Rudolf Gabriel von Gross

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Rudolf Gabriel Freiherr von Gross (* 28. Oktober 1822 in Weimar; † 15. September 1907 ebenda) war ein deutscher Jurist, Politiker und Publizist. Er war großherzoglich-sächsischer Staatsminister.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Gabriel von Gross studierte seit 1842 in Heidelberg, Jena und Leipzig die Rechtswissenschaften. 1845 und 1850 war er Legationssekretär der gemeinschaftlichen thüringischen Bevollmächtigten bei der Deutschen Union in Berlin und bei den freien Konferenzen in Dresden. 1851 wurde Gross zum Staatsanwalt und 1856 zum Oberstaatsanwalt in Eisenach ernannt. 1867 folgte seine Bestellung zum Rat beim Oberappellationsgericht in Jena sowie 1869 in Eisenach. 1871 wurde er als Geheimer Staatsrat in das Staatsministerium zu Weimar berufen und übernahm das Innen- und Außenressort. 1890 wurde er zum Staatsminister und Vorsitzenden des Staatsministeriums sowie zum ersten Bevollmächtigten des Großherzogtums im Bundesrat ernannt. Außerdem übernahm er das Justizministerium und 1891 noch dazu das Ministerium des großherzoglichen Hauses. 1899 zog er sich in den Ruhestand zurück und starb 1907 im Alter von 84 Jahren in Weimar.

Gross hat sich besonders durch die Förderung des Eisenbahnwesens, den Bau von Heilanstalten und die Errichtung mittlerer Gewerbeschulen Verdienste erworben. Von 1858 bis 1862 gab er die Zeitschrift Die Strafrechtspflege in Deutschland heraus. Seine eigenen Schriften behandeln meist das Kriminalrecht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]