Rueil-Malmaison

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Rueil-Malmaison
Wappen von Rueil-Malmaison
Rueil-Malmaison (Frankreich)
Rueil-Malmaison
Region Île-de-France
Département Hauts-de-Seine
Arrondissement Nanterre
Kanton Rueil-Malmaison (Hauptort)
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Paris Ouest La Défense
Koordinaten 48° 53′ N, 2° 11′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 2° 11′ O
Höhe 24–164 m
Fläche 14,70 km2
Einwohner 78.152 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 5.316 Einw./km2
Postleitzahl 92500
INSEE-Code
Website www.mairie-rueilmalmaison.fr

Édouard Manet: Landhaus in Rueil 1882

Rueil-Malmaison ist eine französische Stadt mit 78.152 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) etwa 14 km westlich des Zentrums von Paris. Sie gehört zum Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France und liegt an der Seine. Sie ist Hauptort des Kantons Rueil-Malmaison, der nur aus dieser Gemeinde besteht; ein Teil der Gemeinde gehörte bis 2015 zum ehemaligen Kanton Garches. Die Einwohner werden Rueillois genannt.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus acht Stadtquartieren, die hier „villages“ („Dörfer“) heißen:

  • Rueil sur Seine
  • Plaine-Gare
  • Bords de Seine
  • Centre-Ville
  • Mont-Valérien
  • Mazurières
  • Buzenval
  • Jonchère Malmaison – Saint-Cucufa

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt erscheint erstmals im 12. Jahrhundert als Roialum, woraus schließlich Rueil wird. Seit 1928 trägt die Stadt ihren heutigen Doppelnamen, um sie zu unterscheiden von Rueil-la-Gadelière im Département Eure-et-Loir. Karl der Kahle schenkte um 870 dieses Gebiet der Abtei Saint-Denis. Ende des 12. Jahrhunderts errichteten die Mönche hier eine Kapelle. 1635 verkauften sie das Gelände an Kardinal Richelieu, der hier ein Schloss erbauen ließ. Während der Fronde zog sich der Hof hierher zurück.

Im 19. Jahrhundert kamen impressionistische Maler wie Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet und Claude Monet nach Rueil-Malmaison, um die dortige Seine-Landschaft zu malen. Im Deutsch-Französischen Krieg lag Rueil während der Schlacht bei Buzenval am 19. Januar 1871 an der Frontlinie. 1958 wurde in Rueil der erste Supermarkt Frankreichs eröffnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Rueil-Malmaison

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rueil-Malmaison listet 16 Partnerstädte auf: [1] [2]

Stadt Land seit
Ávila Coat of Arms of Ávila (Spain).svg SpanienSpanien Kastilien und León, Spanien
Bad Soden Wappen Bad Soden am Taunus.svg DeutschlandDeutschland Hessen, Deutschland 1979
Buxoro UsbekistanUsbekistan Usbekistan 2009
Dubrovnik Dubrovnik grb grada.svg KroatienKroatien Kroatien 2011
Elmbridge Elmbridge BC Crest of Arms.png Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Surrey, Vereinigtes Königreich 1974
Fribourg City of Fribourg-coat of arms.svg SchweizSchweiz Schweiz 1992
Helsingør Coat of arms of Elsinore.svg DanemarkDänemark Seeland, Dänemark
Jelgava Escut Jelgava.png LettlandLettland Semgallen, Lettland 2007
Kirjat Malʾachi Kiryat Malachi COA.png IsraelIsrael Israel 1985
Kitzbühel AUT Kitzbuehel COA.svg OsterreichÖsterreich Tirol, Österreich 1979
Le Bardo TunesienTunesien Tunis, Tunesien 1991
Lynchburg Logo of Lynchburg, Virginia.svg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Virginia, Vereinigte Staaten
Oaxaca de Juárez Donaji Shell Oax.JPG MexikoMexiko Mexiko
Sarajevo Coat of arms of Sarajevo.svg Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina
Sergijew Possad Coat of Arms of Sergiev Posad (Moscow oblast).png RusslandRussland Moskau, Russland 1989
Timișoara ROU TM Timisoara CoA1.png RumänienRumänien Banat, Rumänien 1993
Tōgane Flag of Togane, Chiba.svg JapanJapan Honshū, Japan 1990
Zouk Mikael LibanonLibanon Libanonberg, Libanon 1971

Zudem ist die Stadt Mitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Verkehr und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rueil-Malmaison liegt an der Linie RER A der Pariser Verkehrsbetriebe. Am Seine-Ufer besteht auch ein Anschluss an die A 86, die Périphérique de l'Île-de-France, ein äußerer Autobahnring um Paris.

In der Stadt befinden sich die Hauptsitze großer französischer Firmen wie des Automobilkonzerns PSA, des Baukonzerns Vinci, der Elektronikfirma Schneider Electric und des Ingenieurdienstleisters Ingérop; aber auch die französischen Hauptniederlassungen und/oder Produktionsstätten vieler internationaler Firmen sind hier ansässig, etwa von Unternehmen der petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Automobil- und Nahrungsmittelindustrie.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Stadt:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Hauts-de-Seine. Flohic Éditions, 2. Auflage, Charenton-le-Pont 1993, ISBN 2-908958-95-3, S. 324–347.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rueil-Malmaison – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website Rueil-Malmaison
  2. Villes jumelles ǀ Ville de Rueil-Malmaison. Abgerufen am 10. November 2019.