Ulrike Maisch. Der Profi-Triathlet Andreas Raelert ist amtierender Triathlon-Europameister auf der Mitteldistanz sowie Vize-Weltmeister auf der Ironman-Distanz. Sein Bruder Michael Raelert ist jeweils zweifacher Welt- (2009 und 2010) und Europameister (2010, 2012) auf der Mitteldistanz.

Christian Schenk erzielte seinen größten Erfolg mit dem Olympiasieg 1988 im Zehnkampf. 1980 in Moskau wurde Marita Koch Olympiasiegerin über 400 Meter und 1983 in Helsinki dreifache Weltmeisterin, dazu kamen sechs Titel bei Europameisterschaften zwischen 1978 und 1986. Die Sprinterin Silke Möller war unter anderem Doppelweltmeisterin 1987. Hansjörg Kunzes größter Erfolg war die Bronzemedaille im 5000-Meter-Lauf bei den Olympischen Sommerspielen 1988. Die Speerwerferin Steffi Nerius startete bis 1991 für Empor Rostock und gewann 2004 die olympische Silbermedaille sowie 2009 den Weltmeistertitel.

Weitere Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rostocker Nasenbären spielten von 2008 bis 2010 und 2013 in der Inline-Skaterhockey-Bundesliga. Seit 2014 spielen sie in der 2. Inline-Skaterhockey-Bundesliga Nord.

Die Mannschaft Rostock Griffins spielt American Football derzeit in der GFL 2 Nord (2. Bundesliga).

Jeweils in der 3. Liga der Frauen und der Männer spielen die Volleyballer des SV Warnemünde.

Drittklassig sind auch die Rostock Piranhas (offiziell: Rostocker Eishockey Club), die in der Oberliga Nord spielen.

Die Basketball-Herren der EBC Rostock Seawolves spielen in der Saison 2016/2017 erfolgreich in der ProB (3. Liga).[116]

Der Radrennfahrer Jan Ullrich war zweimal Weltmeister im Einzelzeitfahren sowie Sieger im olympischen Straßenrennen 2000 und gewann als erster und bisher einziger Deutscher 1997 die Tour de France. Aufgrund seiner Verwicklung in den Dopingskandal Fuentes wurde er jedoch 2012 vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) rechtskräftig des Dopings schuldig gesprochen, und alle Erfolge Ullrichs seit dem 1. Mai 2005 wurden annulliert.

1968 wurden die beiden Ringer Lothar Metz und Rudolf Vesper vom ASK Vorwärts Rostock Olympiasieger. Der Ringer Heinz-Helmut Wehling wurde 1970 Europameister und 1977 Weltmeister.

Rugby: Im Oktober 1993 entstanden am späteren Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dierkow die Dierkower Elche. Sie gehören als Sparte zum SV Dynamo Rostock. Die Männermannschaft spielt in der Saison 2015/2016 in einer Spielgemeinschaft mit der Uni Greifswald und dem Freibeuter RC Wismar in der Verbandsliga Nord. Die Dierkower Elche haben Ende der 1990er Jahre mit Sabine Juchelka und Manuela Jost zwei Nationalspielerinnen hervorgebracht.

Im Judo war der VfK Bau Rostock zwölf Mal bei nationalen Meisterschaften unter den Besten.

Nachwuchsförderung und Trainingszentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CJD Jugenddorf-Christophorusschule Rostock hat einen Förderzweig für Leistungssportler. Sie führt damit die Tradition der Kinder- und Jugendsportschule Rostock fort. Die Christophorusschule hat sowohl den Rang einer Eliteschule des Sports als auch einer Eliteschule des Fußballs. Die Sportlerklassen werden von Schülern besucht, die in den Jugendabteilungen der Rostocker Leistungssportvereine aktiv sind, vor allem von Short Trackern des ESV Turbine Rostock, Jugendspielern des HC Empor Rostock, Leichtathleten des 1. LAV Rostock, Fußballspielern des FC Hansa Rostock, Ruderern, Schwimmern und Turmspringern.

