Rudolf Virchow

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Porträt von Rudolf Virchow, Lithographie von Georg Engelbach

Rudolf Ludwig Karl Virchow ([ˈvɪrço], auch [ˈfɪrço];[1] * 13. Oktober 1821 in Schivelbein/Hinterpommern, Provinz Pommern; † 5. September 1902 in Berlin) war ein deutscher Pathologe, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker. In Würzburg und Berlin erlangte er Weltruf. Er begründete die moderne Pathologie und vertrat eine sowohl naturwissenschaftlich wie sozial orientierte Medizin. Als liberaler Politiker der Deutschen Fortschrittspartei und der Deutschen Freisinnigen Partei stand er in höchstem Ansehen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Virchow mit seinen Kindern Ernst und Adele (um 1860)
Rudolf Virchow, porträtiert von Hanns Fechner (1891)

Rudolf Virchow war das einzige Kind des Schivelbeiner Landwirts und Stadtkämmerers Carl Christian Siegfried Virchow (1785–1864) und dessen Ehefrau Johanna Maria geb. Hesse (1785–1857), einer Schwester des Baurates Ludwig Ferdinand Hesse.

Ab 1839 studierte Rudolf Virchow Medizin in Berlin. Vom 26. Oktober 1839 bis zum 1. April 1843 war er dort Angehöriger des Medicinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelm-Instituts.[2] Mit einer pathologischen Doktorarbeit bei Johannes Müller wurde er 1843 von der Friedrich-Wilhelms-Universität zum Dr. med. promoviert.[3] Anschließend arbeitete er in der Prosektur der Charité. 1845 beschrieb er die Leukämie, deren Namen er prägte. Sein Staatsexamen bestand er 1846. 1847 habilitierte er sich und begann mit seinem Freund Benno Reinhardt die Herausgabe des Archivs für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medicin, das bis heute, inzwischen als Virchows Archiv, in über 450 Bänden erschienen ist.

Im Jahr 1848 war Virchow in die Märzrevolution verwickelt, überwarf sich aber auch durch seine Analyse der Fleckfieber-Epidemie in Oberschlesien mit der Preußischen Regierung.[4] Er fordert als Konsequenz der Seuche „volle und unumschränkte Demokratie“, sowie „Bildung mit ihren Töchtern Freiheit und Wohlstand.“[5] Dadurch wurde seine Stellung in Berlin unhaltbar. Mehrere Universitäten, darunter die ETH Zürich, boten ihm einen Lehrstuhl an. Virchow nahm den Ruf der Julius-Maximilians-Universität Würzburg als Nachfolger Bernhard Mohrs und Lehrstuhlinhaber für Pathologische Anatomie an. Dem Ministerium hatte er zuvor versichert, sich von der „politischen Arena“ zurückzuziehen.[6] Ab November 1849 las er Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie sowie Geschichte der Medizin.[7][8] In Hinblick auf die medizinischen Publikationen war Würzburg Virchows produktivste Zeit. Er befasste sich unter anderem mit Thrombosen und Zellen.[9] 1850 heiratete er Ferdinande Amalie Rosalie Mayer, die Tochter des Geh. Sanitätsrats Karl Wilhelm Mayer. In Würzburg entwickelte Virchow seine Lehre von der Zellularpathologie, die er zunächst in einem Aufsatz formulierte.[10]

Virchow kehrte 1856 nach Berlin zurück und übernahm das neu geschaffene Ordinariat für Pathologie sowie seine alte Stellung als Prosektor an der Charité. Im selben Jahr veröffentlichte er seine Erkenntnisse über die Thrombose im Rahmen seiner Gesammelten Abhandlungen zur Wissenschaftlichen Medicin.[11] Diese Arbeit beeinflusste das Denken über Bluterkrankungen und deren Entstehung. Die Faktoren bei der Entstehung einer Thrombose wurden später als Virchow-Trias bekannt.

Im Jahr 1858 erschien sein Buch Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. Die darin ausgearbeitete Theorie besagt, dass Krankheiten auf Störungen der Körperzellen basieren. Dies leitete er aus seinen vor allem in Würzburg durchgeführten Untersuchungen ab, die ergaben, dass alle Zellen aus Zellen und nicht, wie zuvor angenommen, aus einem unförmigen Urschleim (Blastem) entstehen.[12][13] Der Grundsatz von Virchows Zelltheorie lautet seit 1855 Omnis cellula e cellula, was übersetzt bedeutet: „Jede Zelle [geht] aus einer Zelle [hervor].“

