Rudolf Jacob Camerarius

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Bildnis des Rudolf Jacob Camerarius auf einem Ölgemälde von Johann Georg Dramburg aus dem Bestand der Tübinger Professorengalerie

Rudolf Jacob Camerarius, auch Camerer (* 12. Februar 1665 in Tübingen; † 11. September 1721 ebenda) war ein deutscher Botaniker und Mediziner.

Seine Eltern waren der Mediziner Elias Rudolf Camerarius (1641–1695) und Regina Barbara (1643–1697).

Camerarius studierte zunächst an der Universität Tübingen, wo er bei Georg Balthasar Metzger promoviert wurde. Danach unternahm er Studienreisen nach Holland, England und Frankreich. 1688 wurde er als Nachfolger seines Lehrers Metzger Direktor des Botanischen Gartens, 1689 als Professor für Physik (Naturlehre) und 1695 als Ordentlicher Professor für Medizin an der Universität Tübingen berufen.

Camerarius machte Kreuzungsversuche mit Pflanzen und bewies erstmals die bisexuelle Vermehrung dieser Organismengruppen. Er begründete damit die sog. Sexualtheorie.

1689 heiratete er Christina Magdalena Crafft (1670–1727), die Tochter von Johannes Crafft (1618–1695), der nach der Übernahme des Klosters Alpirsbach durch das Herzogtum Württemberg als Prälat die Rechtsnachfolge des katholischen Abtes übernommen hatte. Der Mediziner Alexander Camerarius war sein Sohn.

Camerarius war seit 1688 Mitglied der Leopoldina.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Rudolf Jacob Camerarius – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Rudolph Jacob Camerarius bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 25. März 2016.