Rudolf Essek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rudolf Essek (* 4. März 1885 in Wiesbaden, Deutschland; † 11. Januar 1941 in Berlin, Deutschland) war ein deutscher Film- und Theater-Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Essek ging direkt von der Schulbank zur Bühne. Seine erste Verpflichtung führte ihn 1901 ans Zürcher Central-Theater. Nach einem Abstecher ans Apollo-Theater von Bern in der Spielzeit 1902/03 kehrte der gebürtige Wiesbadener 1903 nach Zürich zurück und nahm ein Engagement vom Stadttheater an. 1905 wechselte Essek nach Heidelberg, 1908 nach Würzburg, 1909 nach Breslau, 1912 nach Essen und im Jahr darauf nach Zittau.

Im selben Jahr (1913) gab Essek mit der Hauptrolle des Martin Luther in Erwin Bárons historischem Drama Die Wittenberger Nachtigall seinen Einstand vor der Kamera. Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs eingezogen (1914/15), kehrte Rudolf Essek 1915 an die Bühne (Landestheater Karlsruhe) zurück. In Karlsruhe blieb er bis 1921, in dieser Zeit kam Essek für Filmrollen mehrfach nach Berlin. Anschließend ging Rudolf Essek auf Tournee und folgte weiteren Verpflichtungen an Spielstätten in Zürich, Leipzig und Königsberg.

In Berlin ließ er sich mit Beginn des Dritten Reichs nieder. Dort fand Essek erst ab 1934 wieder regelmäßige Arbeit am Theater (Theater am Schiffbauerdamm, Die Tribüne), stand aber bereits seit dem vorhergehenden Jahr regelmäßig vor der Kamera.

Wie auf der Bühne spielte Essek im Tonfilm durchgehend Chargen von Klein- bis Kleinstformat. Man sah ihn als Rechtsanwalt (Glück im Schloß) und als Hoteldirektor (Der Tiger von Eschnapur), als Lord (Mädchenjahre einer Königin) und als Kapitän (Verwandte sind auch Menschen), als Korrepetitor (Der singende Tor) und als Kellner (Das Einmaleins der Liebe), als Sanitätsrat (Maria, die Magd) und als Rezeptionschef (Seitensprünge), als Clubdirektor (Der Mustergatte) und als Clubdiener (Liebesbriefe aus dem Engadin).

Als Essek starb, war er gerade am Berliner Künstlertheater engagiert.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1913: Die Wittenberger Nachtigall
  • 1915: Fluch der Schönheit
  • 1915: O diese Männer
  • 1915: Die Einödspfarre
  • 1915: Evas Seelengrösse
  • 1915: Und sie fanden sich wieder
  • 1916: Ullas Weg
  • 1916: Die Töchter des Eichmeisters
  • 1916: Theophrastus Paracelsus
  • 1918: Im Zeichen der Schuld
  • 1918: E, der scharlachrote Buchstabe
  • 1919: Brüder
  • 1919: Die Rache der Banditen
  • 1921: Der Weg zur Sonne
  • 1925: Freies Volk
  • 1933: Der geheimnisvolle Perser
  • 1933: Glück im Schloss
  • 1933: Die vom Niederrhein
  • 1934: Ich sehne mich nach dir
  • 1934: Die Insel
  • 1934: Jede Frau hat ein Geheimnis
  • 1934: Der junge Baron Neuhaus
  • 1934: So endete eine Liebe
  • 1934: Herz ist Trumpf
  • 1934: Sie und die Drei
  • 1935: Königstiger
  • 1935: Ich war Jack Mortimer
  • 1935: Ein idealer Gatte
  • 1935: Das Einmaleins der Liebe
  • 1935: Viktoria
  • 1935: Der mutige Seefahrer
  • 1936: Die Leute mit dem Sonnenstich
  • 1936: Maria, die Magd
  • 1936: Der schüchterne Casanova
  • 1936: Hummel – Hummel
  • 1936: Das Hofkonzert
  • 1936: Auf eigene Faust
  • 1936: Mädchenjahre einer Königin
  • 1937: Gleisdreieck
  • 1937: Papas Fehltritt
  • 1937: Tango Notturno
  • 1937: Der Mustergatte
  • 1937: Die Fledermaus
  • 1937: Der Tiger von Eschnapur
  • 1938: Du und ich
  • 1938: Liebesbriefe aus dem Engadin
  • 1939: Der singende Tor
  • 1939: In letzter Minute
  • 1939: Verwandte sind auch Menschen
  • 1939: Tee zu zweien
  • 1939: Seitensprünge
  • 1940: Das Mädchen von Saint Coeur
  • 1940: Die Rothschilds

Literatur[Bearbeiten]

  • Deutsches Bühnen-Jahrbuch 53. Jahrgang 1942, Berlin 1941. S. 117
  • Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Bad Münder 1960. Band 1, S. 371

Weblinks[Bearbeiten]