Das von Virchow erkannte Prinzip der Thromboseursache und die Theorie der Zellularpathologie waren entscheidend für die Ablösung der zuvor in der Medizin angewandten Krasenlehre, welche Krankheiten auf eine ungleichmäßige Mischung der Körpersäfte zurückführt, und damit der seit der Antike bestehenden Humoralpathologie durch eine moderne, naturwissenschaftlich begründete Pathologie und Pathophysiologie.[14][15][16]

Virchow arbeitete auch als Medizinhistoriker. Zudem war er als Publizist aktiv und gab mehrere Zeitschriften heraus. Bis zu seinem Tod besuchte er regelmäßig das aufstrebende Solbad Dürkheim zur Traubenkur und war mit dem dortigen Bezirksarzt Veit Kaufmann freundschaftlich verbunden. Virchow prägte im Jahre 1870 den Begriff des Kunstfehlers als „Verstoß gegen die anerkannten Regeln der Heilkunst infolge eines Mangels an gehöriger Aufmerksamkeit oder Vorsicht“.[17] Der Begriff des Kunstfehlers betrifft in der Gerichtspraxis Verstöße gegen allgemein anerkannte Regeln der ärztlichen Wissenschaft (lateinisch Lege artis), also „solche Versehen, die in der Regel auf Nichtwissen oder mangelhafter Kenntnis, weniger auf Nichtkönnen oder gar auf bloßer Unaufmerksamkeit beruhen“.[18] Virchow blieb 46 Jahre bis zu seinem Tod in Berlin. Er baute die vorhandene pathologisch-anatomische Sammlung aus, und ab dem 27. Juni 1899 konnte diese, nun mit über 20.000 Ausstellungsstücken[19] versehen, im neu errichteten Pathologischen Museum – dem heutigen Berliner Medizinhistorischen Museum an der Charité – von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden.

Virchow, der auch zu Schriftstellern und Verlegern sowie Wissenschaftlern außerhalb des medizinischen Bereichs rege Kontakte[20] pflegte, blieb bis ins hohe Alter aktiv und arbeitete unermüdlich. Auf dem Weg zu einem Vortrag stürzte er am 4. Januar 1902 beim Aussteigen aus der noch fahrenden Straßenbahn und brach sich den Oberschenkelhals. Von den Folgen dieses Unfalls erholte er sich nicht mehr.[21] Er starb acht Monate nach seinem Unfall am 5. September 1902 in Berlin.

Sein Grab (Feld H, H-S-012/013, G2) befindet sich auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg. Es ist seit 1952 als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet.

Besondere Tätigkeitsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hygiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Virchow, porträtiert von Hugo Vogel 1861
Porträtfoto, Urheber und Datum unbekannt
Rudolf Virchow auf einem Gemälde von Hans Schadow, 1896
Briefmarke von 1952 aus der Serie Männer aus der Geschichte Berlins

Virchow arbeitete auch als praktischer Hygieniker. In dieser Funktion beriet er deutsche und ausländische Regierungen in Seuchenfragen. Er sorgte für die Einführung der obligatorischen Trichinenschau in Preußen.

Die Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte widmete sich auf der Tagung 1868 in Dresden dieser Frage. Virchow befürwortete die Schwemmkanalisation, im Gegensatz zu dem Frankfurter Arzt Georg Varrentrapp, der eine Abfuhr und Nutzung als Dünger befürwortete. Zusammen mit James Hobrecht war Virchow ab 1869 maßgeblich daran beteiligt, dass Berlin um 1870 eine Kanalisation und eine zentrale Trinkwasserversorgung erhielt. Die Entwässerung der Stadt lief über zwölf unabhängige Radialsysteme, die zu Rieselfeldern außerhalb der Stadt führten, die damals sauberste Lösung der Abwasserbeseitigung.

Virchow stand, wie viele andere Vertreter des medizinischen Establishments, den Erkenntnissen der Medizin über Krankheitsursachen sehr skeptisch gegenüber, zum Beispiel dem von Ignaz Semmelweis aufgedeckten Zusammenhang zwischen Sektionsübungen und Kindbettfieber.[22]

Gesundheitsversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Virchow setzte sich auch für eine medizinische Grundversorgung der Bevölkerung ein: „Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft, und die Politik ist nichts weiter als Medizin im Großen.“[23], schrieb er 1848 in der von ihm mit herausgegeben Zeitschrift „Die medicinische Reform[24] und zitierte damit seinen Freund und Kollegen Salomon Neumann[25]. Im Barrenstreit wurde er um ein Gutachten gebeten und entschied sich für das Deutsche Turnen und gegen die Schwedische Gymnastik als nationale Vorsorge für Gesundheit und Wehrbereitschaft.[26] Auf Virchow geht die Einrichtung erster kommunaler Krankenhäuser in Berlin zurück, so in Friedrichshain (1874), Moabit (1875, inzwischen geschlossen) und Am Urban (1890). Auch Parks und Kinderspielplätze sollten die Lage des städtischen Proletariats verbessern. Nicht zuletzt forderte Virchow vehement die Möglichkeit einer berufsmäßigen Ausbildung zur Krankenpflege sowie die flächendeckende Einrichtung von Krankenpflegeschulen an jedem großen Krankenhaus, auch jenseits konfessioneller Anbindung, um die pflegerische Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.[27] Virchow forderte ein verständiges Zusammenwirken von Arzt und Krankenpflege.[28]

