Rudolf-Quelle

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Dieser Artikel behandelt die Mineralwasserquelle Rudolf-Quelle im tschechischen Lázně Kyselka. Zur Mineralwassermarke Rudolf-Quelle aus Eichenzell siehe Förstina
Rudolf-Quelle im Sommer 2014
Ursprung der Rudolf-Quelle

Die Rudolf-Quelle (tschechisch: Rudolfův pramen) ist eine der fünf Mineralwasserquellen im ehemaligen tschechischen Kurort Kyselka im Okres Karlovy Vary. Sie ist nach Rudolf von Österreich-Ungarn benannt und gehört seit der Übernahme durch die Marke Mattoni zu den wichtigsten Wasserquellen im Ort.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rudolf-Quelle liegt auf der Südseite des Kurortes und entspringt im Wald des Kurparks der Villa Mattoni. Geologisch befindet sich die Quelle im Erzgebirge in der Böhmischen Masse.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quelle wurde vermutlich im 16. Jahrhundert entdeckt und gehörte seit den 1870er Jahren zum Unternehmen Mattoni. Ab 1870 wurde hier regelmäßig Mineralwasser abgezapft und an Städte wie Wien, Prag und Karlsbad verkauft. Um 1890 war die Rudolf-Quelle mit Abstand nach der Otto-Quelle die am meisten genutzte aller fünf Quellen. Sie lieferte durch eine Wasserröhre Wasser an das Kurhaus beim Kurtheater. Diese Verbindung ging mit der Schließung des Theaters um 1970 verloren. Sie soll aber im Rahmen der zukünftigen Restaurierung des Ortes wieder rekonstruiert werden. 2013 wurde die Rudolf-Quelle unter Denkmalschutz gestellt und das Gehäuse der Quelle provisorisch gereinigt.

Wasser der Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wasser der Quelle ist reich an Kohlensäure und Mineralsalzen. Es gilt als hilfreich bei Trinkkuren und anderen Behandlungen gegen Atmungs-, Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen, Verspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Gnirs: Topographie der historischen und kunstgeschichtlichen Denkmale in dem Bezirke Karlsbad. (Prag 1933) (= Handbuch der sudetendeutschen Kulturgeschichte. Bd. 8). Herausgegeben vom Collegium Carolinum. Besorgt von Anna Gnirs. Oldenbourg, München 1996, ISBN 3-486-56170-7, S. 39.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 57′ 34,51″ N, 12° 42′ 33,81″ O