Rudolf Maeglin (Künstler)

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Rudolf Maeglin (1892–1971) Arzt, Künstler, Gruppe 33, Familien Grab auf dem Friedhof Wolfgottesacker, Basel
Familiengrab Mäglin auf dem Friedhof Wolfgottesacker in Basel

Rudolf Maeglin (* 24. Dezember 1892 in Basel; † 2. April 1971 ebenda) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Holzschneider.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Maeglin stammte aus grossbürgerlichen Verhältnissen, sein Vater war Weinhändler, die Mutter kam aus einer Familie von Basler Seidenfabrikanten. Nach der Maturität studierte er zunächst Medizin, machte 1918 das Staatsexamen und assistierte dann am Genfer Kantonsspital. 1919 gab er den Arztberuf auf und wurde Künstler. 1921 bereiste er Italien. Ab 1922 lebte er in Paris, besuchte die Kunstakademien Grande Chaumière und Colarossi, machte Reisen in die Bretagne und nach Spanien. 1927 kehrte er zurück nach Basel, wo er sich als Hilfsarbeiter auf Baustellen und in der chemischen Industrie betätigte.

Allein Motiven aus dieser Arbeitswelt widmete er fortan sein künstlerisches Werk. 1933 war er Gründungsmitglied der antikonservativen Basler Künstlervereinigung «Gruppe 33». Ab 1936 arbeitete Maeglin freischaffend. Vorwiegend fertigte er Holzschnitte, wurde später auch Mitglied der Holzschneider-Vereinigung XYLON. Ab 1947 bis zu seinem Tod wohnte er in einem Atelierhaus im Basler Arbeiterquartier Kleinhüningen, das ihm der Architekt Ernst Egeler, ebenfalls Mitglied der «Gruppe 33», gebaut hatte. Einige seiner Werke u. a. die drei Fresken von 1955 für das Sangrubenschulhaus I oder die drei Glasbilder Farbarbeiter im Treppenhaus West des Arbeitsamtes in Basel von 1967, gingen als Sieger aus den Wettbewerben des Kunstkredits Basel-Stadt hervor[1].

Werkauswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1955: Wandgemälde im Sandgrubenschulhaus, Basel
  • 1966–1968: Drei Glasfenster im Treppenhaus des Kantonalen Arbeitsamtes in der Utengasse Basel (Auftrag des Kunstkredits Basel-Stadt)[2]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rudolf Maeglin (Künstler) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Architektur und Kunst, 1959: Fresken von 1955, Sangrubenschulhaus I. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  2. Agathe Straumann, Erziehungsdepartement Basel-Stadt. Walter Eglin. In: Kunst für Basel: 75 Jahre Kunstkredit Basel-Stadt. Kunst im öffentlichen Raum. Schwabe Verlag, Basel 1974, ISBN 3-7965-0968-1.
  3. Kunsthaus Zug: Rudolf Maeglin, Pressemiteilung. (PDF) Abgerufen am 22. Juni 2019.
  4. Florian Hofer: Rudolf Maeglin, Zugerbieter Zeitung. (PDF) Abgerufen am 22. Juni 2019.