Virchows Utopie blieb die Konstituierung von Medizin und Gesellschaft auf wissenschaftlicher Grundlage.[29]

Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1859 bis zu seinem Tod war Virchow Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Dort setzte er sich für den Bau von Krankenhäusern, Markthallen und einem hygienischen Schlachthof (den 1881 errichteten Zentralvieh- und Schlachthof) ein. Das wichtigste Projekt war die von ihm und Stadtrat Arnold Marggraff vorangetriebene Planung einer modernen Kanalisation für die Stadt.

1861 war er Gründungsmitglied und Vorsitzender der Deutschen Fortschrittspartei. Sein Ziel war die „Freiheit mit ihren Töchtern Bildung und Wohlstand“. Er plädierte für eine liberale Gesellschaft und eine soziale Medizin, die auf dem Boden naturwissenschaftlicher Aufklärung stehen sollte. Aber er wollte eine Distanz gegenüber unbewiesenen Hypothesen in der Popularisierung der Naturwissenschaften wahren und wendete sich damit gegen den deutschen Darwinisten Ernst Haeckel.[30]

Ab 1862 saß er im Preußischen Abgeordnetenhaus. 1869 stellte er dort einen Antrag auf Beschränkung der Militärausgaben des Norddeutschen Bundes und allgemeine Abrüstung, Konfliktbewältigung durch internationale Schiedsgerichte und Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa. Nach der 1871 erfolgten Gründung des deutschen Nationalstaates als Kaiserreich prägte Virchow 1873 den Begriff des Kulturkampfes als Befreiung der Kultur vom Einfluss der Kirche.

Von 1880 bis 1893 war Virchow zugleich Mitglied des Deutschen Reichstags. Er vertrat nach den Reichstagswahlen 1881, 1884, 1887 und 1890 den Berliner Wahlkreis 2 (Schöneberger Vorstadt, Friedrichsvorstadt, Tempelhofer Vorstadt, Friedrichstadt-Süd). Ab 1884 setzte er sich als Mitglied der Fraktion der Deutschen Freisinnigen Partei besonders für den Aufbau einer staatlichen medizinischen Grundversorgung ein. Politisch war er bereits 1862 ein entschiedener Gegner des preußischen Ministerpräsidenten und ab 1871 auch Reichskanzlers Otto von Bismarck, wurde von ihm 1865 sogar zu einem Duell gefordert, das er allerdings mit den Worten ablehnte, es sei keine zeitgemäße Art der Diskussion.[31][32] Virchow setzte sich für die kommunale Selbstverwaltung und für Minderheitenrechte ein, darunter für die zahlenmäßig starke polnische Volksgruppe in Preußen, und bekämpfte entschieden aufkommende antisemitische Tendenzen. Von Kolonialpolitik hielt er nichts.

Anthropologie, Ethnologie und Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daneben betätigte er sich noch in vielfältiger Weise auf den Gebieten der Anthropologie, Ethnologie und Ur- und Frühgeschichte. Er war Freund und Förderer von Heinrich Schliemann und Franz Boas. Durch seine Vermittlung überließ Heinrich Schliemann seine trojanische Sammlung der Stadt Berlin.

1870 erkundete er einen Nebenarm der Balver Höhle im Sauerland. Die Balver Höhle ist ein wichtiger Fundplatz der Mittleren Altsteinzeit. Virchow unterschied als erster zwischen slawischer Keramik (Burgwalltyp) und bronzezeitlicher Keramik (Lausitzer Typ) und förderte so die Burgwallforschung.

