Roy Hodgson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roy Hodgson

Roy Hodgson (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 9. August 1947
Geburtsort CroydonVereinigtes Königreich
Junioren
Jahre Station
1963–1965 Crystal Palace
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1965–1966 Crystal Palace
1966–1969 Tonbridge FC
1969–1971 Gravesend and Northfleet
1971–1972 Maidstone United
1972–1973 Ashford Town
1973–1974 Berea Park
1974–1976 Carshalton Athletic
Stationen als Trainer
Jahre Station
1976–1980 Halmstads BK
1982 Bristol City
1983–1985 Örebro SK
1985–1990 Malmö FF
1990–1992 Neuchâtel Xamax
1992–1995 Schweiz
1995–1997 Inter Mailand
1997–1998 Blackburn Rovers
1999 Inter Mailand
1999–2000 Grasshopper Club Zürich
2000–2001 FC Kopenhagen
2001 Udinese Calcio
2002–2004 VAE
2004–2006 Viking Stavanger
2006–2007 Finnland
2007–2010 FC Fulham
2010–2011 FC Liverpool
2011–2012 West Bromwich Albion
2012–2016 England
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Roy Hodgson (* 9. August 1947 in Croydon) ist ein englischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Von Mai 2012 bis 27. Juni 2016 war er Trainer der englischen Fußballnationalmannschaft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer in Schweden und England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hodgson war ein mäßig erfolgreicher Spieler bei Crystal Palace, bevor er seine Trainerkarriere 1976 in Schweden bei Halmstads BK begann. Fünf Jahre lang war er der Trainer des Clubs und gewann mit ihm die Meisterschaft in den Jahren 1976 und 1979. 1980 wechselte er zu Bristol City in die englische Liga, bei denen er zuerst als Assistenztrainer und später als Trainer fungierte.

1983 kehrte Hodgson zurück nach Schweden zu Örebro SK. 1985 übernahm er Malmö FF, mit denen er zweimal Meister wurde und zweimal den Pokal gewann.

Stationen in der Schweiz, Italien und England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Tätigkeit in Schweden wechselte er 1990 in die Schweiz zu Neuchâtel Xamax. 1992 wurde Hodgson Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft und brachte diese zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA und zur Fußball-Europameisterschaft 1996 nach England.

Da er aber im Anschluss nach der erfolgreichen Qualifikation – im November 1995 – einen Vertrag mit Inter Mailand unterschrieb, nahm er mit der Schweiz nicht mehr an der EM teil und trainierte dafür Inter von 1995 bis 1997. Im Mai 1997 stand er mit dem Verein im Finale des UEFA-Pokals, das gegen Schalke 04 im Elfmeterschießen verloren wurde. Sein Mandat bei Inter Mailand war eine seiner schwierigsten Stationen, bis er dem Präsidenten des Klubs, Massimo Moratti, seinen Rücktritt anbot.

Danach wechselte er zurück nach England, um die Blackburn Rovers zu trainieren. Bereits nach einer Saison in seiner Heimat wechselte er 1999 – wieder nur für eine Saison – in die Schweiz zu den Grasshoppers Zürich.

Roy Hodgson 2009

Vereine in Skandinavien, Italien und Nationaltrainer der Emirate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 war Hodgson einer von drei Kandidaten, um englischer Nationaltrainer zu werden. Nachdem aber Sven-Göran Eriksson ausgewählt worden war, ging Hodgson zum FC Kopenhagen, mit dem er 2000/01 die Superliga gewann. 2001 kündigte er seinen Vertrag mit dem FC København und wechselte erneut nach Italien zu Udinese Calcio. Da nicht alles rund lief, sagte er in einem Interview, er hätte einen besseren Klub wählen sollen. Diese Aussage veranlasste die Klubleitung trotz guter Leistung zu Hodgsons Entlassung. Noch im gleichen Jahr wurde er Nationaltrainer der Vereinigten Arabischen Emirate.

Im Mai 2004 wechselte er zu Viking Stavanger. Am 15. August 2005 sagte er zu, das finnische Nationalteam zu trainieren, das er ab 1. Juli 2006 übernahm. Nach der verpassten EM-Qualifikation trat Hodgson am 30. November 2007 zurück.

Vereine in England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hodgson sollte ursprünglich ab Januar 2008 an der Seite von Inter Mailands Präsident Moratti arbeiten, nahm dann aber ein Angebot des FC Fulham an und wurde Trainer dieses Vereins. Am 1. Juli 2010 wurde er Trainer beim englischen Rekordmeister FC Liverpool.[1] Anfang Januar 2011 trennte sich der Verein von ihm; Liverpool stand zu diesem Zeitpunkt auf dem zwölften Platz in der Premier League. Hodgsons Nachfolger wurde Kenny Dalglish.[2] Daraufhin übernahm Hodgson im Februar 2011 den Trainerposten beim englischen Erstligisten West Bromwich Albion.[3]

Nationaltrainer England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 2012 stellte die FA Hodgson als neuen Trainer der englischen Nationalmannschaft vor.[4] Nach dem Ende der Premier-League-Saison nahm er seine Tätigkeit auf und nominierte den vorläufigen Kader für die kommende EM. Er berücksichtigte von vornherein nur 23 Spieler und löste dabei ein großes mediales Echo aus, da er John Terry statt Rio Ferdinand berief.[5] Mit der englischen Mannschaft schied er bei der Europameisterschaft 2012 im Viertelfinale gegen Italien nach Elfmeterschießen aus.

In der Qualifikation zur EM 2016 holte Hodgson mit England alle möglichen Punkte, weswegen die Three Lions als Titelaspirant gehandelt wurden. Die Mannschaft konnte jedoch die Euphorie nicht mit ins Turnier tragen und leistete sich im Achtelfinale eine 1:2-Niederlage gegen das erstmals im Wettbewerb vertretene Island. Noch am selben Abend trat Hodgson als Nationaltrainer zurück.[6]

Titel als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Tageszeitung „Blick“ engagierte ihn Mitte der 90er Jahre zusammen mit Timo Konietzka und Günter Netzer als Fußball-Analytiker.
  • Im Mai 2010 wählten ihn die Trainer und Manager der vier Top-Ligen in England zum Trainer des Jahres.[7]
  • Hodgson arbeitete mehrere Male als UEFA-Funktionär bei Europameisterschaften und war Fernseh-Experte in verschiedenen Ländern, in denen er vorher gearbeitet hatte.
  • Roy Hodgson war Spielbeobachter bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Er gehörte der sogenannten Technischen Studien-Gruppe (TSG) der FIFA an, die seit rund 40 Jahren die Spiele bei internationalen Turnieren beobachtet und neue Trends aufzeigt.
  • Er beherrscht, außer seiner Muttersprache Englisch, auch Deutsch, Französisch, Schwedisch, Norwegisch und Italienisch.
  • Hodgson gilt als kulturell interessiert: „Ich habe Werke von fast allen Nobelpreis-Gewinnern gelesen“, erzählte er. Er würde auch Georges Bizets Oper Die Perlenfischer schätzen.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liverpool appoint Hodgson
  2. [1]
  3. Albion appoint Hodgson
  4. Nachrichtenmeldung auf kicker.de
  5. Nachrichtenmeldung auf kicker.de
  6. FA statement as England manager Roy Hodgson steps down thefa.com, abgerufen am 28. Juni 2016
  7. Fulham's Roy Hodgson is the real Premier League manager of the year
  8. Krise? Welche Krise? auf Europe Online Magazine, veröffentlicht und abgerufen am 10. Mai 2012.