Ruderatshofen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ruderatshofen
Ruderatshofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ruderatshofen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 49′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Biessenhofen
Höhe: 728 m ü. NHN
Fläche: 33,52 km2
Einwohner: 1781 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87674
Vorwahl: 08343
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 167
Adresse der Verbandsverwaltung: Füssener Str. 12
87640 Biessenhofen
Webpräsenz: www.ruderatshofen.de
Bürgermeister: Johann Stich (Allg. Wählergem. Apfeltrang)
Lage der Gemeinde Ruderatshofen im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Ruderatshofen

Ruderatshofen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruderatshofen liegt in der Region Allgäu. Es existieren folgende Gemarkungen: Apfeltrang und Ruderatshofen. Weitere Ortsteile sind Elbsee, Geisenhofen, Heimenhofen, Hiemenhofen, Immenhofen und Leichertshofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 839 erstmals urkundlich als Ort im Keltensteingau als „Hruodoldishoua“ erwähnt. Ruderatshofen gehörte zum Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ortsmitte von Ruderatshofen befindet sich die Pfarrkirche St. Jakobus, im gotischen Stil sowie in Apfeltrang die Kirche St. Michael mit einer barocken Ausstattung.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Apfeltrang eingegliedert.[2]

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1982 löste sich der Apfeltranger Ortsteil Wenglingen durch Volksentscheid von der Gemeinde und wurde an die Gemeinde Aitrang abgetreten.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruderatshofen wuchs von 1988 bis 2008 um 340 Einwohner bzw. ca. 24 %.

Jahr Einwohner
1840 860
1900 1090
1939 1126
1950 1777
1961 1460
1970 1504
1987 1425
1991 1491
Jahr Einwohner
1995 1596
2000 1696
2001 1724
2004 1727
2005 1709
2006 1714
2007 1720
2008 1776
Jahr Einwohner
2009 1725
2010 1725
2011 1733
2012 1721
2013 1726
2014 1725
2015 1825
2016 1781

Quelle: BayLSt

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Stich (Allg. Wählergem. Apfeltrang). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Wilhelm Kunstin (Freie Wählergemeinschaft).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Rot und Silber, hinten ein mit goldenem Gitter belegter roter Schrägbalken“.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 26, im produzierenden Gewerbe 152 und im Bereich Handel und Verkehr 20 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 80 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 481. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 83 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2024 ha.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruderatshofen liegt nahe der Bahnstrecke München–Lindau. Züge passieren den Ort ohne Halt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 69 Kindern
  • Volksschulen: Grundschule mit ca. 100 Schülern, die eine Schulgemeinschaft mit der Grundschule Aitrang bildet

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Infrastruktur der Gemeinde ist in vielen Bereichen (z. B. Straßenbau[3], Telekommunikation[4]) dringend sanierungs- und verbesserungsbedürftig, hierfür fehlen jedoch die finanziellen Mittel.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt den Brauch des Klopferstags in Ruderatshofen. Dabei gehen die Kinder des Ortes, meist im Grundschulalter, am Donnerstag vor dem ersten Advent von Haus zu Haus um die bevorstehende Adventszeit anzukündigen. Als Geschenke für das Aufsagen des tradierten Spruches bekommen die Kinder Süßigkeiten. Der Brauch wird nur in Ruderatshofen selber begangen, in den anderen Ortsteilen ist er mittlerweile ausgestorben. Außer bei den Kindern selbst ist dieser Brauch besonders bei den älteren Menschen des Dorfes beliebt, die dadurch an ihre eigene Kindheit erinnert werden und ein wenig Kontakt zu den Kindern des Dorfes aufnehmen können.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ruderatshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779 und 815.
  3. AZ 11.07.2011 - Gemeinde Ruderatshofen fehlt Geld für Bebauungsplan
  4. AZ 01.02.2011- DSL-Ausbau in Ruderatshofen verschoben