Zusammen mit Adolf Bastian und Robert Hartmann gründete er im November 1869 die Berliner Anthropologische Gesellschaft, aus der die Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte hervorgegangen ist.[33] Als nationaler Dachverband wurde die Deutsche Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte im Jahr 1870 gegründet. Zudem gab er in den 1890er Jahren die Zeitschrift für Ethnologie heraus. Virchow regte eine anthropologische Untersuchung der deutschen Schulkinder an: Mit Zustimmung aller Bundesstaaten außer Hamburg wurden Haar-, Haut- und Augenfarbe von 6.760.000 Schulkindern erhoben sowie die Schädelform bestimmt. Für die jüdischen Schüler wurden eigene Listen geführt. Die Ergebnisse wurden 1886 veröffentlicht: Danach gab es im Deutschen Reich 31,8 % Blonde, 14,05 % Brünette und 54,15 % Mischtypen. Für die ca. 75.000 jüdischen Kinder wurden 11 % Blonde, 42 % Schwarzhaarige und 47 % Mischtypen gezählt. Virchows Erwartung hatte sich bestätigt: Es gab gar keine reinen Rassen in Deutschland.[34] Den Nationalsozialisten war Rudolf Virchow deshalb verhasst. In einem propagandistischen Spielfilm des Jahres 1939, der Robert Koch gewidmet war, und in einem Bismarck-Spielfilm des folgendes Jahres wurde Virchow gründlich diffamiert.[35] Aus dieser Zeit stammt auch der Mythos, dass Virchow und Koch persönliche Feinde waren. Dies war so allerdings nicht der Fall. Virchow schätze Kochs Arbeit und forderte von der Berlin Stadtverordnetenversammlung, dass ein Bakteriologe nach Kochs Schule in Berlin eingestellt werden müsse.[36]

Virchow war an der Gründung mehrerer Berliner Museen beteiligt, unter anderem des Märkischen Provinzialmuseums (heute Märkisches Museum) und des Völkerkundemuseums (heute Ethnologisches Museum). 1889 gründete er das „Museum für deutsche Volkstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes“ in der Berliner Klosterstraße (später Staatliches Museum für Deutsche Volkskunde, 1999 aufgegangen im Museum Europäischer Kulturen).

Die Evolutionstheorie Charles Darwins sah er als interessantes Denkmodell an, insgesamt konnte er sich aber nicht dafür erwärmen. 1874 schrieb er, dass die Prähistorie kein Fach sei und wahrscheinlich auch keines werden würde. Ein anderer Irrtum, bei dem Virchow bis zu seinem Tod blieb, war seine Fehlinterpretation des Neandertaler-Skeletts. Er hielt den Fund Neandertal 1 aus der Kleinen Feldhofer Grotte im Neandertal für ein pathologisch verändertes Exemplar des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens). Zwar waren einige von Virchow beschriebene Pathologien tatsächlich vorhanden, mit der Meinung, dass es sich um einen Vertreter von Homo sapiens handelte, lag Virchow jedoch falsch.[37]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstätte von Rudolf Virchow auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof Berlin

Aus Virchows Ehe gingen sechs Kinder hervor:

  • Carl (1851–1912)[38]
  • Hans (1852–1940), Anatom[39]
  • Hanna (* 1852)[40]
  • Adele verh. Henning[40]
  • Ernst (1858–1942), Hofgärtner am Schloss Wilhelmshöhe, verheiratet mit Sophie Niepraschk (1865–1941)
  • Marie, 1891 verheiratet mit dem Anatomen Carl Rabl

Der Pathologe Carl Ruge war ein Neffe Virchows.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal nahe der Charité von Fritz Klimsch (1910)
Bronzebüste vor dem Pathologischen Institut der Charité
Erinnerungsstein für Rudolf Virchow in Schivelbein, jetzt Świdwin, Polen

Orden und Medaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften in Akademien und Vereinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bildhauer Fritz Klimsch schuf von 1906 bis 1910 das Virchow-Denkmal vor der Charité in Berlin-Mitte. Es steht auf dem Karlplatz, Reinhardstraße/Luisenstraße, Berlin-Mitte.

Eine Bronzebüste steht vor dem Pathologischen Institut der Charité. Sie ist eine Kopie der Marmorbüste im Dekanat, die 1882 von Bernhard Afinger gefertigt wurde.

Eine weitere Skulptur des Potsdamer Bildhauers Marcus Golter befindet sich am Langenbeck-Virchow-Haus. Sie wurde gestiftet von Veronika Hahn, Berliner Medizinische Gesellschaft, anlässlich der Restaurierung des Gebäudes im Jahre 2004.

In Virchows Heimatstadt Świdwin wurde am 25. September 2013 auf einem Platz im Zentrum ein Gedenkstein gesetzt und der Platz nach ihm benannt. Davor war der Gedenkstein an der Drawskaer Straße aufgestellt.[44][45]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rudolf-Virchow-Medaille ist die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie.

Das Rudolf-Virchow-Krankenhaus gehört seit 1995 zur Humboldt-Universität zu Berlin und bildet seit 1998 den Campus Virchow-Klinikum (CVK) der Charité.

Das Klinikum Glauchau und das Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin in Würzburg erhielten den Namenszusatz „Rudolf Virchow“.