Im Olympiastützpunkt Mecklenburg-Vorpommern in Rostock trainieren Sportler vor allem in den Schwerpunktsportarten Rudern, Short Track und Wasserspringen. Weitere Sportarten sind Flossenschwimmen, Fußball, Handball, Leichtathletik, Segeln, Schwimmen, Triathlon.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berühmte Rostocker
Joachim Gauck
Der elfte Bundespräsident, ehemaliger Pastor und Beauftragter für Stasiunterlagen, wurde 1940 in Rostock geboren und ist Ehrenbürger der Stadt.
Walter Kempowski
Der Schriftsteller ist gebürtiger Rostocker und Ehrenbürger. Er setzte der Stadt literarische Denkmäler. Nach ihm ist das Kempowski-Ufer am Stadthafen benannt.
Jan Ullrich
Der gebürtige Rostocker war 1997 Sieger der Tour de France.
Gebhard Leberecht von Blücher
Der preußische Generalfeldmarschall wurde in Rostock geboren. Er ist Ehrenbürger. Am Universitätsplatz steht ein Denkmal für den Feldherrn.
Marteria
Der in Rostock aufgewachsene Marten Laciny gehört zu den erfolgreichsten deutschen Rappern.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hansestadt vergibt an Persönlichkeiten, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, seit 1990 folgende Ehrungen:[117]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Rostock

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal: Rostock – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rostock
Portal: Mecklenburg-Vorpommern – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mecklenburg-Vorpommern
Commons: Rostock – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Rostock – Reiseführer
Wikisource: Rostock – Quellen und Volltexte
Wikiquote: Rostock – Zitate
 Wikinews: Portal:Rostock – in den Nachrichten

