Rozière

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Eine Rozière ist eine Kombination aus Gasballon und Heißluftballon.

Benannt und erfunden ist die Rozière von Jean-François Pilâtre de Rozier.

Eine Rozière besteht in der Regel aus einer kugelförmigen Gaszelle, gefüllt mit Helium (früher auch Wasserstoff), die wie bei einem Heißluftballon mit Brennstoff beheizt wird. Von außen sieht heutzutage eine Rozière wie ein – umgekehrt tropfenförmiger – Heißluftballon aus, der oben jedoch um einen Kegelstumpf verlängert ist, das spezifisch leichtere und kleinere Gasballonabteil.

Der Vorteil der Rozière gegenüber reinen Heißluftballonen ist der geringere Brennstoffverbrauch. Sie ist somit für wochenlange Ballonfahrten geeignet, z. B. Rekordfahrten und Weltumrundungen.

Bislang gelangen drei bemannte Weltumrundungen mit Ballonen im Jetstream, die alle in entsprechend großer Höhe mit Rozièren durchgeführt wurden, zuletzt die schnellste mit etwa 11 1/2 Tagen im Juli 2016 solo bemannt mit Fjodor Konjuchow. Rozièren werden aus Unkenntnis oft Heißluftballone genannt; die Fahrtdauer von bemannten Heißluftballonen ist jedoch auf wenige Stunden beschränkt, die von bemannten Gasballonen auf wenige Tage.