Die Rudolf-Virchow-Vorlesung ist eine bedeutende Auszeichnung für Urgeschichtler. Sie wird seit 1987 vom Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums vergeben. Damit werden Virchows Verdienste um die Urgeschichte gewürdigt, insbesondere seine wegweisende interdisziplinäre Herangehensweise.

Viele Straßen in Deutschland sind nach Virchow benannt.

Seit 1960 ist er Namensgeber für den Virchow Hill, einen Hügel auf der Brabant-Insel in der Antarktis.

Seit 1979 trägt ein Mondkrater Virchows Namen, siehe Virchow (Mondkrater). 2000 wurde der Asteroid (13084) Virchow nach ihm benannt.[46]

In dem biographischen Film Robert Koch, der Bekämpfer des Todes von 1939, der auf einem Roman von Hellmuth Unger basiert,[47] wird Rudolf Virchow von Werner Krauß gespielt.[48][49]

In der 2017 veröffentlichten Fernsehserie Charité wird Virchow von Ernst Stötzner dargestellt.

Zitate über Virchow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Virchow hat vorgelebt, dass, um den Menschen zu erkennen, man den geistes- wie den naturwissenschaftlichen Weg einschlagen muss.“

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cellularpathologie, Zweite Auflage, 1859
  • De rheumate praesertim corneae Dissertation (lat.)
  • Die öffentliche Gesundheitspflege. In: Die Medicinische Reform. Band 1, Nr. 5, 1848, S. 21–22; Nr. 7, S. 37–40; Nr. 8, S. 45–47; Nr. 9, S. 53–56.
  • Die Einheitsbestrebungen in der wissenschaftlichen Medicin. Berlin 1849.
  • Untersuchungen über die Entwicklung des Schädelgrundes im gesunden und kranken Zustand und über den Einfluß desselben auf die Schädelform, Gesichtbildung und Gehirnbau. Berlin 1857.
  • Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. Berlin 1858. (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Goethe als Naturforscher und in besonderer Beziehung auf Schiller. Eine Rede von Rudolf Virchow. Berlin 1861.
  • Canalisation oder Abfuhr? 1869.
  • Menschen- und Affenschädel. Vortrag, gehalten am 18. Februar 1869 im Saale des Berliner Handwerker-Vereins. Berlin 1870.
  • Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre. Verlag von August Hirschwald, 1871 (online digital, dort auch weitere digitalisierte Schriften).
  • Die Urbevölkerung Europas. Berlin 1874.
  • Gesammelte Abhandlungen auf dem Gebiete der öffentlichen Medicin und der Seuchenlehre. 2 Bände. Berlin 1879.
  • Gegen den Antisemitismus. 1880.
  • Die Gründung der Berliner Universität und der Uebergang aus dem philosophischen in das naturwissenschaftliche Zeitalter. Rede am 3. August 1893 in der Aula der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, gehalten von dem zeitigen Rector Rudolf Virchow. Verlag August Hirschwald, Berlin 1893.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nekrolog (Digitalisat) Internationales Archiv für Ethnographie, Band XVI, Redaktion Dr. J.D.E. Schmeltz, Verlag E.J. Brill, Leiden, Niederlande, 1904, abgerufen 14. Februar 2012.
  • Erwin Heinz Ackerknecht: Rudolf Virchow. Arzt, Politiker, Anthropologe. Stuttgart 1957.
  • Christian Andree: Rudolf Virchow. Leben und Ethos eines großen Arztes. Langen Müller, 2002, ISBN 3-7844-2891-6.
  • Christian Andree: Rudolf Virchow als Prähistoriker. 3 Bände, Köln und Wien 1976–1986
  • Christian Andree (Hrsg.): Rudolf Virchow – Sämtliche Werke. Beiträge zur wissenschaftlichen Medizin aus den Jahren 1846–1850. Abteilung I. Medizin. Band 4. Peter Lang, Bern 1992, ISBN 3-261-03665-6.
  • Christian Andree: Virchow, Rudolf. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1445–1447.
  • Christian Andree (Hrsg.): Rudolf Virchow – Vielseitigkeit, Genialität und Menschlichkeit. Ein Lesebuch. Olms Verlag, Hildesheim / Zürich / New York 2009, ISBN 3-487-08822-3.
  • Rudolf Beneke: Rudolf Virchow. In: Pommersche Lebensbilder. II, S. 198–236.
  • Hilmar Conrad: Die berufsmäßige Ausbildung der Krankenpflege, auch außerhalb der bestehenden kirchlichen Organisationen. Rede von Rudolf Virchow am 06. November 1869. In: Geschichte der Pflege. Nr. 2-2017. hpsmedia, Nidda 2017, S. 103–113.