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schulbuch KOMM, SING MIT für Musik für die 1. bis 4. Klasse ( VOLK UND WISSEN VOLKSEIGENER VERLAG BERLIN 1967, Bestell-Nr. 15 02 02 -16, Preis 3,60 / Lizenz Nr. 203 ) dort auf Seite 132–133 im Text von „WER WILL FLEISSIGE HANDWERKER SEHN“ ist der Wiederaufbau in Rostock dokumentiert mit: „Zur gleichen Melodie singen Rostocker Kinder …“
  • Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock
    • Bd. 1 (1895) bis 22 (1941). Hrsg. v. Verein für Rostocks Altertümer
    • Neue Folge, Heft 1 (1981) bis 9 (1989). Hrsg. v. Stadtarchiv Rostock und dem Kulturhistorischen Museum der Stadt Rostock.
    • Bd. 23 (1999) bis [zuletzt erschienen] 31 (2011). Hrsg. v. Verein für Rostocker Geschichte e. V.
  • Karl-Friedrich Olechnowitz: Rostock. Von der Stadtrechtsbestätigung im Jahre 1218 bis zur bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/49. Hinstorff, Rostock 1968.
  • Klaus Armbröster: Rostock – Warnemünde. Stadtführer. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-246-7
  • Hans Bernitt: Zur Geschichte der Stadt Rostock. Rostock 1956, Neuauflage: BS-Verlag, Rostock 2001, ISBN 978-3-935171-40-3
  • Dörte Bluhm: Rostock – meine Stadt. Vom slawischen Handelsplatz zur Ostseemetropole. 800 Jahre Baugeschichte an der Warnow, WIRO, Rostock 2005
  • Walter Ohle: Rostock. (Kunstgeschichtliche Städtebücher), Leipzig 1970
  • Karsten Schröder: In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen. Eine Geschichte der Stadt Rostock von ihren Ursprüngen bis zum Jahr 1990. Ingo Koch, Rostock 2003, ISBN 3-929544-68-7
  • Karsten Schröder (Hrsg.): Rostocks Stadtgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hinstorff, Rostock 2013, ISBN 978-3-356-01570-6.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Stadt der sieben Türme. D 1936
  • Die Seestadt Rostock. Aufnahmen: Agnes Heyn
  • Vom Alex zum Eismeer, Dokumentarfilm, Mit dem Trawler ROS 206 (MS GUBEN) unterwegs von der Ostsee in die Barents-See, 1954, DEFA Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme – Progress Film-Vertrieb, Regie: Karl Gass
  • Wir bauen unser Tor zur Welt. DEFA, DDR 1958. Buch/Regie: Heinz Reusch, Musik: Eberhard Schmidt
  • Jubiläum einer Stadt – 750 Jahre Rostock. Kurz-Dokumentarfilm, DDR 1968. Regie: Winfried Junge, Musik: Günter Kochan
  • Zur See – neunteilige Serie und eine der beliebtesten DDR-TV-Produktionen mit vielen Aufnahmen auch von Rostock / DEFA-Studio für Spielfilme im Auftrag des Deutschen Fernsehfunks / Fernsehens der DDR, 1976, DDR TV-Archiv, Familie, Mit Horst Drinda, Günter Naumann, Erik S. Klein, Jürgen Zartmann (Doku 2009) u. v. a. Regie: Wolfgang Luderer / 3 DVDs / rbb media GmbH, TELEPOOL GmbH, ICESTORM Entertainment GmbH
  • Mit DDR-Fischern im Atlantik: Teil 1 Fisch ist unser Leben und Teil 2 ROLLING HOME (Dokumentarfilm zum Fischkombinat Rostock / DDR-Fernsehen 1988 / Mit ROS 313 „Willi Bredel“, ROS 337 „Ludwig Renn“ u. a. im USA-Schelf)
  • Rostock von ganz unten. NDR, D 1993
  • DDR ahoi! Teil 1 Kleines Land auf großer Fahrt (mdr-Ausstrahlung per 15. März 2011 / 25. Mai 2010) / Teil 2 Unterwegs auf allen Meeren (mdr-Ausstrahlung per 22. März 2011 / 1. Juni 2010) / mdr / TV-Mitschnitte zur SEEFAHRERNATION DDR mit den Hafenstädten Rostock, Stralsund und Wismar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Einwohner am 31. Dezember 2020 Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2020 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  3. Hauptsatzung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in der Fassung vom 12. Dezember 2019.
  4. Urbane Agglomerationen (Deutschland): & Urbane Agglomerationen – Einwohnerzahlen, Grafiken und Karte. Abgerufen am 21. August 2020.
  5. rathaus.rostock.de: Gliederung der Ortsamtsbereiche (Memento vom 10. April 2014 im Internet Archive) (PDF; 235 kB)
