Rudolf Wöhrl SE

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Rudolf Wöhrl SE

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1933
Sitz Nürnberg, Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl 1.600[2]
Umsatz ca. 255 Mio € (2014/2015)[3]
Branche Textilhandel
Website www.woehrl.de

Die Rudolf Wöhrl SE ist ein deutsches Bekleidungsunternehmen mit Hauptsitz in Nürnberg, das 1933 von Rudolf Wöhrl gegründet wurde. Die Wöhrl Unternehmensgruppe verfügt über 30 Standorte und beschäftigt 1600 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2014/2015 betrug der Umsatz etwa 255 Millionen Euro.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1933 gründete Rudolf Wöhrl ein Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung, das er Zetka (Zuverlässige Kleidung) nannte. Bei den Luftangriffen auf Nürnberg am 2. Januar 1945 wurde das Wöhrl-Geschäftshaus völlig zerstört. In Roth bei Nürnberg startete Wöhrl mit seiner Frau Berta erneut – aus Uniformen, Decken und Zeltplanen ließ er Anzüge, Mäntel und Hosen herstellen. 1949 begründete er am Weißen Turm in Nürnberg zunächst auf 60 Quadratmetern das Stammhaus, das heute als „Wöhrl-City“ eines der größten Mode- und Sporthäuser in Deutschland ist.

woehrl haus nuernberg
Außenfassade WÖHRL Haus Nürnberg

In den 1950er Jahren eröffnete Wöhrl Filialen in Regensburg und Erlangen. In den folgenden Jahren expandierte das Geschäft weiter. 1970 übertrug Wöhrl das Unternehmen an seine Söhne Hans Rudolf Wöhrl und Gerhard Wöhrl. 2002 wurde das Unternehmen in eine Familien-AG umgewandelt. Seit 1. Januar 2012 steht Olivier Wöhrl für die dritte Generation der Unternehmerfamilie in der Führung der Rudolf Wöhrl AG.

Anfang 2013 wurde berichtet, dass die Rudolf Wöhrl AG SinnLeffers übernimmt. Letztendlich wurde SinnLeffers aber von der Familie Gerhard Wöhrl übernommen,[4] die selbst wiederum die Mehrheit der Anteile an der Wöhrl AG besaß.[5] Die Übernahme und die Anpassung beider Unternehmen galt seit Ende 2014 als abgeschlossen.

Am 6. September 2016 wurde ein Schutzschirmverfahren zur Unternehmensrestrukturierung eingeleitet. Das Modehandelsunternehmen hat nun bis zu drei Monate Zeit für einen Sanierungsplan. Gleichzeitig wurde der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Andreas E. Mach mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft bestellt.[6] Am 6. Oktober 2016 wurde bekannt, dass Wöhrl vier Filialen schließt, darunter mit Roth auch den ersten Nachkriegsstandort. Insgesamt sind 146 Mitarbeiter betroffen.[7]

In einem Bieterverfahren erhielt Rudolf Wöhrls Enkel Christian Greiner, Vorstand der Ludwig Beck AG, den Zuschlag und erwarb im Mai 2017 alle verbliebenen Filialen.[8] Die Mitarbeiter wurden weiter beschäftigt. Greiner wurde dabei von seinem Vater Hans Rudolf Wöhrl als Gesellschafter der Intro Gruppe unterstützt. Der Betrieb wird als Rudolf Wöhrl SE fortgeführt.

Gut ein Jahr nach der Übernahme konnte die Rudolf Wöhrl SE wieder schwarze Zahlen vermelden.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. woehrl.de: Impressum
  2. woehrl.de: Fakten und Historie
  3. WÖHRL – Ratingbericht 2016
  4. Insolvenzantrag der SinnLeffers GmbH hat keinen Einfluss auf operatives Geschäft und Sanierungskurs der Rudolf Wöhrl AG. (Nicht mehr online verfügbar.) In: woehrl.de. Rudolf Wöhrl AG, 12. September 2016, archiviert vom Original am 16. Januar 2017; abgerufen am 16. Januar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.woehrl.de
  5. Nach Insolvenz: Familie Wöhrl startet Comeback-Versuch. In: nordbayern.de. Verlag Nürnberger Presse, 3. Januar 2017, abgerufen am 16. Januar 2017.
  6. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 14. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.woehrl.de
  7. http://www.nordbayern.de/wirtschaft/wohrl-schliesst-vier-filialen-146-arbeitsplatze-betroffen-1.5535314
  8. onetz.de: Wöhrl: Zurück zu alten Stärken
  9. WELT: Modehaus schreibt schwarze Zahlen: Aschaffenburg schließt. 16. Juli 2018 (welt.de [abgerufen am 26. August 2019]).