  • Ludwig Aschoff: Rudolf Virchow. Hoffmann & Campe, Hamburg 1940.
  • Axel W. Bauer: „… unmöglich, darin etwas Specifisches zu finden“. Rudolf Virchow und die Tumorpathologie. In: Medizinhistorisches Journal. Band 39, Stuttgart 2004, S. 3–26. ISSN 0025-8431
  • Axel W. Bauer: „Die Medicin ist eine sociale Wissenschaft.“ Rudolf Virchow (1821–1902) als Pathologe, Politiker und Publizist. In: medizin – bibliothek – information (mbi). Band 5, Mannheim 2005, Heft 1, S. 16–20. ISSN 1616-9026 (PDF, online; 129 kB)
  • Andreas W. Daum: Wissenschaftspopularisierung im 19. Jahrhundert. Bürgerliche Kultur, naturwissenschaftliche Bildung und die deutsche Öffentlichkeit, 1848–1914. 2., erg. Aufl., Oldenbourg, München 2002, ISBN 978-3-486-56551-5
  • Wolfgang U. Eckart: Rudolf Virchows „Zellenstaat“ zwischen Biologie und Soziallehre. In: Peter Kemper (Hrsg.): Die Geheimnisse der Gesundheit. Insel-Verlag, Frankfurt 1994, ISBN 3-458-16617-3, S. 239–255.
  • Constantin Goschler: Rudolf Virchow: Mediziner – Anthropologe – Politiker. Böhlau Verlag, Köln [u. a.] 2002, ISBN 3-412-09102-2. Zugleich: Berlin, Humboldt-Universität, Habilitationsschrift (Rezension sehepunkte)
  • Karl-Heinz Hense: Vom ‚mühseligen Weg des ordnungsgemäßen Denkens‘ – Rudolf Virchow: Lebensbild eines Gelehrten zwischen Wissenschaft und Politik. In: Mut – Forum für Kultur, Politik und Geschichte Nr. 551. Asendorf Dezember 2013. Seite 6–19.
  • Wolfgang Jacob: Medizinische Anthropologie im 19. Jahrhundert. Mensch, Natur, Gesellschaft. Beitrag zu einer theoretischen Pathologie. Zur Geistesgeschichte der sozialen Medizin und allgemeinen Krankheitslehre Virchows. Enke, Stuttgart 1967.
  • Christian Jenssen: Rudolf Virchow. In: Manfred Asendorf und Rolf von Bockel (Hrsg.): Demokratische Wege. Deutsche Lebensläufe aus fünf Jahrhunderten. Ein Lexikon. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 1997, S. 859–661, ISBN 3-476-01244-1.
  • Christian Jenssen: „Die Aufrüstung ist die Mikrobe des Krieges …“ – Rudolf Virchow (1821–1902), schillernder „Apostel des Friedens und der Versöhnung“. In: Thomas Ruprecht und Christian Jenssen (Hrsg.): Askulap oder Mars? Ärzte gegen den Krieg. Donat, Bremen 1991, ISBN 3-924444-51-X.
  • Eva Johach: Krebszelle und Zellenstaat – Zur medizinischen und politischen Metaphorik in Rudolf Virchows Zellularpathologie. Rombach, Freiburg/Berlin/Wien 2008, ISBN 978-3-7930-9511-8.
  • Werner Köhler und Hanspeter Mochmann: Meilensteine der Bakteriologie Von Entdeckungen und Entdeckern aus den Gründerjahren der Medizinischen Mikrobiologie. Minerva – Edition Wissen, 1997, ISBN 978-3-936611-16-8.
  • Ernst Meyer: Rudolf Virchow. Limes, Wiesbaden 1956.
  • Shahrooz Mohajeri: 100 Jahre Berliner Wasserversorgung und Abwasserentsorgung 1840–1940. Franz Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08541-6 (Rezension von Charlotte Bühl-Gramer in: sehepunkte. Band 6, 2006, Nr. 5 vom 15. Mai 2006)
  • Nikolaus Muschong: Hans Virchow (1852–1940). Leben und Werk. Med. Diss., Bonn 2011.
  • Thomas Sauer, Ralf Vollmuth: Briefe von Mitgliedern der Würzburger Medizinischen Fakultät im Nachlaß Anton Rulands. Quellen zur Geschichte der Medizin im 19. Jahrhundert mit Kurzbiographien. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 9, 1991, S. 135–206; hier: S. 197–201.
  • Heinrich Schipperges: Rudolf Virchow. Rowohlt, Reinbek 1994, ISBN 3-499-50501-0.
  • Hellmuth Unger: Virchow. Ein Leben für die Forschung. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1953, 315 Seiten.
  • Manfred Vasold: Rudolf Virchow. Der große Arzt und Politiker. DVA, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06387-7.
  • Gerhard Jaeckel: Die Charité. Ullstein Verlag, 2006, ISBN 3-548-33235-8.
