Rudolf Havenstein

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Rudolf Emil Albert Havenstein (* 10. März 1857 in Meseritz, Provinz Posen; † 20. November 1923 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Präsident der Reichsbank.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren Robert Havenstein (1825–1905), Landgerichtsdirektor in Stargard/Pommern sowie Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, und dessen Ehefrau Bertha Braut (1829–1872), Tochter des Gymnasialdirektors in Brandenburg Friedrich Wilhelm Braut (1793–1863) und der Albertine Pfitzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Havenstein stammte aus einer Beamtenfamilie und studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Berlin. Nach dem Studium war Havenstein ab 1876 im preußischen Justizdienst tätig, 1887 begann seine Karriere als Richter, bis er im Jahr 1890 ins preußische Finanzministerium wechselte.

Havenstein bekleidete von 1900 bis 1908 das Amt des Präsidenten der Königlichen Seehandlung. Anschließend war er bis 1923 Präsident der Reichsbank. In seiner Amtszeit wurden die Reichsbanknoten zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Auf den deutschen Reichsbanknoten von 1908 bis 1923 ist daher Havensteins Unterschrift aufgedruckt. Während seiner Amtszeit fand die Hyperinflation von 1923 statt.

Havenstein führte die Ausgabe von Darlehnskassenscheinen wieder ein und war auch an der Einführung der Kriegsanleihen zu Beginn des Ersten Weltkriegs wesentlich beteiligt.

Rudolf Havenstein ist auf dem Friedhof Dahlem begraben.

Er heiratete am 10. Oktober 1889 Maria von Meyer (1866–1929), die Tochter des Abgeordneten Wilhelm von Meyer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]