  6. Vgl. L. Krause: Die alten Warnow-Mündungen und der ursprüngliche Rostocker Hafen zu Warnemünde. In: Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock. Herausgegeben vom Verein für Rostocks Altertümer, Bd. 12, Rostock 1924, S. 1–16.
  7. Kataster-, Vermessungs- und Liegenschaftsamt der Hansestadt Rostock, Abteilung Kataster SG Katastererneuerung / Kommunale Geodaten.
  8. Weltorganisation für Meteorologie WWIS. Deutsche Version, betrieben vom Deutschen Wetterdienst DWD in Zusammenarbeit mit dem Hong Kong Observatory. Abgerufen am 6. Juli 2021.
  9. Ernst Eichler und Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Ingo-Koch-Verlag, Rostock 2002, ISBN 3-935319-23-1.
  10. Dieter Warnke: Rostock – Petribleiche. Eine slawische Fürstenburg des 12. Jahrhunderts. In: Manfred Gläser (Hrsg.): Archäologie des Mittelalters und Bauforschung im Hanseraum (= Schriften des Kulturhistorischen Museums in Rostock). Konrad Reich, Rostock 1993, S. 155–160.
  11. Saxo Grammaticus: Gesta Danorum. Mythen und Legenden des berühmten mittelalterlichen Geschichtsschreibers Saxo Grammaticus. Übersetzt, nacherzählt und kommentiert von Hans-Jürgen Hube. Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-41-X.
  12. Bodo Keipke: Das Rostocker Rathaus – Ein Überblick zur Kunst- und Baugeschichte. (PDF) Hansestadt Rostock, Presse- und Informationsstelle, abgerufen am 2. Juni 2021.
  13. Rostock. In: Helge Bei der Wieden, Roderich Schmidt (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 12: Mecklenburg/Pommern (=Kröners Taschenausgabe. Band 315). Alfred Kröner, Stuttgart 1996, ISBN 3-520-31501-7, S. 95-107, 98f.
  14. Rostock. In: Helge Bei der Wieden, Roderich Schmidt (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 12: Mecklenburg/Pommern (= Kröners Taschenausgabe. Band 315). Alfred Kröner, Stuttgart 1996, ISBN 3-520-31501-7, S. 95-107, 102.
  15. a b Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Statistisches Jahrbuch 2020. Geschichte im Überblick. S. 10, abgerufen am 26. Juni 2021.
  16. Gesetz über die Freizügigkeit, auf: Wikisource, abgerufen am 5 Juli 2021.
  17. Gewerbeordnung, auf: Wikisource, abgerufen am 5 Juli 2021.
  18. Karsten Schröder: In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen. Rostock 2003, S. 248.
  19. Karsten Schröder: In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen. Rostock 2003, S. 255.
  20. Olaf Groehler: Bombenkrieg gegen Deutschland. Akademie-Verlag, Berlin 1990. S. 449, ISBN 3-05-000612-9.
  21. Mirjam Seils: Willkommen in Rostock? Aufnahme und Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Rostock nach 1945. KSZ-Verlag, 2006, ISBN 3-930845-94-6.
  22. Karsten Schröder: In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen. Rostock 2003, S. 255 ff.
  23. Das Fischkombinat Rostock, die „DSR-LINES“ und Rostock selbst mit historischen Aufnahmen wurden auch in Dokumentar- und Spielfilmen dokumentiert wie z. B. in „Vom Alex zum Eismeer“, Dokumentarfilm / Mit dem Trawler ROS 206 (MS Guben) unterwegs von der Ostsee in die Barents-See mit dem „Lied von der Barents-See“ (1954 / DEFA), wie in der neunteiligen DDR-TV-Produktion „Zur See“ (1976 / DEFA), Mit „DDR-Fischern im Atlantik“ Teil 1 „Fisch ist unser Leben“ und Teil 2 „Rolling Home“ (Dokumentarfilm / DDR-Fernsehen 1988 / mit ROS 313 „Willi Bredel“ , ROS 337 „Ludwig Renn“ u. a. im USA-Schelf) und auch in „DDR ahoi !“ (Dokumentarfilm) Teil 1 „Kleines Land auf großer Fahrt“ und Teil 2 „Unterwegs auf allen Meeren“ zur Seefahrernation DDR (mdr-Ausstrahlung in 2010 / 2011).
  24. Karsten Schröder: In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen. Rostock 2003, S. 291.
  25. rostock800600.de
  26. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Bevölkerungsentwicklung der Kreise
  27. Rostock: Zahlen und Fakten, rostock.de, abgerufen am 4. November 2014.
  28. Immobilien-Kompass (Memento vom 3. November 2014 im Internet Archive), Capital, abgerufen am 3. November 2014.
