Rudolf Taschner

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Rudolf Taschner (2015)

Rudolf Taschner (* 30. März 1953 in Ternitz) ist ein österreichischer Mathematiker und Autor. Bei der Nationalratswahl 2017 tritt er für die ÖVP an. Er soll, nach einem erfolgreichen Antreten, Sprecher für Bildung und Wissenschaft für die ÖVP im Nationalrat werden.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Taschner maturierte am Gymnasium der Theresianischen Akademie und studierte an der Universität Wien Mathematik und Physik, promovierte dort 1976 sub auspiciis und arbeitet seit 1977 an der Technischen Universität Wien am Institut für Analysis und Scientific Computing.

1981 wurde er an der Technischen Universität Wien habilitiert (Habilitationsschrift: Diskrepanzen gleichverteilter Folgen und Funktionen).[2] Seit 1997 ist er berechtigt, den Amtstitel Außerordentlicher Universitätsprofessor[3] zu führen.

Taschner setzt sich mit großem Engagement dafür ein, dass die Mathematik der Öffentlichkeit zugänglich wird, und schuf das Projekt math.space. Mit seinen populärwissenschaftlichen Vorträgen und Publikationen versucht er, sein Fachgebiet den Menschen näherzubringen.

Dafür wurde er 2004 von den österreichischen Wissenschaftsjournalisten zum Wissenschaftler des Jahres gewählt. Die Presse gab ihm den Spitznamen „Marcel Prawy der Mathematik“. Das 2009 im Ecowin-Verlag erschienene Buch Rechnen mit Gott und der Welt wurde zum Buchliebling 2010 gewählt. 2010 wurde ihm das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.[4] Er erhielt den Preis der Stadt Wien für Volksbildung für 2011. Darüber hinaus ist er Beirats-Mitglied des im Dezember 2010 gegründeten oberösterreichischen Think Tanks Academia Superior.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Probleme der numerischen analytischen Fortsetzung, Wien, Univ., Diss., 1975[6]
  • Atommodelle und Quantenmechanik des Atoms, Wien, Univ., Hausarb. Physik, 1976[7]
  • Differentialgeometrie für Geodäten, Manz, Wien 1977, ISBN 3-214-00000-4
  • Diskrepanzen gleichverteilter Folgen und Funktionen, Wien, Techn. Univ., Habil.-Schr., 1981[8]
  • Funktionentheorie, Manz, Wien 1983, ISBN 3-214-00015-2
  • Musil, Gödel, Wittgenstein und das Unendliche. Vortrag im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek am 7. Mai 2002, Picus-Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85452-387-4
  • Der Zahlen gigantische Schatten. Mathematik im Zeichen der Zeit, Vieweg-Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-528-03211-1
  • Das Unendliche. Mathematiker ringen um einen Begriff, Springer-Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-540-25797-7, ISBN 978-3-540-29269-2[9]
  • Zahl, Zeit, Zufall – alles Erfindung?, Ecowin-Verlag, Salzburg 2007, ISBN 978-3-902404-44-2
  • Rechnen mit Gott und der Welt. Betrachtung von allem plus eins, Ecowin-Verlag, Salzburg 2009, ISBN 978-3-902404-78-7
  • Gerechtigkeit siegt - aber nur im Film, Ecowin Verlag, Salzburg 2011 ISBN 978-3-7110-0004-0
  • Die Zahl, die aus der Kälte kam: Wenn Mathematik zum Abenteuer wird, Carl Hanser Verlag, München 2013, ISBN 978-3-446-43683-1
  • Die Mathematik des Daseins. Eine kurze Geschichte der Spieltheorie. Carl Hanser Verlag, München 2015, ISBN 978-3-446-44479-9
  • Woran glauben: 10 Angebote für aufgeklärte Menschen. Brandstätter-Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-7106-0063-0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://diepresse.com/home/innenpolitik/5265555/Mathematiker-Taschner-tritt-fuer-OeVP-an
  2. http://permalink.obvsg.at/AC00317891
  3. Personalverzeichnis der Technischen Universität Wien
  4. Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage
  5. Academia Superior - Gesellschaft für Zukunftsforschung - Wissenschaftlicher Beirat. Abgerufen am 4. März 2014.
  6. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund
  7. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund
  8. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund
  9. Volltext Online, abgerufen am 21. Mai 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rudolf Taschner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien