Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

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Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH
Trägerschaft Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
Ort Bremen
Koordinaten 53° 4′ 10,8″ N, 8° 48′ 7,5″ OKoordinaten: 53° 4′ 10,8″ N, 8° 48′ 7,5″ O
Kaufmännischer Geschäftsführer Walter Klingelhöfer
Betten 306
Mitarbeiter 672
davon Ärzte 102
Fachgebiete 8
Gründung 1876
Website www.roteskreuzkrankenhaus.de

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist ein Klinikum in der Bremer Neustadt, direkt an der Kleinen Weser. Es ist als einzige Bremer Klinik seit Oktober 2005 Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover. Das RKK deckt die Basis- und Notfallversorgung der gesamten Chirurgie und Inneren Medizin ab.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Krankenhaus wurde 1876 als Vereinskrankenhaus vom Roten Kreuz, einer Vorläuferorganisation des Deutschen Roten Kreuzes als gemeinnützige Einrichtung gegründet und nahm am 3. Juli in einem Neubau an der Osterstraße seinen Betrieb auf. Von Anfang an war ihm eine staatlich anerkannte Krankenpflegeschule angegliedert, für welche sich der Verein zur Ausbildung von Krankenpflegerinnen von 1872 an eingesetzt hatte.[3] Mittel für notwendige Bauvorhaben wurden zum großen Teil von Bremer Bürgern aufgebracht. Aus Anlass seiner goldenen Hochzeit stiftet der Bremer Kaufmann Carl Schütte, Bruder von Franz Ernst Schütte, die Bausumme für einen kleinen Erweiterungsbau.[4] Bereits 1910, nur 15 Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen, verfügte das Krankenhaus über eine Röntgenabteilung. 1926 erhielt es den Namen Willehadhaus vom Roten Kreuz“ nach dem ersten Bischof von Bremen.

Als Georg Strube die Leitung des Hauses übernahm, bestand es nur aus Mutterhaus, Privathaus und einer Baracke.[5] Unter seiner Leitung wurde das Haus stufenweise erweitert und ausgebaut. 1937 wurde das Krankenhaus dem Deutschen Roten Kreuz übereignet.

Nach Ende des Nationalsozialismus wurde 1945 das Vermögen auf die neu gegründete Stiftung „Rotes-Kreuz-Krankenhaus Bremen“ übertragen und der Verein „Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V.“ gegründet.[6] 1949 trennte sich das Krankenhaus von der Schwesternschaft und wurde zu einer Stiftung privaten Rechts.

1969 wurde am RKK die erste Dialyse-Einrichtung Bremens geschaffen und 1980 eine Schmerztherapie-Abteilung eingerichtet, die heute mit zwölf stationären Betten in Norddeutschland einzigartig ist.[7][6]

Die Stiftungssatzung wurde 2004 neuverfasst und die „Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH“ gegründet, die nunmehr den Krankenhausbetrieb übernimmt.[8][6]

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rotes Kreuz Krankenhaus versorgt nach eigenen Angaben etwa 35.000 Patienten im Jahr. Ein Großteil davon (ca. 23.500) wird ambulant behandelt. Dem Haus stehen fünf OP-Säle zur Verfügung. Darin finden jährlich über 5000 Eingriffe statt.[9] Das RKK Bremen gliedert sich in 13 Stationen und verfügt über derzeit 304 Betten. Die Stationen verteilen sich auf elf Fachabteilungen und Zentren.

Nach eigenen Angaben hat das RKK derzeit über 600 Mitarbeiter (darunter 91 Ärzte und 267 Gesundheits- und Krankenpfleger).[9]

Zentren und Fachabteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
  • Gefäßzentrum mit Gefäßchirurgie / Radiologische Gefäßdiagnostik
  • Rheumazentrum mit Tagesklinik / Ambulanz / Rheumachirurgie
  • Orthopädie / zertifiziertes Endoprothetikzentrum
  • Unfallchirurgie / Traumazentrum
  • Schmerzzentrum – Klinik für Schmerzmedizin mit stationären Betten
  • Bluthochdruck-, Herz- und Nierenerkrankungen / Dialyse
  • Kardiologie mit Herzkatheterlabor und 24-Stunden-Rufbereitschaft
  • Allgemein- und Viszeralchirurgie / Behandlung von Tumoren im Magen-Darm-Trakt
  • Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Ambulantes OP-Zentrum
  • Physio K - gesund trainieren

Rheumatologie und ein eigener Bereich Schmerztherapie werden in Bremen ausschließlich im Rotes Kreuz Krankenhaus vorgehalten.[10]

Rettungswache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angegliedert an das RKK ist die Rettungswache Bremen-Neustadt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2008 wurde das Krankenhaus als „Klinisches osteologisches Schwerpunktzentrum DVO“ ausgezeichnet. Es erhielt den Organspendepreis der Deutschen Stiftung Organtransplantation.[6] Bereits 2002 hatte es den "red dot award: communications design 2002" für das herausragende Design der Sozialbilanz 1998/1999 erhalten.[11][12] Das RKK wurde bereits zweimal nach den Kriterien der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen zertifiziert.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Hinderlich, Dieter Leuthold, Petra Mevius, Gerhard Reuss: Das Rote Kreuz Krankenhaus Bremen schreibt Geschichte: 1876, 1999, 2001, vom Vereinskrankenhaus zur Qualitätsklinik., Bremen: Hauschild, 1999 ISBN 3-89757-013-0
  • Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz 1876-1976. Text und Gestaltung: Sigrid Schmidt-Meinecke, Speyer. Herstellung: Willy Elfert, Buch- und Kunstdruckerei K. G., Speyer.
  • Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2002. ISBN 3-86108-616-6. Seite 613-614
  • Peter Galperin: Bemerkungen zur 125jährigen Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes in der freien Hansestadt Bremen 1866-1991, Bremen 1990. ISBN 3-88808-081-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Information zum RKK als Akademischem Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover
  2. Kümmern am Krankenbett in: mhh info, Juni/Juli 2006 (PDF-Dokument; 738 kB)
  3. Christoph Kühberger, Clemens Sedmak: Aktuelle Tendenzen der historischen Armutsforschung. LIT Verlag Berlin-Hamburg-Münster, 2005, ISBN 3-8258-7713-2 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  4. Sigrid Schmidt-Meinecke: Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz 1876-1976. Elfert Buch-und Kunstdruckerei, Speyer 1976.
  5. Bremische Biographie 1912-1962. Herausgegeben von der Historischen Gesellschaft zu Bremen und dem Staatsarchiv Bremen. In Verbindung mit Fritz Peters und Karl H. Schwebel bearbeitet von Wilhelm Lührs. H. M. Hauschild GmbH, Bremen 1969.
  6. a b c d e Geschichte des Rot Kreuz Krankenhauses Bremen
  7. Schmerzzentrum des RKK
  8. „Rotes Kreuz Krankenhaus Stiftung Bremen“ ändert die Rechtsform: Ab Januar 2004 „Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH“
  9. a b Homepage des RKK Bremen
  10. Krankenhausplan des Landes Bremen 2006-9(PDF-Dokument; 1,51 Mb)
  11. Verleihungen, Deutsches Ärzteblatt 2003; 100(36): A-2325
  12. Peter Zec: International Yearbook Communication Design 2003/2004: Red Dot Award., Avedition, 2003, 276, ISBN 3-929-63881-9