  29. Rostock wächst weiter, Rostock Heute, abgerufen am 4. November 2014.
  30. „Die Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister wird für sieben Jahre gewählt.“ Quelle: Hauptsatzung der Hansestadt Rostock (vom 7. Juni 2005): § 7, Abs. 1 (Memento vom 2. Januar 2014 im Internet Archive) (PDF; 69 kB).
  31. heinrichpedersen.blogspot.com
  32. Däne Claus Ruhe Madsen wird erster Oberbürgermeister ohne deutschen Pass. In: FAZ.net. 16. Juni 2019, abgerufen am 17. Juni 2019.
  33. rathaus.rostock.de, Kommunalwahlen, Wahl der Bürgerschaft
  34. a b c d Die Bürgerschaft stellt sich vor. Faltblatt der Hansestadt Rostock. Abgerufen am 26. April 2021. vgl. Ergebnisse der Kommunalwahlen in Rostock
  35. CDU und UFR bilden Fraktionsgemeinschaft in der Rostocker Bürgerschaft. Abgerufen am 26. April 2021.
  36. Website des Rostocker Bunds. Abgerufen am 26. April 2021.
  37. Mit Iris Drenkhahn verlässt die nächste die Rostocker AfD. Abgerufen am 4. Mai 2021.
  38. Regine Lück neue Bürgerschaftspräsidentin. Abgerufen am 10. Juli 2019.
  39. Rostock – Startseite. Abgerufen am 3. Juni 2019.
  40. Neuer Finanzsenator für Rostock gewählt. In: Rostock-Heute.de. Abgerufen am 3. Juni 2019 (deutsch).
  41. Neue Frau und neuer Name für den Finanzsenator. Abgerufen am 3. Juni 2019.
  42. rathaus.rostock.de
  43. Wahl von Matthäus im Juli 2008: Archivlink (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)
  44. Steffen Bockhahn (Linke) zum Sozialsenator gewählt. In: Rostock-Heute.de. Abgerufen am 3. Juni 2019 (deutsch).
  45. Beschluss der Bürgerschaft (Memento vom 16. Dezember 2015 im Internet Archive)
  46. rostock.de: Hauptsatzung, Art. 1 Abs. 2 (Memento vom 14. Januar 2017 im Internet Archive)
  47. Abbildung des Logos: https://rathaus.rostock.de/de/rathaus/aktuelles_medien/wappen_logo/250815
  48. Rostock – Wappen & Logo. Abgerufen am 28. Juni 2021.
  49. Georg Dehio, Gerd Baier: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. Neubearbeitung durch Hans-Christian Feldmann, München/Berlin 2000, S. 467.
  50. Gerd Baier: Die Marienkirche zu Rostock, Berlin 31988, S. 2.
  51. Webauftritt des Chors
  52. Das Kulturjahr 2020 beinhaltete „Drei Jubiläen der Rostocker Theatergeschichte“. Seraphin Feuchte, Historiker und Wissenschaftliche Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Rostock, veröffentlichte als Mitglied von „Freunde und Förderer Volkstheater Rostock e. V.“ einen historischen Rückblick u. a. mit Namen von bedeutenden Personen und verdienstvollen Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Theatergeschichte von Rostock. (Theaterförderverein – Rostock)
  53. Förderverein des li.wu. – Über uns
  54. Lichtspieltheater Wundervoll – Unsere Kinos
  55. Lichtspieltheater Wundervoll
  56. Der Kinematograph. Kinolisten 1917–1950. Theater des Friedens – Location
  57. CineStar Capitol – Übersicht
  58. Kino Hansa-Filmpalast schließt. In: Rostock-Heute. 10. Juli 2012, abgerufen am 15. Februar 2021.
  59. 800-Jahr-Feier Rostocks: Bürgerinformationssystem (Memento vom 11. Juli 2016 im Internet Archive), abgerufen am 11. Juli 2016
  60. Aktuelle Ergebnisse – VGR dL. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  61. Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 7. Januar 2019.
  62. Die 100 größten Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns 2012, NordLB, abgerufen am 22. Februar 2014.
  63. Aida Cruises größter Arbeitgeber im Land (Memento vom 7. März 2012 im Internet Archive). ostsee-zeitung.de (22. Dezember 2010)
  64. Geschäftsbericht 2012 (PDF; 5,8 MB)
  65. Heinkel He 178, fliegerweb.com, abgerufen am 10. November 2014.
  66. Wachstumsbranche Luft- und Raumfahrt-Zulieferindustrie (Memento vom 8. Juni 2013 im Internet Archive), Wirtschaftsministerium MV, abgerufen am 12. November 2014.
