Rottach (Iller)
| Rottach | ||
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Rottach am Rottachdurchbruch |
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| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 11456 | |
| Lage | Deutschland, Bayern | |
| Flusssystem | Donau | |
| Abfluss über | Iller → Donau → Schwarzes Meer | |
| Quelle | Nördlich von Oberzollhaus 47° 40′ 9″ N, 10° 25′ 39″ O |
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| Quellhöhe | 922 m ü. NN | |
| Mündung | Bei Rottachmühle in die IllerKoordinaten: 47° 36′ 58,3″ N, 10° 17′ 51,2″ O 47° 36′ 58,3″ N, 10° 17′ 51,2″ O |
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| Mündungshöhe | 702 m ü. NN [1] | |
| Höhenunterschied | 220 m | |
| Länge | 14 km | |
| Durchflossene Stauseen | Rottachsee | |
Die Rottach ist ein ca. 14 Kilometer langer, orografisch rechter Nebenfluss der Iller in bayerischen Landkreis Oberallgäu, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Bach erlangte durch seine Eigenschaft als Hauptzuflussgewässer des nach ihm benannten Rottachsees erhöhte Bedeutung. Die Rottach kann in drei Abschnitte gegliedert werden.
Oberes Rottachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Rottach entspringt nordöstlich von Oberzollhaus in der Gemeinde Oy-Mittelberg. Bis zum Stausee durchfließt sie ein 4,2 Kilometer langes Stück mit einer Höhendifferenz von 72 Metern. Nachdem das Wasser der Rottach Oberzollhaus passiert hat und der Senke direkt unter der Autobahnbrücke der A 7 zugeflossen ist, durchzieht es überwiegend feuchte Streu- und Moorwiesen. Ein Teilabschnitt des Tales mit einer flächenmäßigen Ausdehnung von etwa fünf Hektar ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und entsprechend geschützt (NSG Rottachmoos). In diesem Hochmoor kommen seltene, für Allgäuer Hochmoore aber charakteristischen Pflanzen vor.
Im Rahmen der EU-Naturschutzgesetzgebung gehört das Obere Rottachtal zum FFH-Gebiet Kempter Wald mit Oberem Rottachtal.
Rottachsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Abfluss der Rottach aus dem Stausee liegt 3,5 Kilometer in gerader Linie gemessen hinter deren Mündung in den See entfernt. Vor dem Bau des Stausees floss die Rottach in diesem Bereich verbreitet mäanderförmig durch kleinteilig strukturierte, artenreiche Wald- und Wiesenlandschaft.
Unteres Rottachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nachdem die Rottach den Stausee verlassen hat, verengt sich das Tal zusehends, bis es unterhalb Riedis in eine schluchtartige Engstelle übergeht, die als Rottachdurchbruch bezeichnet wird. Dort war zum Ende der Eiszeit dem abfließenden Schmelzwasser zunächst der Durchfluss verwehrt, sodass sich ein See bildete. An der Überlaufstelle schuf sich das Wasser im Laufe der Zeit den Einschnitt.[2] Heute ist das Tal in diesem Bereich überwiegend bewaldet und bietet einen wildromantischen Anblick. Es steht hier unter Landschaftsschutz. Bei Rottachmühle an der Grenze der Gemeinden Sulzberg und Rettenberg mündet die Rottach in die Iller. Sie hat dort, seit sie den See verlassen hat, eine Distanz von sechs Kilometern und eine Höhendifferenz von 148 Metern überwunden.
Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Topografische Karte 1:25.000
- ↑ Norbert Herrmann: Petersthal – Geschichte einer Allgäuer Gemeinde, Verlag für Heimatpflege, Kempten 1976