Rudolfo Anaya

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Rudolfo Alfonso Anaya (* 30. Oktober 1937 in Pastura, New Mexico) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der oft als Begründer der Chicano-Literatur, d. h. der Literatur der mexikanischen Amerikaner genannt wird.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Albuquerque High School studierte er Anglistik an der University of New Mexico (UNM) und schloss dieses Studium zunächst 1963 mit einem Bachelor of Arts (B.A. English) und dann 1968 mit einem Master of Arts (M.A. English) ab. Danach nahm er den Ruf auf eine Professur für Anglistik an der University of New Mexico an und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung.

Sein literarisches Debüt gab Anaya 1972 mit dem Jugendroman Bless Me, Ultima (1972), der Geschichte eines Chicano-Jungen in New Mexico in den 1940er Jahren.[1] In der Folgezeit veröffentlichte er die Romane Heart of Aztlan (1976), Tortuga (1979), The Silence of the Llano (1982) und The Legend of La Llorona (1984), ehe er 1986 mit A Chicano in China (1986) eine Sammlung von Essays herausgab.

Nach den Büchern The Anaya Reader (1995) und Rio Grande Fall (1996) veröffentlichte er mit Shaman Winter (1998), Alburquerque (1999) und Zia Summer (2000), dem Auftakt eines vierteiligen Zyklus um den Privatdetektiv Sonny Baca,[2]einige weitere Romane. Seine Werke wurden auch in die deutsche Sprache übersetzt wie zum Beispiel durch Barbara Traber.

Anaya engagierte sich auch politisch und gehörte zu den Unterstützern des Demokraten John Kerry bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rudolfo Anaya
  2. Rudolfo Anaya: die etwas “andere” Krimireihe