Rotenfels

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen zu Rothenfels oder Rotenfels sind unter Rothenfels (Begriffsklärung) aufgeführt.
Rotenfels
Der Rotenfels bei Bad Münster am Stein-Ebernburg

Der Rotenfels bei Bad Münster am Stein-Ebernburg

Höhe 327 m ü. NHN
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Koordinaten 49° 49′ 1″ N, 7° 50′ 11″ OKoordinaten: 49° 49′ 1″ N, 7° 50′ 11″ O
Rotenfels (Rheinland-Pfalz)
Rotenfels
Gestein Rhyolith

Der Rotenfels (327 m ü. NHN) zwischen Bad Münster am Stein-Ebernburg und Norheim besitzt 202 Meter Wandhöhe und ist 1200 Meter lang. Außerdem ist der Rotenfels die steilste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien. Der Rotenfels gehört zum größten Teil dem Dorf Traisen an.

Das Felsmassiv besteht aus rötlichem Rhyolith, einem Porphyr-Gestein, mit feinkörnig-kristalliner Struktur. Er ist sowohl Naturschutzgebiet als auch bekanntes Revier für Kletterer und Bergsteiger.

Unterhalb des Rotenfels fließt die Nahe und verläuft die Landesstraße 235 sowie eine zweispurige Bahnstrecke (KBS 680[1]/Nahetalbahn). Dort befindet sich die Weinlage Traiser Bastei. Die Lage Traiser Rotenfels liegt westlich des Steilhangs.

Vor 270 bis 260 Millionen Jahren bildete sich in einer Phase besonders reger vulkanischer Aktivität durch glutflüssig aufsteigendes Magma das nach seiner Erstarrung sehr witterungsbeständige, rötliche Gestein des Rotenfels. Hydrothermal zersetzte Zonen sind an der helleren Färbung erkennbar. Dort sind die Feldspate in Kaolin umgewandelt. Die Nahe hat diese Felsstruktur als Steilufer über Jahrtausende in den Fels gefräst und einen Großteil des Verwitterungsschutts abtransportiert.

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Naturschutzgebiet Rotenfels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rotenfels wurde 1939 von der Bezirksregierung Koblenz unter Naturschutz gestellt.[2] Im Jahr 1998 wurden von der Bezirksregierung in einer Rechtsverordnung ergänzende Bestimmungen über das Naturschutzgebiet festgelegt.[3]

Der Schutzzweck ist die Erhaltung und die Entwicklung des Bergmassivs mit seinen Felspartien

  • als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter Pflanzen und Pflanzengesellschaften,
  • als Lebensraum bestandsbedrohter Tiere,
  • wegen seiner geologischen Beschaffenheit sowie
  • aus wissenschaftlichen und landeskundlichen Gründen.

Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 91 ha. Für das Klettern im Bereich des Rotenfelsmassivs sind räumliche und zeitliche Einschränkungen verfügt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rotenfels – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verordnung über das Naturschutzgebiet „Rotenfels“ vom 5. September 1939
  2. Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet „Rotenfels“ vom 30. Oktober 1998 (PDF; 107 kB)