  • Wolfgang U. Eckart (Hrsg.): Rudolf Virchow und Gustav Adolph Spiess. Cellular-Pathologie versus Humoral- und Solidarpathologie. Springer Spektrum, Berlin & Heidelberg 2016, ISBN 978-3-642-41680-4. (Kommentierte Ausgabe der Originalpublikationen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rudolf Virchow – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Rudolf Virchow – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Virchow, Duden, abgerufen am 8. Januar 2017.
  2. Stammliste der KWA
  3. Dissertation: De rheumate praesertim cornea.
  4. Christian Andree: Rudolf Virchow. Leben und Ethos eines großen Arztes. Langen-Müller, München 2002, S. 51–52.
  5. Heinrich Schipperges: Rudolf Virchow. Dargestellt von Heinrich Schipperges. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, S. 17.
  6. Heinz Otremba: Rudolf Virchow: Begründer der Zellularpathologie. Eine Dokumentation. Echter-Verlag, Würzburg 1991, S. 15–19
  7. Robert Herrlinger: Die Entwicklung des medizinhistorischen Unterrichts an der Julius-Maximilians-Universität. Mitteilungen aus dem Georg Sticker-Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg, Heft 1 (März 1957), S. 1–8; S. 4
  8. Ernst Werner Kohl: Virchow in Würzburg. Königshausen & Neumann, Würzburg 1976 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 6). ISBN 3-921456-05-3.
  9. Catherine N. Bagot, Roopen Arya: Virchow and his triad: a question of attribution. Br J Haematol. 2008 Oct;143(2):180-90. Epub 2008 Sep 6. PMID 18783400
  10. Rudolf Virchow: Cellular-Pathologie. In: Virchows Archiv. Band 8, 1855, S. 3–39.
  11. Catherine N. Bagot, Roopen Arya: Virchow and his triad: a question of attribution.
  12. Hans-Werner Altmann: 1850 bis 1950 – ein ereignisreiches Jahrhundert Würzburger Pathologiegeschichte. In: Tempora mutantur et nos? Festschrift für Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen. Hrsg. von Andreas Mettenleiter, Akamedon, Pfaffenhofen 2007, S. 399–403; hier: S. 399
  13. Anne-Marie Mingers: Berühmte Wissenschaftler in Würzburg und ihre Beiträge zur Hämostaseologie. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 8, 1990, S. 73–83; hier: S. 75
  14. Anne-Marie Mingers, S. 75 f.
  15. Axel W. Bauer: Ursachen oder Motive? Das Dilemma der medizinischen Forschungen zwischen naturwissenschaftlicher und hermeneutischer Methode. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 17, 1998, S. 53–63, hier: S. 54–56 (Rudolf Virchow und Hermann Helmholtz als Repräsentanten der naturwissenschaftlichen Methode in der Medizin des 19. Jahrhunderts).
  16. Vgl. auch Rudolf Virchow: Die naturwissenschaftliche Methode und die Standpunkte in der Therapie. In: Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin. Band 2, 1849, S. 3–37.
  17. Rudolf Virchow, Kunstfehler der Ärzte, Aktenstücke des Reichstags des Norddeutschen Bundes, Anlage 3 zu Nr. 5, 1870, S. XII-XV
  18. F. v. Neureiter/F. Pietrusky/E. Schütt, Handwörterbuch der gerichtlichen Medizin und naturwissenschaftlichen Kriminalistik, 1940, S. 17
  19. Petra Lennig, Manfred Dietel: Pathologie-Museum, Charité. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1113–1115.
  20. Christian Andree: Welches Verhältnis hatte Rudolf Virchow zu zeitgenössischen Dichtern, Künstlern, Verlegern und Editoren? Versuch einer Annäherung über die Korrespondenzpartner. Teil I in: Licht der Natur. Medizin in Fachliteratur und Dichtung. Festschrift für Gundolf Keil zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Josef Domes, Werner Gerabek, Bernhard D. Haage, Christoph Weißer und Volker Zimmermann, Göppingen 1994, S. 1–20; Teil II in: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 12, 1994, S. 259–286
  21. spiegel Nr. 14 5. April 1999
  22. Virchow äußert sich zur Puerperalsepsis.
  23. Wolfgang U. Eckart: Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft. Hunger, Seuchen, Politik und die Begründung der Sozialmedizin durch den Pathologen und Politiker Rudolf Virchow, Universitätsbibliothek Universität Heidelberg 2012, Online Ressource, Videoaufzeichnung. Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft 2012
