Rothhof (Bischberg)

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Rothhof ist ein Ortsteil der Gemeinde Bischberg im Landkreis Bamberg, in dem sieben Menschen leben.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name entstand durch die Rodung des Waldes und nicht durch die Farbgebung wie bei dem gleichnamigen Hof zwischen Bamberg und Wildensorg, der Mitte der 1960er Jahre abgebrochen wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster Besitzer wird der Bamberger Bürger Konrad Haller (* 1355; † 1433) genannt. Im Besitz dieser Familie verblieb der Hof bis 1455, als ihn das Katharinenspital in Bamberg für 650 rheinische Gulden erwarb. Der Bauernhof war ein Pachthof des Katharinenspitals. Ein Fischweiher wurde erstmals 1486 genannt. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde der Aussiedlerhof, der 1607 als Schlösschen bezeichnet wurde, nicht bewirtschaftet. Der Baukomplex überstand den Glaubenskrieg unbeschadet. Im Jahr 1710 wurden die Gebäude saniert. Wohl irreparable Schäden legten den Gedanken an einen Neubau nahe.

Neubau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Frühjahr bis zum Winter des Jahres 1739 wurde das heute noch stehende Haus unter der Leitung des fürstbischöflichen Hofarchitekten Johann Jakob Michael Küchel errichtet (* 1703; † 1769). Erst zehn Jahre später wurde das Gebäude im Inneren bezugsfähig ausgebaut. Die endgültige Größe des Gutshofs mit Wagenhalle, Pferdestall etc., wie er noch bis etwa 1970 bestand, erhielt Rothhof im Jahr 1784.

Nach der Säkularisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Auflösung des Hochstifts und der Säkularisation des Katharinenspitals in Bamberg, in dessen Eigentum der Bauernhof 348 Jahre lang war, gelangte er 1803 in den Besitz des bayerischen Staates, der ihn 1911 an den Landwirt Johann Brahmann veräußerte. Dieser richtete eine Gastwirtschaft darin ein, die in den 2000er Jahren aufgegeben wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Paschke: Der Rothof [!] bei Bischberg und die Haller zu Bamberg. In: Fränkisches Land in Kunst, Geschichte und Volkstum. Jg. 11, 1969, Nr. 5, S. [1, 3]; Nr. 6, S. [2–3]; Nr. 7, S. [4]

Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 50′ O