Rothenhof (Neuhof an der Zenn)

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Rothenhof
Koordinaten: 49° 25′ 47″ N, 10° 36′ 19″ O
Höhe: 429 m ü. NHN
Einwohner: 16 (2017)[1]
Postleitzahl: 90616
Vorwahl: 09828

Rothenhof ist ein Ortsteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Einöde entspringt der Fällbrunnenbach, ein rechter Zufluss des Krebsgrabenbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Bibert ist. Im Süden beim Schellenberg befindet sich die Deponie der Gemeinde Neuhof. Ca. 0,5 km nordwestlich liegt die Winterleiten. Die Staatsstraße 2245 führt an Neudorf vorbei nach Seubersdorf (9,5 km östlich) bzw. nach Oberdachstetten (13 km westlich).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird 1260 als „Winrichsbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster Heilsbronn erhielt als Entschädigung vom Burggrafen Konrad I. u. a. das damals verödete Winrichsbach. Zwischenzeitlich musste das Kloster dieses Gut verkauft haben. 1440 erfolgte der Rückkauf von dem Nürnberger Bürger Sebald Scheuer. In diesem Kaufbrief wird das Gut „Wintersbach“ bzw. zur „Rothen Herberg“ genannt. Während des Dreißigjährigen Krieges blieb der Hof verschont.[3] Rothenhof lag an der Handelsstraße zwischen Nürnberg und Rothenburg ob der Tauber genau in der Mitte und spielte als Absteige eine wichtige Rolle. Das heutige Hauptgebäude wurde 1719 errichtet.[4]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Rothenhof (auch Wintersbach genannt) aus einem 1 Hof mit Wirtshaus und Brauhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Das Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof als Grundherrn.[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rothenhof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhof an der Zenn zugeordnet. Es gehörte der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Oberfeldbrecht an. Am 4. Januar 1821 wurde der Ort der Ruralgemeinde Unternbibert zugewiesen, was aber nach einem Einspruch der Bewohner bereits am 15. April 1822 rückgängig gemacht werden musste.[6] Am 1. Januar 1972 wurde Rothenhof im Zuge der Gebietsreform nach Neuhof an der Zenn eingemeindet.

Baudenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gutshof

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner 11 16 16 17 11 12 18 26 25 16 6 16
Häuser[7] 2 2 2 1 2 2 3 1
Quelle [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Bartholomäus (Unternbibert) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach St. Dionysius (Virnsberg).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.neuhof-zenn.de
  2. Rothenhof im BayernAtlas
  3. Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 374–375 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
  4. Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, DNB 730125742, S. 160.
  5. Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 126 f. (Digitalisat).
  6. Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 205 (Digitalisat).
  7. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  8. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 78 (Digitalisat).
  9. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 98 (Digitalisat).
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1061, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1228, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1162 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1235 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1273 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1100 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 807 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 176 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 341 (Digitalisat).