Roter Haubarg

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Der Rote Haubarg

Die Rote Haubarg ist ein denkmalgeschütztes Haus in der Gemeinde Witzwort im Kreis Nordfriesland. Er gilt als der bekannteste Haubarg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rote Haubarg liegt südlich der Gemeinde Simonsberg im Adolfskoog. Von der Nordsee ist er ungefähr 1,5 Kilometer entfernt. Witzwort liegt rund drei Kilometer südlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1647 errichtete ein wohlhabender Landwirt im 1575 bis 1579 eingedeichten Adolfskoog einen Haubarg.[1] Er war der Überlieferung nach nicht wie andere Häuser dieser Art mit Reet gedeckt, sondern mit roten Ziegeln, und wurde daher „Roter Haubarg“ genannt.[1] Das Haus brannte 1759 ab und wurde durch das heutige Gebäude ersetzt.[1] Obwohl der Haubarg diesmal ein Reetdach erhielt, blieb der frühere Name erhalten. Nach einer anderen Version waren die Klinker ursprünglich rot und wurden erst später weiß verputzt.[2]

Der Rote Haubarg gelangte 1983 in den Besitz der „Stiftung Nordfriesland“,[1] die auf dem „Asmussen-Woldsen-Vermächtnis“ beruht.[3]

Architektur und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haubarg ist mit einer Firsthöhe von 17 Metern ungewöhnlich hoch.[4] Er hat wie alle Haubarge einen rechteckigen Grundriss und steht auf acht Ständern.[4] Er hat 99 Fenster.

Der Rote Haubarg ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Er wird als Restaurant und Museum betrieben. Das Restaurant befindet sich in den ehemaligen Wohnräumen. Im Museum wird eine Ausstellung zur Geschichte der Eiderstedter Landwirtschaft gezeigt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rolf Kuschert: Der Rote Haubarg. Baudenkmal und Museum in Witzwort in der Landschaft Eiderstedt. Band 13 der Schriften des Kreisarchivs Nordfriesland, Schloss vor Husum. Husum 1990. ISBN 3880425396

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roter Haubarg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Roter haubarg bei der Gemeinde Witzwort, abgerufen am 9. März 2013
  2. St.-Peter-Ording-Magazin 01/2007, S. 23 (Memento vom 12. Juni 2013 im Internet Archive) (PDF-Datei; 11,2 MB), abgerufen am 10. März 2013
  3. Porträt auf der Website der Asmussen-Woldsen-Stiftung, abgerufen am 9. März 2013
  4. a b Porträt bei viabono.de, abgerufen am 9. März 2013

Koordinaten: 54° 25′ 30,4″ N, 8° 58′ 1″ O