Rufmord (2018)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
OriginaltitelRufmord
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2018
Länge88 Minuten
Stab
RegieViviane Andereggen
DrehbuchClaudia Kaufmann,
Britta Stöckle
ProduktionKirsten Hager,
Carmen Stozek
MusikAnnette Focks
KameraMartin Langer
SchnittConstantin von Seld
Besetzung

Rufmord ist ein Filmdrama aus dem Jahr 2018 von Viviane Andereggen, das im Auftrag des ZDF und Arte von der Hager Moss Film GmbH (München) produziert und am 30. Juni 2018 im Rahmen des 36. Filmfests München im Audimax der Hochschule für Fernsehen und Film München uraufgeführt wurde.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luisa Jobst, die seit einigen Monaten als Lehrerin in dem kleinen Ort Kails arbeitet, ist spurlos verschwunden. Die Polizei stößt bei ihren Ermittlungen in der Wohnung der Verschwundenen auf ein benutztes Kondom, ein blutverschmiertes Messer und eine breite Blutspur, findet sonst jedoch nichts über den Verbleib Luisas heraus. In Rückblenden werden während der polizeilichen Ermittlungen die Ereignisse der vorangegangenen acht Wochen erzählt.

Luisa ist in ihrer Grundschule eine engagierte und beliebte Lehrerin. Sie bemüht sich um eine objektive und sachgerechte Bewertung ihrer Schüler. Als der Vater eines Schülers, der wohlhabende Unternehmer Bär, welcher der Schule in der Vergangenheit großzügige Sachspenden hat zukommen lassen und Luisa augenscheinlich sehr attraktiv findet, Andeutungen macht, dass sein Sohn, der eigentlich nicht die für die Gymnasialempfehlung notwendigen Leistungen bringt, doch etwas besser eingestuft werden solle, lehnt Luisa eine solche ungerechtfertigte Bevorzugung ab. Kurz darauf wird ein Nacktbild von Luisa und ein Link zu einer gefälschten Pornoseite auf die Homepage der Schul-Website geladen, weshalb die konsternierte Direktorin Luisa zur Rede stellt und auffordert, die Situation zu bereinigen. Luisa wird aufgrund der kompromittierenden Aufnahmen von ihren Kolleginnen und den Eltern ihrer Schüler gemieden und nach der Veröffentlichung des Bildes in der Lokalzeitung auch mit obszönen Anrufen und Nachrichten belästigt und vom Schuldienst beurlaubt. Auch Luisas Freund Finn distanziert sich von ihr. Sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Schuldigen. Sie verdächtigt Bär und zeigt diesen an, jedoch wird das Verfahren eingestellt. Schließlich erleidet sie einen Nervenzusammenbruch.

Aufgrund der Spurenlage in Luisas Haus werden Finn und Luisas Kolleginnen als Zeugen vernommen. Die Polizei geht davon aus, dass sie ermordet und der Leichnam an einen noch unbekannten Ort verbracht wurde. Eine DNA-Reihenuntersuchung aller Bewohner des Ortes überführt Bär als denjenigen, der zuletzt bei Luisa im Haus war und mit ihr das Kondom benutzt hatte; auch wird festgestellt, dass Bär seinen Systemadministrator beauftragt hat, die Schulwebseite zu manipulieren.

Eine weitere Rückblende zeigt, dass Bär der nachts mit dem Fahrrad gestürzten Luisa geholfen und sie nach Hause gefahren hatte. Dort kam es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr.

Der unter Mordverdacht stehende Bär wird von seiner Frau aus dem Haus geworfen und erleidet geschäftliche Einbußen. Die Lokalpresse spekuliert über ihn als Luisas mutmaßlichen Mörder.

Am Ende stellt sich heraus, dass Luisa noch lebt und die Spuren in ihrem Haus gelegt hat, um Bär zu belasten. Sie meldet sich bei ihm am Telefon, taucht dann aber unter. Ob Bär tatsächlich wegen Mordes angeklagt wird, bleibt offen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von der Hager Moss Film GmbH (München) im Auftrag von ZDF und Arte vom 24. Oktober bis 27. November 2017 in München und im Kurort Bad Reichenhall produziert. Die Redaktion lag bei Anja Helmling-Grob (ZDF) und Olaf Grunert (Arte).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nominierungen - Grimme-Preis. Abgerufen am 4. März 2019.
  2. Der Deutsche Fernsehpreis: Nominierung 2019. In: Deutscher Fernsehpreis 2019. Abgerufen am 4. März 2019 (deutsch).