Rotthalmünster

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Rotthalmünster
Rotthalmünster
Deutschlandkarte, Position des Marktes Rotthalmünster hervorgehoben
Koordinaten: 48° 22′ N, 13° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Verwaltungs­gemeinschaft: Rotthalmünster
Höhe: 361 m ü. NHN
Fläche: 44,52 km2
Einwohner: 4885 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94094
Vorwahl: 08533
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 143
Marktgliederung: 85 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 10
94094 Rotthalmünster
Webpräsenz: www.rotthalmuenster.de
Bürgermeister: Franz Schönmoser (CSU)
Lage des Marktes Rotthalmünster im Landkreis Passau
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Rotthalmünster ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rotthalmünster.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotthalmünster liegt in der Region Donau-Wald im niederbayerischen Bäderdreieck genau zwischen den drei Kurorten Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing. Der Markt befindet sich 35 km südlich von Vilshofen an der Donau sowie 35 km südwestlich von Passau, 22 km westlich vom oberösterreichischen Schärding, 24 km nordöstlich von Simbach am Inn, 25 km östlich von Pfarrkirchen und 140 km von der Landeshauptstadt München entfernt. In 16 km Entfernung besteht Anschluss zur Bundesautobahn 3, Ausfahrt Pocking. In dem ebenfalls zu Rotthalmünster gehörenden Ortsteil Karpfham/Bahnhof befindet sich eine Bahnstation, welche man sich mit der Stadt Bad Griesbach im Rottal teilt. Die Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit verbindet den Landkreis Passau mit dem Landkreis Mühldorf am Inn.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rotthalmünster hat 85 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Asbach, Pattenham, Rotthalmünster und Weihmörting.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktplatz in Rotthalmünster

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Bayernherzog Hugbert (724–736) gründete der Adelige Wilhelm ein Nonnenkloster an einem Ort namens Chirihpah. Eine Traditionsnotiz des Hochstifts Passau unterrichtet über den Gründungsvorgang. Dieses älteste adelige Eigenkloster Bayerns, das sich vermutlich an der Stelle des heutigen Kühbachs (etwa drei Kilometer von Rotthalmünster) befand, wurde nicht (nachgewiesenerweise) in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts infolge der Ungarnstürme zerstört. Der Ort Rotthalmünster gehörte um 1150 den Grafen von Vornbach und Neuburg und kam schließlich an die Wittelsbacher. Der schon im 13. Jahrhundert als Markt bezeichnete Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Griesbach des Kurfürstentums Bayern. „Münster“, wie der Ort noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts genannt wurde, besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rotthalmünster.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis dahin selbständige Gemeinde Pattenham wurde am 1. Januar 1970 eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam Asbach hinzu.[3] Weihmörting folgte am 1. Mai 1978.[4]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholischen Glaubens. Katholische Pfarreien sind in Rotthalmünster sowie in Asbach/Weihmörting beheimatet. Das Evang.-Luth. Vikariat Rotthalmünster betreut die evangelischen Christen in der Region.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 4463 Einwohner
  • 1970: 4726 Einwohner
  • 1987: 4538 Einwohner
  • 1991: 4823 Einwohner
  • 1995: 5196 Einwohner
  • 2000: 5172 Einwohner
  • 2005: 5068 Einwohner
  • 2010: 4980 Einwohner
  • 2015: 4885 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Franz Schönmoser (CSU). Er gewann bei der Kommunalwahl 2008 mit 52,65 Prozent der Stimmen gegen seinen Vorgänger Werner Mayer (Bürger für Rotthalmünster/BfR) und erhielt als einziger Kandidat bei der Kommunalwahl 2014 91,44 Prozent.

Zweiter Bürgermeister ist seit 2014 Hans-Peter Penninger(CSU), dritter Bürgermeister, ebenfalls seit 2014, ist Günter Straußberger(BfR).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In blau eine eintürmige silberne Kirche, auf deren rotem Dach zwei silberne Störche stehen.

Der Markt Rotthalmünster führt, wie die meisten der niederbayerischen Märkte, seit Jahrhunderten ein eigenes Wappen im Siegel.

Schon das älteste, durch einen Abdruck aus dem Jahr „1374 MVNSTER“ zeigt dasselbe Bild, das heute noch vom Markt Rotthalmünster im Wappen und im Dienstsiegel der Verwaltung verwendet wird.

Während die Kirche das vormalige Kloster symbolisiert, weisen die Störche auf das frühere häufige Vorkommen dieser Tiere in der Flusslandschaft der Rott hin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asbach:

Weihmörting:

  • Pfarrkirche St. Martin aus dem 14./15. Jahrhundert

Rotthalmünster:

  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Spätgotischer Bau 1452–1481
  • barocke Wieskapelle, 1737–1740 erbaut
  • Portalstöckl am Marktplatz, Torturm aus dem 15. Jahrhundert

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 29, im produzierenden Gewerbe 1457 und im Bereich Handel und Verkehr 238 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 716 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1739. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 135 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3380 ha, davon waren 3021 ha Ackerfläche und 347 ha Dauergrünfläche.

Am Bahnhof von Karpfham wurde 1936 ein Zweigwerk der Rottaler Butterwerke GmbH Asbach an der Rott erbaut. Es gehört heute der Rottaler Milchwerk eG, einer Tochterfirma der österreichischen Berglandmilch.

Die größten Arbeitgeber des Ortes sind die Landkreis Passau Krankenhaus gGmbH, die Baufirma Josef Meier GmbH+Co KG, die 'Erich Kopschitz GmbH - Kerzenfabrik' sowie die Firma Heber.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotthalmünster liegt auf dem Pilgerweg Via Nova, der aus Kößlarn kommend nach Kirchham führt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Schulen und Kindergärten (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 94 Kindergartenplätze mit 104 Kindern
  • Volksschulen: zwei mit 34 Lehrern und 593 Schülern

Aktuell existieren auch noch folgende Einrichtungen:

  • Akademie für Gesundheitsberufe gGmbH der Landkreis Passau Krankenhaus gGmbH
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Staatl. Höhere Landbauschule
  • Volkshochschule Rotthalmünster

Justiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Februar 2008 wurde die Zweigstelle Rotthalmünster des Amtsgerichts Passau aufgelöst. Das Gebäude beherbergt jetzt die Montessori-Schule, die von Kößlarn nach Rotthalmünster umgezogen ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Schlögl (1893–1957), CSU-Politiker, Landtagsmitglied und Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (1948 bis 1954)
  • Josef Schimpfhauser (1921–2013), Bürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende 1997 führt der Moderator Markus Walsch auf Bayern 3 mit den Begrüßungsworten Grüß Gott, Auer Karl, Rotthalmünster! regelmäßig bayernweit bekannte Telefonstreiche durch.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Fleissner: Zur Chronik des Marktes Rotthalmünster in Niederbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern 31, 1895, S. 143–256.
  • Bernhard Lübbers: Artikel Rotthalmünster. In: Hans-Michael Körner, Alois Schmid (Hrsg.): Handbuch der Historischen Stätten, Bayern I: Altbayern und Schwaben (Kröners Taschenausgabe 324) Stuttgart 2006, S. 727 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rotthalmünster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/205027&attr=OBJ&val=755
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 474
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 620.