Rudolf Trauner senior

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rudolf Trauner (* 3. April 1918 in Roggendorf, Niederösterreich; † 21. November 2004) war ein oberösterreichischer Politiker (ÖVP), Wirtschaftskammerfunktionär und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trauner war verheiratet und hatte zwei Kinder. Nach dem Besuch von Pflicht- und Handelsschule war er von 1945 bis 1948 Buchhalter und erwarb in dieser Zeit den IBIS-Verlag und nannte ihn Trauner-Verlag. Diesem wurde 1982 vom Akademischen Senat der Universität Linz der Titel Universitätsverlag verliehen[1] und erhielt 1987 die Berechtigung zur Führung des Staatswappens.

Politische Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trauner war ab 1952 Mitglied im Wirtschaftsbund in Oberösterreich und Finanzreferent, ab 1963 Mitglied der ÖVP Landesparteileitung und ab 1968 deren Obmann-Stellvertreter.

Von 1969 bis 1991 war er Präsident des Wirtschaftsbundes der Landesgruppe Oberösterreich, damit auch stellvertretender Landesparteiobmann der ÖVP und Vizepräsident der Bundesleitung des Österreichischen Wirtschaftsbundes.

Im Mai 1971 zog er als Nachfolger des Landtagsabgeordneten Franz Schütz im Mai 1971 in den Oberösterreichischen Landtag ein und wurde 1973, 1979 sowie 1985 wiedergewählt.

Er war Wirtschaftslandrat der Landesregierung Wenzl I (1971–1973), Wenzel II (1973–1977), Ratzenböck I (1977–1979) und Landeshauptmann-Stellvertreter der Landesregierung Ratzenböck II (1979–1985).

Im Oktober 1980 schied er aus der Landesregierung aus und übernahm vom Gerhard Possart die Funktion des Klubobmannes. Von 1985 bis 1991 war Trauner dritter Landtagspräsident.

Funktionen in der Wirtschaftskammer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1980 bis 1990 stand er als Präsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich vor.[2]

Sonstige Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1968 bis 1989 war er Präsident des Fußballvereins Linzer Athletiksportklub (LASK Linz).

Von 1970 bis 1976 war Trauner Vorstandsmitglied und ab 1988 Aufsichtsratsvorsitzender der Volkskreditbank Oberösterreich.

Weitere Funktionen waren die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat des Österreichischen Wirtschaftsverlages, in der Landeshypothekenanstalt Oberösterreich und in der OKA, Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter der Österreichische Zollfreizonen-Betriebs AG und Aufsichtsratspräsident der KreditgarantiegmbH Oberösterreich.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harry Slapnicka: Oberösterreich – Die politische Führungsschicht ab 1945 (= Beiträge zur Zeitgeschichte Oberösterreichs. 12). Oöla, Linz 1989, ISBN 3-90031-347-4, S. 292.
  • Alois Felder: Rudolf Trauner. Leben und Wirken. Trauner, Linz 1997, ISBN 3-85320-841-X.
  • Rudolf Lehr: Landeschronik Oberösterreich. 3000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern. Brandstätter, Wien 2004, ISBN 3-85498-331-X, S. 310.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vom 22. Nov. 2004 der Stadt Linz
  2. Kammer-Nachrichten 2003, F. 13, S. 6