Rudolf von Larisch

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Rudolf Larisch, von 1866 bis 1919 von Larisch,[1] (* 1. April 1856 in Verona, Kaisertum Österreich; † 28. März 1934 in Wien) war ein österreichischer Typograf, Schriftgestalter, Grafikdesigner und Hochschullehrer.

Aufnahme von Ludwig Schwab (1931)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf von Larisch studierte an der Kunstgewerbeschule in Wien. Nachdem er zunächst als Beamter im österreichischen Innenministerium arbeitete, wurde er 1902 als Lehrer für ornamentale Schrift und Heraldik an die Kunstgewerbeschule berufen, wo ihm 1905 der Titel Professor verliehen wurde. Seit 1910 war er an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt tätig und von 1920 bis 1931 dann an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Sein Hauptinteresse galt der Weiterentwicklung des Unterrichts in Schriftgestaltung und Schriftentwurf.

Er war verheiratet mit Emilie geb. Altmann, die 1913 im 45. Lebensjahr in Wien nach langer Krankheit starb. Aus dieser Ehe hatte er den Sohn Viktor (gestorben 1946). Erst 1931 heiratete er erneut. Seine zweite Frau war die Schriftkünstlerin, Buchgestalterin und Gebrauchsgrafikerin Hertha geb. Ramsauer (1897–1972)[2]. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet (Lage des Grabes Gr. 30 D, Reihe 1 Nr. 30)[3]

Von Larisch war Gründungsmitglied des Österreichischen Werkbundes. Larisch entwarf folgende Schriften:

In seiner Freizeit widmete er sich dem Segel- und Kanusport und entwickelte eine der ersten in Kontinentaleuropa gebräuchlichen Kanu-Varianten.[6]

Im Jahr 1961 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Larischgasse nach ihm benannt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über Zierschriften im Dienste der Kunst. 1899 (Digitalisierte Ausgabe).
  • Beispiele künstlerischer Schrift. 5 Folgen, 1900–26.
  • Über Leserlichkeit von ornamentalen Schriften. 1904 (Digitalisierte Ausgabe).
  • Unterricht in ornamentaler Schrift. 1905, 2. Auflage 1934 (Digitalisierte Ausgabe).
  • Der Kajak und seine Arten. 1918 (Nachdruck 2007).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach dem Adelsaufhebungsgesetz 1919 wieder Larisch
  2. http://www.bildindex.de/kue16331087.html#%7Chome
  3. https://www.friedhoefewien.at/grabsuche_de
  4. Gemäß Friedrich Friedl, Nicolaus Ott, Bernard Stein und Philipp Luidl: Typographie – wann, wer, wie. Könemann, Köln 1998, S. 342
  5. Gemäß dem Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 1972, S. 27
  6. Durstmüller: Larisch Rudolf von. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1972, S. 27.