Rouven Lotz

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Rouven Lotz (* 1977) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rouven Lotz studierte Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und Vergleichende Textilwissenschaft (kulturgeschichtlich) an der Technischen Universität Dortmund.

Bereits während des Studiums arbeitete er im Osthaus Museum Hagen und hospitierte zwischen 1999 und 2002 regelmäßig am Jüdischen Museum Berlin, das in dieser Zeit neu eröffnet wurde. Von 2007 bis 2009 war er wissenschaftlicher Volontär am Osthaus Museum, das seit 2009 – gemeinsam mit dem neu gegründeten und von der gemeinnützigen Emil Schumacher Stiftung betriebenen Emil Schumacher Museum – das so genannte Kunstquartier Hagen bildet.

2009 wurde Rouven Lotz zum Geschäftsführer der Henry-van-de-Velde-Gesellschaft gewählt. Seit 2010 zunächst mit den Aufgaben des Kustos betraut, wurde Lotz 2011 wissenschaftlicher Leiter des Emil Schumacher Museums in Hagen, wo er seither neben einem ambitionierten Ausstellungsprogramm auch ein aufwändiges Rahmenprogramm etablierte. 2021 wurde er zum Direktor ernannt.[1]

Von 2011 bis 2013 nahm er darüber hinaus einen Lehrauftrag für Kunstgeschichte am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technischen Universität Dortmund wahr. Im Mai 2016 wurde Rouven Lotz in das ständige Gremium zur Neukonzeptionierung der Ausstellungen des Stadtmuseums Hagen berufen.

Als Kurator ist Lotz verantwortlich für zahlreiche Ausstellungen des Malers Emil Schumacher sowie große Ausstellungen u. a. zu Karel Appel, Peter Brüning, Gerhard Hoehme, Norbert Kricke, K. R. H. Sonderborg, Zdeněk Sýkora, Henri de Toulouse-Lautrec und Fritz Winter.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe, Rouven Lotz/Ulrich Schumacher/Kai Uwe Schierz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen und Erfurt, Dortmund 2020
  • K. R. H. Sonderborg – Bilder von Zeit und Raum, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Dortmund 2019
  • Heinrich Brocksieper – Ein Hagener am Bauhaus. Die Stofflichkeit der Dinge, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Dortmund 2019
  • Gerhard Hoehme – Epiphanie des Informel, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Dortmund 2018
  • Peter Brüning – Das Potential des Informel, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz/Marie-Luise Otten (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Dortmund 2017
  • Gilgamesch – Baumeister und Schumacher, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen 2016
  • Karel Appel – Der abstrakte Blick, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Dortmund 2016
  • Zdeněk Sýkora – System und Kraft der Linie, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Dortmund 2015
  • Henri de Toulouse-Lautrec – Der Meister der Linie im Emil Schumacher Museum, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Bönen 2014
  • Norbert Kricke und Emil Schumacher – Positionen in Plastik und Malerei nach 1945, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Bönen 2013
  • Young-Jae Lee und Emil Schumacher, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, Bönen 2013
  • „Malerei ist gesteigertes Leben“ – Emil Schumacher im internationalen Kontext, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Ausst.-kat.: Hagen, München 2012
  • Brüder Grimm, Schneeweißchen und Rosenrot mit Illustrationen von Emil Schumacher aus dem Jahr 1948, Ulrich Schumacher/Rouven Lotz (Hg.), Köln 2012
  • Der Hagener Hohenhof – Das Landhaus für Karl Ernst Osthaus von Henry van de Velde, Hagen 2009

Beiträge

  • Avantgardistische Tradition, in: Karel Appel, Alexander Baumgarte/Tobias Linden/Petra Schreiner (Hg.), Bielefeld 2020
  • Ideen und Interventionen: Bauen mit Kunst, in: Eckhard Gerber – Vom Klang der Architektur, Dieter Nellen und Jürgen Tietz (Hg.), Berlin 2019
  • Emil Schumacher, in: De Gruyter Allgemeines Künstler-Lexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Walter de Gruyter, Band 102, Schleime – Seitter, Berlin 2019
  • August Endell und Karl Ernst Osthaus. Projekte für die Gartenvorstadt Hohenhagen, (mit Katja Stromberg) in: August Endell. 1871-1925. Architekt und Formkünstler, Nicola Bröcker, Gisela Möller und Christiane Salge (Hg.), Petersberg 2012
  • Hagen erforschen – Eine Stadt als Laboratorium, Autorenkollektiv: Birgitt Borkopp-Restle, Birgit Franke, Rouven Lotz, Barbara Welzel, Barbara Welzel (Hg.), Essen 2010
  • Hagen als Knotenpunkt eines europäischen Netzwerks der Moderne, in: Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet, Markus Harzenetter/Walter Hauser/Udo Mainzer/Dirk Zache (Hg.), Münster 2010
  • Der Künstler als Lehrer für Handel und Gewerbe. Das Bahnhofsfenster von Johan Thorn Prikker in Hagen, in: „mit der Sonne selbst malen“ – Johan Thorn Prikker und der Aufbruch der Moderne in der Glasmalerei, Myriam Wierschowski (Hg.), Ausst.-kat.: Linnich 2007

Ehrenamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 ist Lotz Geschäftsführer der Henry-van-de-Velde-Gesellschaft e. V. in Hagen. 2013 wurde er zudem als Nachfolger für Manfred Osthaus in den Vorstand der Henry van de Velde-Gesellschaft Sachsen e. V. in Chemnitz gewählt. Seit März 2015 ist Lotz Mitglied im Beirat des Karl-Ernst-Osthaus-Bundes e. V. Im August 2017 wurde er als Vorsitzender in das Kuratorium des neu gegründeten Vereins "Geschichtsfreunde Hagen – Museums- und Archivverein e. V." gewählt. Seit Februar 2021 ist er Kuratoriumsmitglied der Märkischen Bank Stiftung.

Jurymitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ecce – european centre for creative economy, Individuelle KünstlerInnen Förderung, Förderbereich Partner 2018
  • Ida Gerhardi-Förderpreis seit 2017
  • 70. Internationaler Bergischer Kunstpreis 2016
  • Förderpreis der Märkischen Bank Stiftung 2014
  • Märkisches Stipendium für Bildende Kunst der Märkischen Kulturkonferenz e. V., seit 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westfalenspiegel vom 27. September 2021: Neuer Direktor für Schumacher Museum (wsp), abgerufen am 27. September 2021