Rote Mühle

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Dieser Artikel behandelt die Mühle im Ruhrgebiet. Weitere Bedeutungen siehe Rote Mühle (Begriffsklärung)
Noch erhaltene Schleusenmauer am Fährhaus Rote Mühle
Das 1752 erbaute Fährhaus Rote Mühle

Die Rote Mühle, auch Rohmannsmühle genannt, befindet sich auf der linken Seite der Ruhr, beim Strom-Km 38,4, etwa 1,5 Kilometer nordöstlich des Essener Stadtteils Heisingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiherr Bernhard von Vittinghoff gen. Schell ließ 1685 eine Schleifmühle zur Herstellung von Gewehrläufen errichten. Im Jahre 1752 wandelte man sie in eine Kornmühle um. Der erste Pächter war der Müller Johannes Rohmann. Gegenüber der Mühle (rechte Ruhrseite) wurde 1752 ein steinernes Rasthaus gebaut, da „die Schiffer nachts auf der Ruhr nicht fahren durften“. Im Jahre 1774 ließ ein Freiherr von Schell eine Schleuse auf eigene Rechnung für die Kohleschifffahrt auf der Ruhr erbauen. Diese musste in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erneuert werden. Die Schleusenkammer ist heute noch erhalten. Wegen der Aufstauung des Baldeneysees waren aber die Schleusentore nicht mehr erforderlich und wurden 1964 entfernt. Fährhaus und Schleuse wurden am 23. September 1992 in die Denkmalliste der Stadt Essen aufgenommen.

Heute heißt nur noch der Biergarten am Schleusenwärterhäuschen auf der Flussseite „Fährhaus Rote Mühle“. Direkt an der Anlage vorbei führt der Radfernweg Kaiser-Route von Aachen nach Paderborn. Das alte Gemäuer der Roten Mühle beherbergt seit 1950 den Kanu Klub Industrie Essen e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 24′ 35″ N, 7° 4′ 46″ O