  67. Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt in Warnemünde eröffnet, airliners.de, 16. November 2007, abgerufen am 12. November 2014.
  68. Airbus/RST Rostock-System-Technik GmbH (Memento vom 12. November 2014 im Internet Archive)
  69. Sea Gate: Galileo-Testgebiet für maritime Anwendungen, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), abgerufen am 12. November 2014.
  70. Unternehmen der Luftfahrt und Raumfahrt im Raum Rostock (Memento vom 10. November 2014 im Internet Archive), Rostock Business, abgerufen am 10. November 2014.
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  72. a b Statistische Angaben auf rostock.de, abgerufen am 15. Dezember 2012.
  73. Statistiken: Kreuzfahrtschiffanläufe & Passagiere, Rostock Port Authority, abgerufen am 29. Dezember 2016
  74. Eckhard-Herbert Arndt: Luxusliner: Lokale Wirtschaft profitiert. In: Täglicher Hafenbericht vom 12. Oktober 2017, S. 15
  75. Flughafen Rostock-Laage mit neuem Passagierrekord 2017. In: Rostock-Heute.de. (rostock-heute.de [abgerufen am 5. Februar 2018]).
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  77. fh-flensburg.de
  78. CLIA Europe zur NABU-Kampagne: „NABU zielt auf Emotion statt sachlicher Information“. In: AIDA.de. 18. Dezember 2012, abgerufen am 24. Februar 2014.
  79. Unterschiedliche Entwicklung der Umschlagzahlen. Bilanz 2012. In: Schiff & Hafen, Heft 5/2013, S. 16/18, Seehafen-Verlag, Hamburg 2013, ISSN 0938-1643
  80. Leichtes Umschlagwachstum in Rostock und Kiel. In: Schiff & Hafen, Heft 3/2014, S. 68–70.
  81. Vgl. „Hafen Triest auf Wachstumskurs: Neue Bahnverbindung nach Rostock“ in Der Trend vom 17. Oktober 2018.
  82. Malte Daniljuk: „Weltpolitik in Norddeutschland“ Telepolis vom 29. Oktober 2018
  83. Angela Hennersdorf: „Der überflüssige Flüssiggas-Hafen“ Wirtschaftswoche vom 31. August 2018
  84. „LNG Terminal in Stade (oder Wilhelmshaven) torpediert Energiewende- und Klimaschutzverpflichtungen und generiert Investitionsruine“ Offener Brief vom 6. Dezember 2018
  85. Ostseeküsten-Radweg. In: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. (auf-nach-mv.de [abgerufen am 16. Mai 2017]).
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  101. Bibliotheken Region Rostock
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  104. Zentralrat der Juden in Deutschland
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  106. Extremismus in MV: Radikale in Rostocker Moschee | nnn.de. In: Norddeutsche Neueste Nachrichten. 31. Mai 2016, abgerufen am 22. März 2019.
  107. Rostock plant Moschee nahe dem Ostseestadion. In: Ostsee Zeitung. 17. Januar 2019, abgerufen am 22. März 2019.
  108. Rostock: Neubaupläne für Moschee gestoppt. 19. März 2019, abgerufen am 22. März 2019.
  109. Torben Hinz: Moschee-Streit: Rathaus erwartet frühestens zum Jahresende Bewegung | svz.de. 21. März 2019, abgerufen am 22. März 2019.
  110. Stadt Rostock Statistisches Jahrbuch 2020 Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit und Stadtbereichen 2019 Seite 62, abgerufen am 7. Februar 2021
  111. Stadt Rostock Statistisches Jahrbuch 2019 Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit und Stadtbereichen 2018 Seite 56, abgerufen am 24. Dezember 2019
  112. Statistisches Jahrbuch Hanse- und Universitätsstadt Rostock 2018 223 Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit und Stadtbereichen 1992 und 2017 Seite 56, abgerufen am 24. November 2019
  113. German Beach Soccer League | Seite des DFB
  114. German Beach Soccer League | Saison 2013
  115. hiphop.de: Marteria sponsert Beach-Soccer-Team Rostocker Robben
  116. Tabelle der 1. Basketball-Regionalliga Nord
  117. Die Listen der geehrten Persönlichkeiten befinden sich auf der Webseite der Hansestadt Rostock (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)
  118. Flyer Umweltpreis »Joe Duty« der Hansestadt Rostock (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)