Rudolf Bullerjahn

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Rudolf Bullerjahn (* 13. Januar 1856 in Berlin; † 7. Januar 1911 in Moskau; eigentlich: Bullrian) war ein Musiker, seit 1886 städtischer Musikdirektor in Göttingen. Rudolf Bullerjahn war der Namensgeber einer unter Verbindungsstudenten beliebten Musikveranstaltung, die ebenfalls „Bullerjahn“ genannt wurde.

Leben und Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Bullerjahn wurde 1856 in Berlin geboren und erhielt dort eine gründliche musikalische Ausbildung. Von 1882 bis 1886 war er Solist in der Hofkapelle in Meiningen und wurde 1886 städtischer Musikdirektor in Göttingen. 1890 kündigte er diese Stelle, da sich der Göttinger Magistrat weigerte, das Orchester auf eine gesunde finanzielle Basis zu stellen, die Gehälter der Musiker musste Bullerjahn aus seinem Privatvermögen bezahlen. 1891 ging er nach Russland, wo er ein angesehener Konzertdirigent wurde. Rudolf Bullerjahn starb 1911 in Moskau.

Seit April 2002 verfügt er über eine eigene Gedenktafel an seinem Göttinger Haus, mit denen die Stadt Göttingen ihre bekannten Persönlichkeiten ehrt. Allerdings gilt er bis heute noch in Göttingen als eine verkrachte Existenz und unfähiger Musiker.

Seit Anfang November 2010[1] hat der alte Ratskeller zu Göttingen unter dem Namen „Speise- & Schankwirtschaft Bullerjahn“ neu eröffnet. Namensgeber des neu eingerichteten Restaurants ist Rudolf Bullerjahn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nissen, Walter/Prauss, Christina/Schütz, Siegfried: Göttinger Gedenktafeln – Ein biographischer Wegweiser. Göttingen 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Warum heißt der Ratskeller Göttingen eigentlich Bullerjahn?