  24. Rudolf Virchow: Der Armenarzt. In: Christian Andree (Hrsg.): Sämtliche Werke. Abt. I – Medizin Band 05: Die medicinische Reform. Eine Wochenschrift, erschienen vom 10. Juli 1848 bis zum 29. Juni 1849. Olms Weidmann, Hildesheim 2010, ISBN 978-3-487-14441-2 (Erstausgabe: Berlin 1848).[javascript:]
  25. Günter Regneri: "Die Medicin ist eine sociale Wissenschaft." – Zur Genese eines Zitats. Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e. V., 2011, abgerufen am 22. September 2018.
  26. Arnd Krüger: Geschichte der Bewegungstherapie. In: Präventivmedizin. Springer Loseblatt Sammlung, Heidelberg 1999, 07.06, S. 1–22.
  27. Hilmar Conrad: Die berufsmäßige Ausbildung der Krankenpflege, auch außerhalb der bestehenden kirchlichen Organisationen : Rede von Rudolf Virchow am 6. November 1869 ; eine Quellenanalyse. In: in Geschichte der Pflege. Nr. 2-2017. Hpsmedia, 2017, ISSN 2193-8296, S. 103–113.
  28. Christine R. Auer: Geschichte der Pflegeberufe als Fach. Die Curricular-Entwicklung in der pflegerischen Aus- und Weiterbildung, Dissertation am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin (früher: Geschichte der Medizin) der Universität Heidelberg, Betreuer Wolfgang U. Eckart, Heidelberg 2008, zu Rudolf Virchow: S. 80–84.
  29. Axel W. Bauer: Rudolf Virchow, in: Wolfgang U. Eckart und Christoph Gradmann (Hgg.): Ärztelexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, 1. Aufl. C. H. Beck, München 1995, 2. Aufl., Springer Verlag, Heidelberg, Berlin et al. 2001, 3. Aufl., Springer, Heidelberg, Berlin et al. 2006, S. 332–333, Print und Online-Version (ISBN 978-3-540-29584-6 bzw. ISBN 978-3-540-29585-3).
  30. Andreas W. Daum: Wissenschaftspopularisierung im 19. Jahrhundert. Bürgerliche Kultur, naturwissenschaftliche Bildung und die deutsche Öffentlichkeit, 1848-1914. 2., erg. Aufl. Oldenbourg, München 2002, S. 65–82, 127–129, 133–136, 445–447, 514.
  31. Welt.de: Er reizte Bismarck bis aufs Blut
  32. Petra Lennig: Das verweigerte Duell: Bismarck gegen Virchow. www.dhm.de, abgerufen am 25. März 2017.
  33. Geschichte der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. In: Homepage der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Abgerufen am 21. März 2016.
  34. George L Mosse: Die Geschichte des Rassismus in Europa, Fischer TB, 1990, S. 113–115; genaue Statistiken in Erwin Ackerknecht: Rudolf Virchow, Madison 1953, S. 214
  35. Wolfgang U. Eckart: Rudolf Virchow (1821-1902), in: Michael Fröhlich (Hrsg.): Das Kaiserreich. Portrait einer Epoche in Biographien, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2001, S. 106.
  36. Christian Andree: Rudolf Virchow. Leben und Ethos eines großen Arztes. Langen Müller, München, ISBN 3-7844-2891-6, S. 94–95.[javascript:]
  37. „Der Irrtum des Rudolf Virchow – Vor 150 Jahren wurde der Neandertaler entdeckt“Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
  38. Geschichte des Rathgen Forschungslabors (PDF-Datei; 4 MB), dort als Quelle angegeben: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Jg. 24 (1902) und Jg. 35 (1913)
  39. Biografie Hans Virchow
  40. a b Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
  41. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1901, S. 166.
  42. Mitglieder des Ordens Pour le Mérite: Rudolph Virchow
  43. NAS online: Member Directory.
  44. Rudolf Virchow
  45. Pomnik Rudolfa Virchowa
  46. Minor Planet Circ. 41032
  47. Hellmuth Unger: Robert Koch. Roman eines großen Lebens. Verlag der Deutschen Ärzteschaft, Berlin 1936
  48. Niels Martens: Robert Koch – Bekämpfer des Todes auf www.uni-kiel.de
  49. Heidrun Riehl-Halen: Der deutschsprachige Tuberkulosefilm in der medizinischen Aus- und Weiterbildung sowie in der Volksaufklärung (1913-1973), Dissertation am Institut für Geschichte der Medizin (heute: Geschichte und Ethik der Medizin) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Betreuer Wolfgang U. Eckart, 1998, zum Film „Robert Koch, der Bekämpfer des Todes“ S. 87–93. Videokassette