Rotkäppchen (1962)

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Filmdaten
OriginaltitelRotkäppchen
ProduktionslandDDR
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1962
Länge72 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieGötz Friedrich
DrehbuchHans Rodenberg
ProduktionDEFA, Gruppe „Berlin“
MusikGerhard Wohlgemuth
KameraHelmut Bergmann
SchnittChristel Röhl
Besetzung

Rotkäppchen ist ein Märchenfilm aus dem Jahr 1962. Der in den DEFA-Studios der DDR entstandene Film beruht neben dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm auch auf der Vorlage des russischen Schriftstellers Jewgeni Lwowitsch Schwarz.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mädchen Rotkäppchen, das immer ein rotes Käppchen trägt, lebt mit seinem Vater, einem Jäger, und seiner Mutter in einem Häuschen im Wald. Seine Freunde sind der Hase und der Bär. Der Wolf, der schon einmal die Flinte von Rotkäppchens Vater zu spüren bekommen hat, und der Fuchs sind seine Feinde.

Als Rotkäppchens eines Tages allein zuhause ist, weil die Eltern auf den Markt gehen, wollen der Wolf und der Fuchs Rotkäppchens Gänse fressen. Der Fuchs verkleidet sich, wird aber von Rotkäppchen vertrieben. Als er unverrichteter Dinge zum Wolf zurückkehrt, beschließt dieser, Rotkäppchen und die Großmutter zu fressen.

Rotkäppchen bekommt Besuch vom Häschen, das Rotkäppchen sogleich warnt. Da die Großmutter erkältet ist, machen sich Rotkäppchen und das Häschen auf den Weg und nehmen Milch und Honig sowie Wein und Kuchen mit; Rotkäppchen muss der Mutter versprechen, nicht vom Weg abzukommen und gleich nach Hause zurückzukehren; das Häschen soll auf Rotkäppchen aufpassen.

Unterwegs treffen sie den Bären, der sie begleitet. Da er sich aber über die für die Großmutter bestimmten Milch- und Honigvorräte hermacht, muss das Häschen umkehren und Nachschub holen.

Inzwischen hat der Fuchs, als Frau verkleidet, herausgefunden, dass Rotkäppchen im Wald unterwegs ist. Wolf und Fuchs schmieden einen Plan: Der Fuchs gibt vor, verletzt zu sein. Die Verletzungen habe er sich bei einem Kampf mit dem Wolf zugezogen; dieser liege, ebenfalls schwer verletzt, in einer Höhle. Er erzählt dem Bär von einem Baum mit einem großen Vorrat an Honig; Rotkäppchen verrät er eine Stelle im Wald, wo es Pilze für die Großmutter sammeln kann. Dort wird Rotkäppchen vom lauernden Wolf überrascht, kann ihn aber in die Flucht schlagen.

Der Fuchs streut Kreidepulver über das Fell des Wolfes, damit dieser wie ein Hund aussieht und sich so ins Haus der Großmutter schleichen kann. Das Häschen macht sich auf den Weg, um Rotkäppchens Eltern zu Hilfe zu holen. Während Rotkäppchen seinen Weg fortsetzt, setzt der Wolf den Plan in die Tat um und frisst die Großmutter.

Im Haus der Großmutter angekommen, wundert sich Rotkäppchen, warum die Großmutter auf einmal so große Ohren und so große Augen hat. Als sie sich über den großen Mund der Großmutter wundert, wird nun auch es vom Wolf verschlungen.

Rotkäppchens Eltern treffen ein und befreien die Großmutter und Rotkäppchen aus dem Bauch des Wolfes. Er wird gefesselt und in einen Käfig gesperrt; Rotkäppchen verspricht ihrer Mutter, nie mehr vom Weg abzugehen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotkäppchen wurde am 13. Juli 1962 uraufgeführt. Sechs Millionen Zuschauer verfolgten die Märchenverfilmung im Kino.

Der Film war das Regiedebüt von Götz Friedrich.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der film-dienst schrieb: „DEFA-Verfilmung des populären Märchens der Gebrüder Grimm. Einzige Kinoarbeit des Opernregisseurs Götz Friedrich, der bei der Gestaltung der Tierfiguren auch Bühnenerfahrungen mit dem Prokofjew-Singspiel "Peter und der Wolf" und der Felsenstein-Inszenierung "Das schlaue Füchslein" einfließen ließ.“[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rotkäppchen. In: DEFA-Stiftung (Hrsg.): Die DEFA-Märchenfilme. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-00-032589-2, S. 96–103.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rotkäppchen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.